Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorhersagbarkeit von Dürre und Überschwemmungen

27.11.2007
Der Monsun Westafrikas und seine Folgen
Internationale Konferenz im Forschungszentrum Karlsruhe vom 26. bis 30. November

Ziel des internationalen Forschungsvorhabens AMMA ist ein besseres Verständnis des Monsuns und seiner Vorhersagbarkeit. Die im Projekt erzielten Ergebnisse der regionalen Klimamodellierung zeichnen ein beunruhigendes Bild: In Westafrika ist mit einer Verknappung der Wasserressourcen zu rechnen.

Andererseits werden Fortschritte bei der Vorhersagbarkeit des Monsuns und der Klimaentwicklung künftig verbesserte Schutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien erlauben.

Die Menschen südlich der Sahara sind auf die jahreszeitlichen Monsun-Regenfälle besonders im Hinblick auf ihre Ernährungs- und Existenzsicherung angewiesen. Die Regenfälle weisen eine im weltweiten Vergleich extrem hohe, weitgehend natürliche Schwankungsbreite auf. Besonders deutlich wurde dies durch die lang anhaltende Trockenheit in der Sahelzone südlich der Sahara in den 1970er und 1980er Jahren, die Millionen von Menschen betraf. Zu dieser für die Monsunregionen der Erde typischen Unzuverlässigkeit der Niederschläge kommt nun die vom Menschen verursachte, zunehmend beschleunigte Klimaänderung hinzu.

... mehr zu:
»AMMA »Luft- und Raumfahrt

Deutsche Forscher beteiligten sich im Sommer 2006 zu Land, zur See und in der Luft maßgeblich an einer Intensivmesskampagne in Westafrika im Rahmen des großen internationalen Forschungsvorhabens AMMA (Afrikanische Monsun Multidisziplinäre Analyse). Ziel von AMMA ist ein besseres Verständnis des Monsuns und die Verbesserung der Vorhersagbarkeit mit Modellen, um gezielte Vorsorgemaßnahmen für die Trinkwasserversorgung, den Ackerbau und das Gesundheitswesen zu ermöglichen.

Regionale Klimamodelle, die im Rahmen von AMMA erstellt wurden, zeichnen ein beunruhigendes Bild: Klimaänderungen und Änderungen in der Landnutzung werden zu einer Verknappung der Wasserressourcen und der Ernährungssicherheit für Westafrika führen. Andererseits erlauben die erzielten Fortschritte der Vorhersage des Monsuns und der Klimaentwicklung verbesserte Schutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien.

Das Forschungsvorhaben AMMA wird von 140 Institutionen aus 25 Ländern getragen. Aus Deutschland sind beteiligt: das Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität Köln, das Meteorologische Institut der Universität Bonn, das Institut für Umweltphysik der Universität Bremen, das Institut für Atmosphärische Physik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Oberpfaffenhofen, der Deutsche Wetterdienst, Offenbach, das Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Forschungszentrums und der Universität Karlsruhe, das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, das Institut für Atmosphärische Physik der Universität Mainz, das Meteorologische Institut der Universität München, das Institut für Geographie der Universität Würzburg und das Zentrum für Entwicklungsforschung, Bonn.

Bei der Konferenz im Forschungszentrum Karlsruhe werden mehr als 400 Teilnehmer, darunter viele aus den betroffenen Ländern, die neuesten Ergebnisse ihrer Arbeiten vorstellen und die Zusammenarbeit für die nächsten Jahre planen.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen von AMMA finden Sie im Internet: http://www.amma-international.org

http://www.amma-germany.de/doku.php

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro. Im KIT bündeln beide Partner ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, richten die dafür optimalen Forschungsstrukturen ein und entwickeln gemeinsame Strategien und Visionen.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | KIT
Weitere Informationen:
http://www.amma-international.org
http://www.amma-germany.de/doku.php

Weitere Berichte zu: AMMA Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise