Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biokatalyse als Schlüsseltechnologie in der Chemikalienherstellung

14.12.2012
Symposium des Centrums für Biotechnologie der Universität Bielefeld

In biotechnologischen Prozessen, wie dem Backen von Brot, werden Enzyme bereits als „Katalysatoren der Natur“ eingesetzt. Biokatalyse ist Teil unseres Alltags – und stellt zugleich eine immer bedeutsamer werdende Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie dar.

Sie macht diese Prozesse nicht nur effizienter, sondern spart auch Energie und verursacht weniger Abfall. Ergebnisse und Ausblicke dieses Forschungsgebiets sind auch Thema des siebten Symposiums des Bielefelder Centrums für Biotechnologie (CeBiTec).

Rund 100 internationale Expertinnen und Experten sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Industrie werden anreisen, wenn am Montag, dem 17. Dezember, das Symposium im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld eröffnet wird. Die Konferenz endet am 19. Dezember. Tagungssprache ist Englisch.

Das Symposium steht unter dem Titel „Bio-integrierte organische Synthese in der industriellen Anwendung“. Es wird organisiert von den Bielefelder Professoren Dr. Harald Gröger, Dr. Norbert Sewald und Dr. Volker F. Wendisch. Die Konferenz behandelt herausragende Leistungen und aktuelle Herausforderungen in der Entwicklung industrieller Prozesse für die effiziente und umweltfreundliche Herstellung von Chemikalien mithilfe von Enzymen. Auch der Beitrag von Bio-integrierten organischen Synthesen bei der Umstellung der Rohstoffbasis und der Herstellungsverfahren auf nachhaltige Prozesse wird diskutiert.

Das Themenspektrum des Symposiums reicht dabei von der Grundlagenforschung bis in die industrielle Anwendung. Die Referentinnen und Referenten kommen aus den USA, Japan, der Schweiz, Dänemark, Österreich und Großbritannien. Neben Vertretern wissenschaftlicher Einrichtungen berichten auch Forscher aus der Industrie zum Beispiel von BASF, Codexis, DSM, Evonik Industries, Novozymes, Sandoz und Sigma-Aldrich über ihre Arbeiten und industrielle Erfolge bei der Entwicklung biotechnologischer Verfahren.

„Hierbei wird ebenfalls die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit als wesentliches Erfolgskriterium sichtbar“, betonen die Organisatoren und ergänzen: „Auch an der Universität Bielefeld werden die komplementären Kompetenzen aus Biologie und Chemie zunehmend gebündelt mit dem Ziel, neuartige Biokatalyse-Verfahren mit Anwendungsperspektive zu entwickeln.“ Neben den Vorträgen soll die Tagung zudem Raum für den wissenschaftlichen Gedankenaustausch bieten und die zukünftige Nutzung von Enzymen als Biokatalysatoren in der chemischen Industrie unterstützen.

Kontakt:
Prof. Dr. Harald Gröger, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Chemie
Telefon: 0521 106-2057
Prof. Dr. Norbert Sewald, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Chemie
Telefon: 0521 106-2051
Prof. Dr. Volker F. Wendisch, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Biologie
Telefon: 0521 106-5611
E-Mail: orgsynth2012@cebitec.uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.cebitec.uni-bielefeld.de/content/view/209/88

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen