Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Breites Kompetenz-Spektrum überschaubar gemacht

09.10.2009
TU Ilmenau stellt Kompetenzatlas Mikro- und Nanotechnologien vor

Auf dem MikroSystemTechnik Kongress in Berlin (12. - 14.10.2009) stellt das Institut für Mikro- und Nanotechnologien (IMN) MacroNano® der Technischen Universität Ilmenau erstmals den neuen KOMPETENZATLAS der Öffentlichkeit vor.

Der mehrere hundert Seiten starke Ordner bildet das breite Forschungs- und Technologiespektrum des Institutes ab und fördert damit das Entstehen neuer Kontakte und Kooperationsbeziehungen. Die durchgehend zweisprachige Gestaltung (Deutsch/Englisch) erleichtert die Kommunikation mit internationalen Partnern.

Das IMN MacroNano® der TU Ilmenau ist mit 39 Fachgebieten aus vier Fakultäten eines der größten Institute für Mikro- und Nanotechnologien in Deutschland und Europa.

Durch seinen interdisziplinären Charakter und die enge Einbindung der anwendungsorientierten Fachgebiete hebt es sich von rein technologieorientierten Forschungseinrichtungen ab. Gerade das macht es aber schwer, in dem breit gefächerten Kompetenz-Spektrum die richtigen Ansprechpartner zu finden: Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen arbeiten hier gemeinsam an Aufgabenstellungen aus beispielsweise der Hochfrequenztechnik, Biosignalverarbeitung, Präzisionsmesstechnik, Werkstoffwissenschaft, Mikrofluidik oder Biosensorik.

An wen kann sich da ein interessiertes Industrieunternehmen wenden, wenn etwa ein optischer Sensor zur Überwachung von biologischen Zellkulturen getestet werden soll oder nanostrukturierte Oberflächen zur Reduktion des Strömungswiderstandes zu optimieren sind? Diese Suche soll nun durch den KOMPETENZATLAS erheblich vereinfacht werden.

Nahezu ein Jahr hat es gedauert, die notwendigen Informationen im gesamten Institut zusammenzutragen und sie nach verschiedenen Kriterien aufzubereiten. Federführend dabei war der mnst-Broker, ein Projekt, das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Programmes "Wirtschaft trifft Wissenschaft" gefördert wird ("mnst" steht für Mikro- und Nano-System-Technik und "Broker" für Vermittler zwischen Technologienachfragen und Technologieangeboten). "Viel Detailarbeit!", kommentiert Ilona Hirt, Mitarbeiterin beim mnst-Broker, und begründet damit zugleich, warum das Nachschlagewerk nicht im ersten Schritt sofort die gesamte TU Ilmenau umfassen konnte: "Wir mussten uns auf ein Gebiet konzentrieren, in dem Ilmenau Alleinstellungsmerkmale und ein klares Profil aufweist, anders wäre es nicht zu stemmen gewesen!" Die anderen Kompetenzfelder der Technischen Universität können nun sukzessive nach demselben Schema erfasst und dargestellt werden, denn insgesamt hält die TU Ilmenau das Ergebnis für sehr erfolgversprechend und plant, den KOMPETENZATLAS zu gegebener Zeit auf die Universität insgesamt auszuweiten.

Und für wen sind die nun vorgestellten Hochtechnologien von Interesse? Hierzu erläutert der Direktor des IMN MacroNano®, Prof. Martin Hoffmann: "Mikro- und Nanotechnologien sind gerade für kleine und mittlere Unternehmen interessant, um neue Märkte zu erschließen. Die Vernetzung untereinander und mit Forschungseinrichtungen bietet dazu die notwendigen Rahmenbedingungen. Genau dies zu unterstützen ist das Ziel des Projektes mnst-Broker - und ein wichtiges Werkzeug dabei ist der nun erschienene KOMPETENZATLAS." Da der systematische Ausbau internationaler Beziehungen ein wesentlicher Baustein der strategischen Ausrichtung des Institutes ist, sind alle Texte und Erläuterungen des Kompendiums auch in englischer Übersetzung wiedergegeben.

Transferkataloge, Forschungsberichte, Projektübersichten gibt es als Instrument des Technologietransfers an jeder Universität und Forschungseinrichtung. "Das Neue, das Besondere an unserem KOMPETENZATLAS erschließt sich spätestens dann, wenn man für ein ganz konkretes Vorhaben einen Ansprechpartner sucht", erklärt Projektleiterin Dr. Liliana Sendler und führt weiter aus: "Wir haben uns die Transferkataloge zahlreicher Universitäten sehr genau angesehen. Das größte Manko dabei ist, dass nur in den universitätsinternen Kategorien gedacht und dann nach Fakultäten und Fachbereichen oder Lehrstühlen geordnet wird. Das macht aber ebenso wenig Sinn, wie ein Branchenbuch nach Telefonnummern zu sortieren, statt nach den Stichworten, die der Kunde für eine erfolgreiche Suche braucht!"

Demzufolge nimmt das Kapitel mit den "Suchmatrixen" auch den meisten Platz in dem handlichen Ordner ein - es ist das Kernstück des vorliegenden Atlasses. Die Nutzer erhalten hier eine strukturierte Übersicht über das vorhandene Know-how, über Technologien und Verfahren, über Forschungs- und Dienstleistungsangebote. Eine detaillierte Anleitung, wie man die gewünschten Informationen und die Kompetenzträger im Institut anhand der Suchmatrixen schnell findet, wird dabei selbstverständlich mitgeliefert. Ausführliche Beschreibungen der einzelnen Fachgebiete und der technischen Ausstattung des Instituts sowie zahlreiche Projektbeispiele geben den Adressaten aus der Wirtschaft wertvolle Zusatzinformationen. Repräsentatives Bildmaterial und liebevoll gestaltete Details runden den KOMPETENZATLAS als Druckerzeugnis ab; eine Online-Version mit vielen interaktiven Features soll in den nächsten Wochen im Internet bereitstehen.

Weitere Informationen:
TU Ilmenau, Dr. Stephan Karmann, Tel. 03677/ 69-3400,
E-Mail: stephan.karmann@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen
29.05.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft
29.05.2017 | Universität Mannheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise