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Barrierefreiheit 2.0 - ungehinderter Zugang zu Informationen

07.11.2007
Das Internet ist fundamentaler Bestandteil in nahezu jedem unserer Lebensbereiche: E-Mails schreiben, Bankgeschäfte erledigen, Reisen buchen und einkaufen - alles kann online erledigt werden. Menschen mit Behinderung ist die uneingeschränkte Nutzung dieses Mediums jedoch oftmals verwehrt.

Barrierefreiheit ist deshalb ein wichtiges Thema für Internetnutzer, Webdesigner und Webseitenanbieter. Das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. veranstaltet am 4. Dezember in Darmstadt den 7. Kongress zum Thema Barrierefreiheit im Internet. Für seine Seminare und Workshops auf diesem Gebiet erhielt das ZGDV im Rahmen des Wettbewerbs "Weiterbildung Innovativ 2007" bereits eine Auszeichnung.

In einer modernen Wissensgesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass allen Menschen ein ungehinderter Zugang zu allen Informationen gewährleistet wird, unabhängig von körperlichen oder technischen Einschränkungen. Menschen mit Behinderungen sind hier häufig benachteiligt. Um das Internet barrierefrei zu gestalten, müssen Webseitenanbieter eine lange Reihe von Bedingungen erfüllen. Beispielsweise benötigen blinde Menschen gut strukturierte Texte, um Webseiten mit Hilfe spezieller Software lesen zu können. Sehschwache, insbesondere ältere Menschen, sollten die Schrift im Browser skalieren können und Nutzer mit einer Rot-Grün-Schwäche brauchen starke Kontraste.

Mit zahlreichen Workshops und Seminaren hat das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung mittlerweile auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Dafür erhielt es den zweiten Platz im Wettbewerb "Weiterbildung Innovativ 2007", der von der Initiative Weiterbildung Hessen e.V. veranstaltet wurde. Die Auszeichnung sowie ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro überreichte der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel am 23. Oktober 2007 in Frankfurt am Main. Bisher wurde rund 325 Teilnehmern, vorwiegend aus Behörden, Hochschulen und Unternehmen, das Wissen vermittelt, wie sie ihre Internetauftritte barrierefrei gestalten können.

Aufgrund der enormen positiven Resonanz veranstaltet das ZGDV am 4. Dezember den 7. Kongress "Barrierefreiheit 2.0 - eine Zukunftsaufgabe".

Experten aus der Wirtschaft halten zahlreiche interessante Vorträge, in denen sie den Teilnehmern die Thematik näher bringen. Jan Erich Hellbusch stellt beispielsweise dynamische Webapplikationen im Praxistest vor. Anna Courtpozanis von WEB for ALL zeigt Barrieren für blinde Menschen im Web 2.0 auf. Markus Erle vom Wertewerk Barrierefreies Kommunikationsdesign und Cordula Eder von i n b u t - integrative Beratung und Unterstützung präsentieren "on-line-on.eu, eine Lernplattform in einfacher Sprache" für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

7. Kongress "Barrierefreiheit 2.0 - eine Zukunftsaufgabe"

Termin: 4. Dezember 2007 von 9.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Ort: Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V.
Rundeturmstraße 10, 64283 Darmstadt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 340 Euro. Für Mitarbeiter von Hochschulen und Behörden gilt eine reduzierte Gebühr von 250 Euro, Studenten zahlen 120 Euro. Bei Anmeldung bis zum 23. November wird ein Frühbucherrabatt von 10 Prozent gewährt. Für Journalisten mit Presseausweis ist die Teilnahme kostenlos, eine Anmeldung ist aber erwünscht.

Das ausführliche Programm, ein elektronisches Anmeldeformular sowie weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.zgdv.de.

Ansprechpartner:
Hugo Kopanitsak
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V.
Tel.: 06151 - 155 160
E-Mail: awf@zgdv.de
Kurzprofil ZGDV:
Das ZGDV, Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V., wurde 1984 als europäische Plattform zur Förderung der Forschung, Entwicklung und Schulung auf dem Gebiet der graphischen Datenverarbeitung und ihrer Anwendungen gegründet. In Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt, der Universität Rostock, seinen Mitgliedern und Spin-offs, sowie dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung fördert das ZGDV die graphische Datenverarbeitung in Forschung und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung der Anwendungsbezogenheit. Als Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und unternehmerischer Praxis trägt das ZGDV in besonderem Maße dem Technologietransfer zwischen Hochschulen und Industrie Rechnung. Der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Industrie, Wirtschaft und Forschung erfolgt in erster Linie in Seminaren und Workshops sowie industriellen Forschungsprojekten. Das ZGDV ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Darmstadt. Seit Jahre 1990 ist das ZGDV Rostock ein zweites Standbein. Das Centro de Computação Gráfica in Portugal wurde 1993 ins Leben gerufen. Die ZGDV-Mitglieder sind Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen mit einem besonderen Interesse an der graphischen Datenverarbeitung und ihren Anwendungen.

Das ZGDV ist Gründungsmitglied im INI-GraphicsNet, dem "International Network of Institutions for advanced educat-ion, training and R&D in Computer Graphics technology, systems and applications". Das INI-GraphicsNet mit seinen Standorten Darmstadt (Hauptsitz), Rostock, Guimarães und Coimbra (Portugal), Providence und Omaha (USA), San Sebastian (Spanien), Seoul (Süd-Korea), Singapur und Trento (Italien) ist eines der weltweit größten und leistungsfähigsten Forschungsnetzwerke im Bereich der graphischen Datenver-arbeitung. Die insgesamt mehr als 350 Mitarbeiter und rund 550 studentischen Hilfskräfte des Netzwerks erarbeiteten im Jahr 2006 ein Budget von über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgdv.de

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