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Ein Blick in die Zukunft der Energie

18.05.2010
Universität Konstanz beteiligt sich an der Ausstellung „ENTDECKUNGEN 2010: Energie“ mit einem Panoptikum der Photovoltaik.

Der Weg von fossilen zu erneuerbaren Energien führt durch 18 Pavillons: Im Zentrum der Ausstellung „ENTDECKUNGEN 2010: Energie“ auf der Insel Mainau steht der zukunftsorientierte Blick auf eine der wichtigsten und zugleich eine der ungreifbarsten Ressourcen unseres Planeten: die Energie. Welche Energiequellen werden wir in Zukunft nutzen? Wie tragen Wissenschaft und Forschung zum nachhaltigen Umgang mit Energie bei? Und was versteht man unter einem „Sparkonto für Strom“?

Vom 20. Mai bis 29. August zeigen Aussteller aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in 18 Pavillons auf der Insel Mainau unterschiedlichste Perspektiven auf die Energieformen der Zukunft. Die Universität Konstanz beteiligt sich an „ENTDECKUNGEN 2010“ mit dem Thema Photovoltaik. Damit widmet sich die Universität einer regenerativen Energiequelle, die in Zeiten des Klimawandels und angesichts der Verknappung der verfügbaren Rohstoffe zunehmend an Relevanz gewinnt: „Wie kann eine zukünftige Energieversorgung aussehen?“, fragt Professor Dr. Giso Hahn, Leiter der Photovoltaik-Abteilung der Universität Konstanz: „Uns ist es wichtig, dass das Thema „regenerative Energien“ mit besonderem Augenmerk behandelt wird.“

Die universitäre Photovoltaik-Forschungsgruppe von Professor Dr. Giso Hahn arrangiert im Pavillon 5 auf der Insel Mainau ein Panoptikum der Nutzung von Sonnenenergie für die Stromerzeugung. Der Ausstellungsraum der Universität Konstanz erläutert die Funktionsweise und die Herstellung von Photovoltaik-Anlagen und verfolgt ihren Weg vom Quarzblock bis auf die Dächer unserer Häuser. Ferner analysieren die Wissenschaftler die Marktsituation und erläutern, wann sich die Anschaffung von Solar-Anlagen lohnt und warum die Photovoltaik ein zukünftiger Pfeiler der Stromversorgung sein wird.

„Welche Forschung muss geleistet werden, damit der Strom vom Hausdach nur noch genauso teuer ist wie der Strom, den ich aus der Steckdose beziehe?“, wirft Giso Hahn die Frage nach der künftigen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung der Photovoltaik auf und stellt damit insbesondere auch den ökonomischen Aspekt der Sonnenenergie in den Vordergrund.

Interaktives Glanzstück der universitären Photovoltaik-Ausstellung ist eine Sammlung an Kuriositäten, die vielleicht bald schon gar nicht mehr kurios, sondern ganz alltäglich sein könnten: Im Pavillon 5 wird eine solarbetriebene Magnetschwebebahn der Phywe Systeme GmbH & Co. KG ebenso zu sehen sein wie kleine Photovoltaik-Roboter, die selbstständig einer Lichtquelle folgen und sich gemäß der aktuellen Lichteinstrahlung ausrichten. Ein Solardach auf einer drehbaren Hütte wird anschaulich machen, wie viel Energie durch eine fachgerechte Ausrichtung von Solarzellen gewonnen werden kann. „ENTDECKUNGEN 2010: Energie“ ist als „Mitmach-Ausstellung“ konzipiert; die Exponate sind interaktiv und richten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche. Einige Ausstellungsstücke sind Leihgaben der SolarWorld AG, die das Wissenschaftsjahr 2010 auch an anderen Stellen aktiv begleitet.

„ENTDECKUNGEN“ ist eine dreijährige Ausstellungsreihe zum Thema des zukunftsorientierten und bewussten Umgangs mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Sie wird organisiert von der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee in Zusammenarbeit mit der Mainau GmbH. „ENTDECKUNGEN“, wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ist Teil des „Wissenschaftsjahres 2010: Die Zukunft der Energie“. Am 17. Juli 2010 ist die Ausstellung ein Veranstaltungsort der Konstanzer „Langen Nacht der Wissenschaft“.

Die feierliche Eröffnungsveranstaltung von „ENTDECKUNGEN 2010: Energie“ im Beisein der Schirmherrin Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, findet am Samstag, 22. Mai, ab 11 Uhr auf der Insel Mainau statt.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Internet unter: http://www.mainau-entdeckungen.de (mit der Möglichkeit einer virtuellen Entdeckungstour)

Kontakt:
Prof. Dr. Giso Hahn
Universität Konstanz
Fachbereich Physik / Photovoltaik-Abteilung
Universitätsstraße 10
78457 Konstanz
Telefon: 07531 / 88-3644
E-Mail: Giso.Hahn@uni-konstanz.de

Julia Wandt | idw
Weitere Informationen:
http://www.mainau-entdeckungen.de

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