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Bilanzregeln des IASB stoßen auf Kritik

31.07.2009
10. Handelsblatt Jahrestagung „Konzernrechnungswesen 2009.“
24. und 25. September 2009, Bergisch Gladbach
Banken und Versicherungen befürchten eine Verschärfung der Bilanzregeln. Nach einem Entwurf des International Accounting Standard Board (IASB) soll es künftig nur noch zwei Bewertungskategorien geben, nach denen Vermögenswerte regelmäßig zum aktuellen Marktwert bilanziert werden müssen.

Kritiker befürchten, dass es nun zu mehr Wertberichtigungen kommen werde. Eine Stellungnahme zu der aktuellen Debatte liefert Phillipe Danjou (IASB London) auf der 10. Handelsblatt Konferenz „Konzernrechnungswesen 2009“ am 24. und 25. September 2009 in Bergisch Gladbach. Schwerpunkte des Jahrestreffs sind Änderungen in der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, Rechnungslegung in der Finanz- und Wirtschaftskrise, Impairment-Tests in Krisenzeiten sowie bilanzielle Möglichkeiten zur Erhöhung des Konzernergebnisses.

Das vollständige Programm zur Jahrestagung ist im Internet abrufbar unter: www.konferenz.de/inno-krw09

Rechnungslegung in der Finanzkrise
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Konzern-Abschluss nach IFRS schildert Liesel Knorr (Deutscher Standardisierungsrat). Neben der Bewertung von Finanzinstrumenten geht sie auch auf Restrukturierungsmaßnahmen und Risiko- und Prognoseberichterstattung ein. Im anschließenden Panel diskutieren Dr. Arno Probst (BDO Deutsche Warentreuhand AG), Dr. h. c. Axel Berger (Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V.), Philippe Danjou, Dr. Christoph Ernst (Bundesministerium der Justiz), MdEP Dr. Werner Langen (Europäisches Parlament) und Dr. Reiner Meisinger (HypoVereinsbank AG) über Sondervorschriften für Banken, die HGB-Reform sowie die IFRS-Standards. Der Vorsitzende der Jahrestagung Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking (Goethe-Universität Frankfurt/Main) schildert in seinem Vortrag das Verhältnis von IFRS und BilMoG und beleuchtet den Gläubigerschutz und die Informationsfunktion.

Wertberichtigungen oft unvermeidbar
Bei einigen Unternehmen dürften Wertberichtigungen unvermeidbar sein, da die Ertragserwartungen durch die Krise stark zurückgegangen sind. Unternehmen sind verpflichtet, mindestens einmal jährlich materielle und immaterielle Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit prüfen. Die Regelung der internationalen Rechnungslegung soll Überbewertungen bilanzierter Vermögenswerte verhindern. Karl Gadesmann (Volkswagen AG) referiert über Grundlagen, Ziele und mögliche Problemfelder von Impairment-Tests in der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Über bilanzielle Möglichkeiten zur Erhöhung des Konzernergebnisses spricht Prof. Dr. Dr. h. c. Jörg Baetge (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) am zweiten Konferenztag. Schwerpunkte seines Vortrages sind Ermessensspielräume im IFRS-Abschluss, Fair Value-Bewertung nach dem mark-to-model sowie Erstansatz und Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Ansprechpartnerin:
Julia Batzing
Pressereferentin
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