Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Blick aufs Ganze

14.09.2012
Bioinformatiker der Universität Jena laden zu internationaler Konferenz ein (19.-22.9)

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, wusste schon der griechische Philosoph und Naturforscher Aristoteles und findet bis heute mit dieser Erkenntnis immer wieder Bestätigung.

„Seit einigen Jahren werden beispielsweise auch in der biologischen Forschung verstärkt Organismen als Ganzes in den Blick genommen“, sagt Prof. Dr. Stefan Schuster von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Neben der Entschlüsselung der Funktion einzelner Bausteine, wie Gene oder Proteine, steht das Zusammenwirken vieler Tausender Einzelprozesse mehr und mehr im Fokus der Forschung, erläutert der Inhaber des Lehrstuhls für Bioinformatik.

Um solch umfangreiche und komplexe Informationen erfassen und analysieren zu können, nutzen die Biologen Techniken und Methoden aus der Informatik. Über ihre aktuellen Forschungsergebnisse aus der Bioinformatik und dem neuen Gebiet der Systembiologie wollen sich Prof. Schuster und seine Kollegen der Uni Jena in der kommenden Woche mit Bioinformatikern aus ganz Deutschland und dem Ausland während der diesjährigen „German Conference on Bioinformatics“ austauschen. Rund 250 Teilnehmer werden dazu vom 19. bis 22. September an der Universität erwartet.

In insgesamt zwanzig Vorträgen stellen die Wissenschaftler aus elf Ländern eine breite Palette an Themen zur Diskussion. „Zusätzlich haben wir sechs renommierte internationale Referenten eingeladen“, ergänzt Prof. Dr. Sebastian Böcker von der Uni Jena, der neben seinem Fachkollegen Schuster die Konferenz federführend organisiert. So wird etwa Prof. Thomas Kirkwood von der University Newcastle, ein weltweit führender Altersforscher, über bioinformatische Analysen von Alterungsprozessen sprechen. Das Thema Altersforschung sei auch in Jena an Universität und außeruniversitären Forschungsinstitutionen stark verankert und bilde einen weiteren Schwerpunkt der Tagung. „Aber auch die algorithmische Bioinformatik wird stark vertreten sein“, kündigt Böcker an, „etwa durch einen eingeladenen Vortrag von Prof. Ruth Nussinov aus den USA“.

Die „German Conference on Bioinformatics“ findet jährlich an einer anderen deutschen Universität statt. Nach einer Vorläufertagung 1994 ist Jena in diesem Jahr zum zweiten Mal Austragungsort der wichtigsten deutschen Tagung der Bioinformatik. Als Hauptorganisator fungiert das „Jena Centre for Bioinformatics“ (JCB), an dem neben der Universität auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt sind.

Die „German Conference on Bioinformatics“ findet vom 20. bis 22. September im Campusgebäude (Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena) statt. Bereits am 19. September stehen für die Tagungsteilnehmer verschiedene Workshops auf dem Programm, die am Beutenberg-Campus stattfinden. Das Tagungs- und Workshop-Programm sowie weiterführende Informationen sind zu finden unter: http://www.gcb2012-jena.de.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Schuster, Prof. Dr. Sebastian Böcker
Jena Centre for Bioinformatics (JCB)
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949580, 03641 / 946451
E-Mail: stefan.schu[at]uni-jena.de, sebastian.boecker[at]uni-jena.de

Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften