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Biomedizinische Technik mit hohem Innovationspotential für Patienten

08.10.2010
Deutschlands Forschung im Bereich der Biomedizinischen Technik nimmt weltweit eine Spitzenposition ein. Wie eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) zeigt, sehen die befragten Mediziner, Ingenieure und Naturwissenschaftler die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung insgesamt als gut an.

Biomedizinische Technik ist für die Entwicklung neuester Medizinprodukte für Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation heute unverzichtbar. Doch die gute Stimmung wird getrübt, denn der Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse in die klinische Anwendung und damit zum Patienten ist in Deutschland schwierig. Auch die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie bewerten die Experten als nicht optimal.

Weiterhin sehen sie den drohenden Fachkräftemangel in der Forschung zunehmend als Problem an. Ein großer Teil der Befragten beurteilt die Verfügbarkeit entsprechend hoch qualifizierter Fachkräfte als nicht ausreichend. Internationale Forschungskooperationen erachten sie deshalb als sehr wichtig, um in ausreichendem Maße auf das Know-how ausländischer Experten zurückgreifen zu können. Positiv beurteilen die Befragten die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachrichtungen, vor allem zwischen Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Ärzten. Auch mit der Forschungs- und Technologieförderung sowie mit den Rahmenbedingungen an den Universitäten und Forschungseinrichtungen sind die Forscherinnen und Forscher überwiegend zufrieden.

Für die Umfrage "Rahmenbedingungen der Forschung in der Biomedizinischen Technik in Deutschland" wurden über 700 Teilnehmer - Mediziner, Ingenieure und Naturwissenschaftler - der Tagung "BMT 2010" befragt. Die kompletten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden in einer Studie Ende 2010 veröffentlicht.

BMT 2010 - Tagung der Biomedizinischen Technik in Rostock Vom 5. bis 8. Oktober 2010 treffen sich führende Experten der Biomedizinischen Technik aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Tagung BMT 2010 (BMT: Biomedizinische Technik) in Rostock-Warnemünde. In mehr als 600 Vortrags- und Posterbeiträgen greifen sie eine große Bandbreite an Forschungs- und Entwicklungsthemen in insgesamt 19 wissenschaftlichen Tracks auf. Eine immer stärkere Rolle spielt dabei die Verknüpfung der Medizintechnik mit Molekular- und Zellbiologie, mit Mikro- und Nanotechnologie sowie mit der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die BMT 2010 ist die 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) und mit knapp 800 Teilnehmern die größte deutschsprachige Medizintechnikkonferenz. In diesem Jahr findet die Veranstaltung zudem als Drei-Länder-Tagung gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (ÖGBMT) und der Schweizerischen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (SGBT) statt. Gastgeber ist das Institut für Biomedizinische Technik der Universität Rostock, Mitveranstalter ist das Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e. V.

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com
http://www.bmt2010.de

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