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Betonbau für die Zukunft

04.03.2015

Experten diskutieren an der HTWK Leipzig über Innovationen und Anwendungsgebiete

In fast allen neuen Bauwerken findet sich Beton – und auch an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geht es am 19. März 2015 um diesen wichtigen Baustoff: Die 11. Tagung Betonbauteile befasst sich mit dem Thema „Betonbau für die Zukunft“.


Gut gerüstet für die 11. Tagung Betonbauteile an der HTWK Leipzig: Prof. Klaus Holschemacher (rechts) und Ingenieur Philipp Löber sind die Gastgeber des Expertentreffs an der Leipziger Hochschule.

Reinhard Franke / HTWK Leipzig

Erwartet werden rund 200 Teilnehmer. Anmeldungen zur Tagung im Audimax der Hochschule (Geutebrück-Bau, Raum G329; Karl-Liebknecht-Straße 132, 04277 Leipzig) sind noch bis 10. März 2015 möglich.

Neben Hintergründen und Umsetzung der Eurocodes werden baustoffliche Innovationen sowie neue Anforderungen an die Planung und Ausführung von Betonbauteilen thematisiert. Erstmals stehen die Themen „Building Information Modeling“ (BIM) und „Nachhaltiges Bauen“ auf der Agenda.

„Im Hinblick auf Ressourcenschonung ist es notwendig, Bauwerke ganzheitlich zu betrachten – von der Erstellung über die Nutzung bis zum Rückbau“, erklärt Prof. Klaus Holschemacher, der als Dekan der Fakultät Bauwesen zugleich der Gastgeber des Branchentreffs ist. Beim BIM geht es um eine solche Betrachtung: Hierbei werden alle relevanten Gebäudedaten u. a. aus Zeichnung, Bemessung, Kostenkalkulation sowie Massenermittlungen erfasst, kombiniert und vernetzt. „Das führt zu einer qualitativ hochwertigen Planung und letztlich zu Kostenreduzierungen bei der Errichtung und Nutzung des Bauwerks“, so Holschemacher.

In drei Themenschwerpunkten nähern sich die Experten unterschiedlichen Aspekten. Im ersten Teil stehen Praxisfragen zu den Eurocodes 1 und 2 auf der Agenda. „Künftig rücken verstärkt Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen in den Mittelpunkt des Baugeschehens“, erläutert der HTWK-Professor.

Völlig neue Anwendungsgebiete der Betonbauweise ermöglichen Infraleichtbeton und dehnungsverfestigender Faserbeton. Diese baustofflichen Innovationen stehen im Mittelpunkt des zweiten Themenkomplexes, bevor abschließend spezielle Anwendungen wie Industriefußböden und dichte Behälter für die Landwirtschaft besprochen werden. Zwei Vorträge drehen sich um neue Planungsanforderungen und -werkzeuge, die in der Baupraxis immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die Tagung wird gemeinsam mit der BetonMarketing Nordost, Gesellschaft für Bauberatung und Marktförderung mbH und dem Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Sachsen/Thüringen durchgeführt.

Reinhard Franke | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

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