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Unsere Blaue Zukunft - Das Konsortium Deutsche Meeresforschung informiert Europa-Politiker

24.01.2012
Das Meer – eine Quelle für Rohstoffe, Energie und Nahrung. Um es gleichzeitig nachhaltig zu nutzen und zu schützen, müssen wir es besser verstehen.

Zu diesem Thema findet unter Mitwirkung des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) eine Sondersitzung der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) am 24.1.2012 in Brüssel statt. KDM präsentiert dazu vom 24. bis 27.1.2012 eine Ausstellung im Europäischen Parlament, die zusammen mit den Teilnehmern der NWMK, Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Vertretern der Europäischen Kommission eröffnet wird. Gastredner ist der Erfolgsautor Frank Schätzing (Der Schwarm).

Norddeutsche Wissenschaftsminister tagen erstmals in Brüssel

Die Sondersitzung der NWMK ist ein Beitrag Norddeutschlands zu den Beratungen um die Meeres- und Maritime Forschung im Horizon2020 Programm sowie den Förderthemen des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie. Sie weist auf die Bedeutung der Ozeane für unsere Zukunft hin und verdeutlicht, dass Deutschland bei ihrer Erforschung eine tragende Rolle spielt. KDM bündelt wissenschaftliche und technische Kompetenzen Deutschlands im Bereich der Meeresforschung – betont aber auch deren Interessen.

Zu ihrer ersten Sitzung in Brüssel warten die Wissenschaftsminister und –senatorinnen Schleswig-Holsteins, Hamburgs, Bremens, Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns am 24. Januar 2012 mit umfangreicher Kompetenz auf. Die Landesvertreter werden Gespräche mit Entscheidungsträger auf EU-Ebene führen mit dem Ziel, die Meeres- und maritime Forschung in Horizon2020 auf strategischer Ebene zu verankern und „Ressourcen aus dem Meer“ als Thema auf der Förderliste des Europäischen Technologieinstituts zu platzieren.

Frank Schätzing eröffnet Ausstellung „Unsere Blaue Zukunft“

Am Abend lädt KDM zu einem Empfang mit Gastredner und Erfolgsautor Frank Schätzing in die Ausstellung „Unsere Blaue Zukunft“ im Europäischen Parlament ein. Die Ausstellung präsentiert den Beitrag der Meeresforschung zur Gestaltung des künftigen Umgangs der Menschen mit dem Meer: Mit entsprechender Forschung könnten Wissenschaftler Wirkstoffe aus dem Meer gewinnen, die bei der Bekämpfung von Krebs oder Infektionskrankheiten helfen. Auch für die Industrie wichtige Rohstoffe wie Kupfer und Zink, Silber und Gold, Indium, Gallium oder Germanium sind am Meeresboden zu finden. Wissenschaftler zeigen auf, wie sich diese Elemente, aber auch marine Öl- und Gasvorkommen nachhaltig nutzen lassen bzw. welche Problematiken mit diesen Tätigkeitsfeldern verknüpft sind. Auch die Fischereipolitik profitiert vom Wissen der Forscher, die Grundlagen für einen umweltverträglicheren und zugleich ertragreicheren Fischfang formuliert haben. Weil Stürme und Fluten infolge des Klimawandels Küstengebiete bedrohen, gilt es, auf der Basis von wissenschaftlichen Analysen effektive und sinnvolle Sicherheitsmaßnamen zu ergreifen. Die KDM Ausstellung ist um eine mehr als 50 Quadratmeter große begehbare Karte des europäischen Seegebiets arrangiert und zeigt neben Texten, Filmen und Fotos den Brüsseler Politikern die wichtigsten technischen Geräte und deren Funktion im Diorama eines Tiefsee-Observatoriums.

Hintergrundinformation:
Deutschland ist der größte und am breitesten aufgestellte Meeresforschungsstandort in Europa. Mit ca. 5000 Mitarbeitern in fast 200 Forschungsinstitutionen, ist die deutsche Meeresforschung von herausragender struktureller Bedeutung für die norddeutschen Küstenländer.

Das Konsortium Deutsche Meeresforschung versteht sich als nationale Vertretung der deutschen Meeresforschungsinstitutionen. KDM ist ein eingetragener Verein mit allen großen Forschungsinstituten und Einrichtungen von Universitäten auf den Gebieten der Meeres-, Polar- oder Küstenforschung. Arbeitsschwerpunkte sind

- die Förderung der Wissenschaft und Forschung, insbesondere aller Belange der deutschen Meeresforschung einschließlich der meereswissenschaftlichen Polarforschung sowie der Küstenforschung,
- die Intensivierung der verbindlichen Kooperation der beteiligten Institutionen und die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprogramme,
- die Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der deutschen, europäischen und internationalen Meeresforschung hinsichtlich der verbindlichen Koordination, Planung und Ausrichtung der Forschungsprogramme - insbesondere bei Planung, Betrieb und Nutzung großer Infrastruktur

- die Interessen der Meeresforschung gegenüber nationalen Entscheidungsträgern und der Europäischen Union sowie gegenüber der Öffentlichkeit einheitlich und gemeinsam zu vertreten.

Albert Gerdes | idw
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-meeresforschung.de

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