Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Teufelskreis von Herzinfarkt und Depression: Jahreskongress Psychotherapie findet in Bochum statt

15.10.2007
Körperliche und seelische Krankheiten gehören zusammen

Nur Psychotherapieverfahren, deren Wirksamkeit nachgewiesen ist, sind für die Praxis zugelassen. Aber wie prüft man objektiv, ob eine Psychotherapie wirkt? Das ist nur eine von vielen Fragen, die die 250 Teilnehmer des 3. Jahreskongresses Psychotherapie am 20. und 21. Oktober in Bochum (ab 10 Uhr, EBZ/Campus-Hotel, Springorumallee 20, 44795 Bochum) diskutieren werden.

Die Experten tauschen sich außerdem aus über Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Herzinfarkt und Depressionen können sich zum Beispiel in einem tödlichen Teufelkreis gegenseitig verschlimmern. Weitere Schwerpunkte der Tagung sind psychische Probleme von Kindern und Jugendlichen, Schlafstörungen, Ängste, schwere Traumatisierung, komplizierte Trauer, Schmerz und Depressionen. Die Tagung wird organisiert von der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie der RUB (Prof. Dr. Dietmar Schulte). Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Programm im Internet

Das komplette Programm und weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://dbs-win.rub.de/wb-kongress/

Körper und Seele gemeinsam betrachten

Depressive Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung (Bypass, Infarkt) haben ein rund doppelt so hohes Risiko, in den zwei Jahren nach der Diagnose zu sterben wie psychisch unbelastete Patienten. Wer nur die Herzkrankheit behandelt, begeht einen Kunstfehler, sind Spezialisten wie Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel von der Universität in Freiburg heute überzeugt. Sie fordern ein integriertes Behandlungskonzept, das sowohl der körperlichen als auch der psychischen Seite der Krankheit gerecht wird. Der Jahreskongress Psychotherapie behandelt schwerpunktmäßig die psychischen Aspekte von chronischen Krankheiten. Neben Herzerkrankungen können vor allem Schmerzstörungen, Diabetes, Asthma und Krebs mit psychischen Problemen verbunden sein, deren Bewältigung wesentlichen Einfluss auf den Behandlungserfolg haben kann. Neue Erklärungen von psychosomatischen Erkrankungen gehen nicht mehr davon aus, dass die eine Erkrankung die andere nach sich zieht, sondern dass es Risikofaktoren gibt, die beide Erkrankungen, Herzinfarkt und Depression, auslösen.

Forschungsergebnisse schnell in die Praxis

Ziel des 3. Jahreskongresses Psychotherapie, einer gemeinsamen Veranstaltung des Hochschulverbundes Psychotherapie NRW und der Psychotherapeutenkammer NRW, ist der effektive Transfer von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis. Die Tagung richtet sich vor allem an niedergelassene und angestellte Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten sowie Ärzte aus dem Bereich Psychotherapie und Psychiatrie. Es werden ca. 250 Teilnehmer sowie 35 namhafte Referenten erwartet. Der Kongress ist von der Psychotherapeutenkammer akkreditiert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dietmar Schulte, Dr. Christoph Koban, Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fakultät für Psychologie der RUB Tel. 0234/ 32-27716, koban@kli.psy.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://dbs-win.rub.de/wb-kongress/

Weitere Berichte zu: Depression Herzinfarkt Psychotherapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen
23.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht 14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik
22.05.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie