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Berlin und die Folgen von Hitzestress

06.06.2012
DFG-Forschergruppe untersucht den Klimawandel in der Hauptstadt / Einladung zur Auftaktveranstaltung am 12. Juni 2012

Wie sich der Klimawandel auswirkt, untersuchen Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Ingenieure, Bauphysiker, Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner sowie Politik- und Sozialwissenschaftler am Beispiel von Berlin.

Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten der Forschergruppe „Urban Climate and Heat Stress in mid-latitude cities in view of climate change“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, stehen die Risiken zunehmender Wärmebelastung für den Menschen sowie verschiedene Minderungs- und Anpassungsmöglichkeiten.

Zur Auftaktveranstaltung der DFG-Forschergruppe möchten wir Sie herzlich einladen.
Zeit: am Dienstag, dem 12. Juni 2012, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Rothenburgstraße 12, 12165 Berlin, Hörsaal AB 09

Ein Phänomen ist der Hitzestress in Städten mittlerer Breite. Die DFG-Forschergruppe unter Leitung von TU-Professor Dieter Scherer wird die damit verbundenen komplexen wissenschaftlichen Fragen aufgreifen und analysieren. Hitzestressrisiken werden anhand verfügbarer Beobachtungsdaten insbesondere für spezifisch gefährdete Gruppen bei älteren Personen und Krankenhauspatienten untersucht.

Im Gegensatz zu subtropischen Städten ist die Gebäudeklimatisierung in Berlin noch nicht weit verbreitet, sodass Hitzestressrisiken derzeit noch eng an die urbanen Wetter- und Klimabedingungen gekoppelt sind. Demografische und ökonomische Entwicklungen werden zusammen mit städtischen Klimaänderungen jedoch dazu führen, dass zunehmend mehr Anlagen zur Gebäudeklimatisierung installiert werden, sofern keine anderen Optionen verfügbar und bezahlbar sind, um die Hitzestressgefahren zu senken. Maßnahmen, die die Hitzestressrisiken reduzieren, werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit quantifiziert. Um die Maßnahmen umsetzen zu können, sind vertiefte Kenntnisse erforderlich, insbesondere von Akteuren, die die Stadtentwicklung beeinflussen. Werden sie nicht berücksichtigt, besteht die Gefahr, dass die Umsetzung der Maßnahmen verhindert wird – selbst wenn sie wirksam und effizient wären.

Zur DFG-Forschergruppe gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin, der FU Berlin, der HU Berlin, der Charité, der Universität der Künste Berlin und des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung. Die DFG fördert die Forschergruppe in den kommenden drei Jahren mit 3,4 Millionen Euro.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Fred Meier, Fachgebiet Klimatologie am Institut für Ökologie der TU Berlin, Rothenburgstraße 12, 12165 Berlin, Tel.: 314-71496, E-Mail: fred.meier@tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de

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