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Katastrophenvorsorge im Klimawandel

04.10.2007
Das 8. Forum Naturkatastrophen an der Universität Karlsruhe beleuchtet neue Risiken. Experten diskutieren zudem, wie Infrastrukturen und Netze besser geschützt werden können.

In den USA wie in Mexiko, in China wie in Mitteleuropa leben immer mehr Menschen auf immer engerem Platz zusammen. Wirtschaft und Industrie ballen sich um Megacities zu riesigen Zentren. Zwei Entwicklungen mit einer fatalen Konsequenz: Die Auswirkungen von Erdbeben oder Hochwassern nehmen weltweit zu. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die dem entgegen wirken wollen, kommen am 15. und 16. Oktober zum 8. Forum Naturkatastrophen an die Universität Karlsruhe.

Veranstalter sind das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) und das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM), das Universität und Forschungszentrum Karlsruhe sowie GeoForschungsZentrum Potsdam gemeinsam tragen.

Das Motto des Forums lautet: Katastrophenvorsorge im Klimawandel. So geht es darum, wie das Zusammenspiel von Klimawandel und größerer Anfälligkeit der Gesellschaft die Zukunft bestimmen. Eine andere Diskussion behandelt den vorsorgenden Schutz der Infrastrukturen, der das Nerven- und Kreislaufsystem der Gesellschaft sichern muss: Transport und Verkehr, Energie- und Wasserversorgung oder Kommunikation. Thema ist auch, wie das frühzeitige Erkennen und die Warnung vor Auswirkungen von Katastrophen essentiell werden für die Schadensminderung der Zukunft. Schließlich beleuchten die Experten Urbanisierungsprozesse, die neben dem Klimawandel die kommenden Jahrzehnte prägen werden.

Über die wichtigsten Themen des Forums können sich Journalistinnen und Journalisten bei einer Pressekonferenz am 15. Oktober, 11 Uhr, im Senatssaal informieren. Aus aktuellem Anlass der extremen Waldbrände in Griechenland im August wird dabei der Feuerökologe am Max-Planck-Institut für Chemie, Professor Johann Georg Goldammer, die relevanten Aspekte der Katastrophenvorsorge, etwa für die Umweltpolitik, und wahrscheinliche Folgen der Brände wie die Bodenerosion beleuchten. Dr. Irmgard Schwaetzer (Vorsitzende des DKKV und Bundesministerin a.D.) wird die politischen Implikationen aufzeigen. Zudem stehen Professor Dr. Friedemann Wenzel, Sprecher des CEDIM, und Professor Dr. Lothar Stempniewski, Mitglied des Vorstands der cedim AG, für Fragen bereit.

Professor Goldammer stellt zudem in einem öffentlichen Vortrag am Montag, 15. Oktober, 20 Uhr, im Tulla-Hörsaal die Frage: "Klimawandel und Feuer: Sind die Wälder der Erde noch zu retten?" In einer kritischen Analyse weltweiter Waldbrände und Waldverbrennung wirft er unter dem Vorzeichen des Klimawandels ein Licht auf die zunehmende weltweite Degradierung der Wälder und anderer Vegetation durch Landnutzung, auf die exzessive Anwendung von Feuer und auf die weltweit zunehmenden unkontrollierbaren Megafeuer. Aus seiner Sicht sind die Brände in Griechenland Ausdruck tiefgreifender sozio-ökonomischer Veränderungen und politischer Versäumnisse, in ihrer Unkontrollierbarkeit sieht er aber auch eine Folge extremer Hitze und Trockenheit des Sommers. Sie stellen für ihn aber nur einen kleinen Ausschnitt aus einer Entwicklung dar, die seit dem Ende des 20. Jahrhunderts weltweit eskaliert.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro. Im KIT bündeln beide Partner ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, richten die dafür optimalen Forschungsstrukturen ein und entwickeln gemeinsame Strategien und Visionen.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.

Klaus Rümmele | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu/fzk/idcplg?IdcService=KIT&node=4211&document=ID_059822

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