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Big Data, big challenge

18.03.2015

90 Studierende nehmen am Daten-Wettbewerb „DataFest Germany“ vom 20.-22. März an der Universität Mannheim teil / Datensatz bleibt bis Freitag geheim

Je größer die Datenmenge, desto komplexer die Interpretation: An diesem Wochenende stellen sich rund 90 Studierende aus ganz Deutschland der Herausforderung, innerhalb von 48 Stunden aus einem umfangreichen Datensatz die besten Erkenntnisse zu gewinnen und zu visualisieren.

Gastgeber dieses ersten DataFests in Deutschland ist der Lehrstuhl für Statistik und sozialwissenschaftliche Methodenlehre der Universität Mannheim in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Statistik der LMU München, der Aachener Consulting Firma P3 group und der American Statistical Association (ASA).

Welchen Datensatz Prof. Dr. Frauke Kreuter vom Institut für Statistik und Dr. Christof Horn von der P3 group ausgewählt haben, bleibt bis zum Auftakt der Veranstaltung geheim. Bisherige DataFeste in den USA geben jedoch einen spannenden Vorgeschmack: Dort bestand die Herausforderung für die Studierenden beispielsweise darin, sich eigene Kriterien zu überlegen, nach denen sie den gewaltigen Datensatz des Police Departments von Los Angeles analysieren würden, um zu neuen Erkenntnissen über die Kriminalität in der Metropole zu gelangen. Bei einem anderen DataFest nahmen die Studierenden die Daten einer Online-Single-Börse unter die Lupe und konnten interessante Schlüsse über das Dating-Verhalten im Internet gewinnen.

„Datenmassen zu sammeln ist schon längst nicht mehr schwer, sie auszuwerten hingegen ist eine Kunst“, sagt Dr. Christof Horn von P3. „Um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, müssen die Studierenden ihre Teamfähigkeit, ihre Kreativität und ihre praktische Analysefähigkeit unter Beweis stellen“, ergänzt Prof. Dr. Kreuter. Wie gut dies den Teilnehmern gelingt, wird sich am Sonntagmittag herausstellen. Dann nämlich präsentiert jedes Team seine Erkenntnisse und Visualisierungen einer kritischen Jury aus renommierten Daten-Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Anschluss verleiht die Jury Preise in den Kategorien „Best insight“, „Best visualization“ und „Best use of outside data“.

In den USA gehört das DataFest™ längst zum festen Angebot der American Statistical Association. Das erste DataFest der Welt fand 2011 an der University of California statt; viele andere Hochschulen, zum Beispiel die Duke University in North Carolina, griffen die Idee und das Konzept anschließend auf. Auch die Universität Mannheim kooperiert bei der Ausrichtung des ersten DataFestes Germany mit der ASA. Darüber hinaus wird die Veranstaltung vom Förderverein der Studierenden der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim, von der Initiative Open Data Rhein Neckar sowie vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften GESIS und dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung IAB unterstützt. Auch zahlreiche Wirtschaftsunternehmen stehen Pate, darunter Bosch, Ipsos, Infas 360, SAP und TOMTOM.

Das DataFest Germany wird künftig jährlich stattfinden, abwechselnd in Mannheim und München. Es wird flankiert von Aktivitäten beider Universitäten im Bereich Data Science. So ist in Mannheim kürzlich ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Kooperationsprojekt zur Einrichtung eines weiterbildenden internationalen Online-Studiums zu statistischen Methoden (IPSM) angelaufen und an der LMU wird derzeit ein regulärer Masterstudiengang in „Data Science“ vorbereitet.

Kontakt:
Karin Frößinger
Projekt IPSM
Professur für Statistik und sozialwissenschaftliche Methodenlehre
Universität Mannheim
68131 Mannheim
Phone: +49-621-181-3771
E-Mail: froessinger@uni-mannheim.de

Weitere Informationen:

http://sswml.uni-mannheim.de/Teaching/DataFest%20Germany/
http://www.amstat.org/education/datafest/
http://sswml.uni-mannheim.de/Research/Professional%20Studies%20in%20Survey%20Pra...

Katja Bär | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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