Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leopoldina-Symposium zu Infektionskrankheiten in Neu Delhi im November 2007

01.11.2007
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina richtet vom 22. bis 25. November 2007 gemeinsam mit der Indischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Symposium zu Infektionskrankheiten und Molekularer Medizin in Neu Delhi aus.

Ein Hauptproblem der Medizin stellen nach wie vor Infektionskrankheiten dar. Weltweit sind etwa 30 Prozent aller Todesfälle auf Infektionen zurückzuführen. Dabei spielen vor allem hochresistente Erreger eine Rolle. Während in tropischen Ländern die Malaria große Bedeutung hat, sind es in Industrieländern vor allem Krankenhaus-assoziierte, nosokomiale Infektionen.

Aber auch Tuberkulose und HIV-Infektionen stellen ein zunehmendes Problem dar. Vor diesem Hintergrund greifen die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die Indische Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bei ihrem ersten gemeinsamen Symposium vom 22. bis 25. November 2007 in Neu Delhi das hochaktuelle Thema der Therapie-resistenten Infektionserreger und der Entwicklung neuer Antibiotika auf.

Vier thematische Schwerpunkte zum Thema "Antimikrobielle Resistenz und die Entwicklung neuer Antibiotika" werden behandelt. Zunächst werden molekulare Mechanismen der Krankheitsentstehung durch Infektionserreger diskutiert. In einem zweiten Schwerpunkt werden Resistenzmechanismen und die Übertragung von Resistenzdeterminanten beleuchtet. Darüber hinaus wird es darum gehen, die Entwicklung neuer antimikrobieller Substanzen zu bewerten und praktische Anwendungen zu diskutieren.

... mehr zu:
»Academy »Infektionskrankheit

Das Symposium wurde von Professor Seyed E. Hasnain, dem Vizekanzler der Universität Hyderabad, Mitglied des Präsidiums der Indian National Science Academy und Mitglied der Leopoldina, gemeinsam mit dem Vizekanzler der Nehru-Universität Neu Delhi, Dr. Rajendra Prasad, sowie dem Präsidenten der Leopoldina, Prof. Dr. Volker ter Meulen (Würzburg), und dem Senator für Mikrobiologie der Leopoldina, Prof. Dr. Jörg Hacker (Würzburg), vorbereitet. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft organisiert. Zur Eröffnung werden der Deutsche Botschafter in Indien, Bernd Mützelburg, sowie der Indische Minister für Wissenschaft und Bildung, Kapil Sibal, erwartet. Auch der Präsident der Leopoldina wird ein Grußwort sprechen. An der Veranstaltung werden junge Wissenschaftler aus Deutschland und Indien teilnehmen, um im Rahmen eines eigenen Programmteils ihre Daten in Form von Kurzvorträgen und Postern vorzustellen. Darüber hinaus ist ein Rundtisch-Gespräch zur Entwicklung der Deutsch-Indischen Wissenschaftsbeziehungen geplant.

Veranstaltungsort:
International National Science Academy (INSA),
Bahadur Shah Zafar Marg, New Delhi - 110012 / India
Das vollständige Programm ist im Internet abrufbar unter:
http://www.infektionsforschung.uni-wuerzburg.de/events oder http://www.leopoldina-halle.de/cms/de/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/article/55/antimicrobia.html

Die Leopoldina dankt der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen und dem Indo-German Liaison Office in Würzburg für die Unterstützung des Symposiums.

Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.

Der Leopoldina gehören zurzeit 1 250 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 33 Mitglieder der Leopoldina.

Prof.Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug | idw
Weitere Informationen:
http://www.infektionsforschung.uni-wuerzburg.de/events

Weitere Berichte zu: Academy Infektionskrankheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie