Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jahrestagung "Pflege 2020" - Trends und Visionen

10.10.2007
Im Verbundforschungsprojekt "Pflege 2020" forscht das Fraunhofer IAO gemeinsam mit seinen Projektpartnern für die Altenpflege der Zukunft. Auf der internationalen Jahrestagung am Mittwoch, 12. September 2007, diskutierten nationale und internationale Experten aktuelle Entwicklungen.

Das Thema Altenpflege in Deutschland ist vor dem Hintergrund des aktuellen Prüfberichts des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) aktueller denn je: Sowohl die ambulante als auch die stationäre Versorgung von Senioren weist demnach gravierende Defizite auf. Die Suche nach tragfähigen Versorgungsmodellen und nachhaltigen Lösungen stellt also eine wichtige Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Im Verbundforschungsprojekt "Pflege 2020" forscht das Fraunhofer IAO gemeinsam mit seinen Projektpartnern für die Altenpflege der Zukunft. Auf einer internationalen Jahrestagung im Rahmen der Pflegemesse Leipzig stellten nationale und internationale Experten am Mittwoch, 12. September 2007, kürzlich ihre Ansätze und Ideen für neue Versorgungsmodelle älterer Menschen vor. Das aktuelle Thema lockte rund 100 Teilnehmer, größtenteils Führungskräfte der Altenhilfe sowie Vertreter der Politik, Verbände und Unternehmen im Altenhilfesektor, nach Leipzig.

Erste Ergebnisse des Projektes "Pflege 2020" präsentierte die IAO-Expertin Dr. Barbara Klein. Eine im Rahmen des Projektes durchgeführte Trendstudie zu den geplanten strategischen Projekten von Altenhilfeeinrichtungen sowie Trägern der Altenhilfe zeigte, dass die größten Herausforderungen in der Finanzierung und der Berücksichtigung von Gesetzesänderung liegen. Die meisten Einrichtungen möchten ihr Angebot insbesondere in den Bereichen "Wohnen in stationären Hausgemeinschaften" und "Wohngruppen für demenziell Erkrankte" ausbauen. Aber auch was Technikeinsatz, Personalentwicklung, Architektur und Ausstattung angeht sind vielfältige Aktivitäten geplant.

Der Verantwortliche für strategische Qualitätsplanung Ian Ireland stellte die Erfolgsgeschichte des englischen Trägers BUPA vor. Mit 305 Altenpflegeeinrichtungen steht der Name BUPA in England für Qualität im Pflegebereich. Erfolgsfaktoren bei BUPA sind die Standardisierung von Prozessen und die Sicherung und konsequente Überprüfung der Ergebnisqualität. Ein weiteres Best-Practice-Modell kommt aus den Niederlanden: Toon van de Looy und Gerard van Glabbeek zeigten anhand des Projekts VieDome, wie neue Technologien und unterstützende Dienstleistungen eine selbstständige Lebensführung zu Hause fördern bzw. ermöglichen. Prof. Martin Beck thematisierte schließlich die Reform der Pflegeversicherung und deren Auswirkungen auf die Altenhilfe.

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

Weitere Berichte zu: Altenpflege BUPA Verbundforschungsprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena
16.10.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer
13.10.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise