Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heißes Eisen Online-Durchsuchung: Fachtagung in der RUB

01.10.2007
Rechtliche und technische Fragen der aktuellen Debatte
Arbeitsgruppe a-i3 veranstaltet Fachtagung an der RUB

Das derzeit heißeste Eisen in der Sicherheitsdebatte ist die verdeckte Online-Durchsuchung: Ihre Befürworter halten sie für ein unverzichtbares und wirksames Instrument, um Verbrechen zu bekämpfen; ihre Gegner sehen darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheitsrechte der Betroffenen.

Die Online-Durchsuchung wirft zahlreiche rechtliche wie technische Fragen auf. Eingebettet in die aktuelle politische Diskussion beleuchten Experten die verschiedenen Aspekte auf einer Fachtagung in der Ruhr-Universität Bochum, veranstaltet von der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet der RUB (a-i3). Die Tagung findet am Dienstag, 9. Oktober 2007, ab 9.30 Uhr im Veranstaltungszentrum der RUB (Mensagebäude) statt, die Medien sind herzlich willkommen.

Das ausführliche Programm steht im Internet unter
http://www.a-i3.org
Neue gesetzliche Grundlage
Vom Bundesgerichtshof im Januar 2007 für unzulässig erklärt, planen Befürworter der Online-Durchsuchung gegenwärtig eine neue gesetzliche Regelung. Nach Ansicht des BGH ist das "heimliche Hacken" eines Computers weder mit einer Telefonüberwachung noch mit einer Hausdurchsuchung zu vergleichen - es bedürfe vielmehr einer eigenen gesetzlichen Grundlage für diese Ermittlungsmaßnahme. Juristen und Rechtswissenschaftler, Polizei- und Sicherheitsexperten, Politiker sowie IT- und Technik-Experten gehen auf der Tagung in der RUB allen relevanten Fragen auf den Grund: von technischen und rechtlichen Grundlagen der Online-Durchsuchung über strafprozessuale Fragen bis hin zum "Bundestrojaner" und möglichen grenzüberschreitenden Online-Durchsuchungen.
... mehr zu:
»Identitätsschutz »RUB

Podiumsdiskussion zum Abschluss

Die Tagung endet mit einer Podiumsdiskussion zum Thema. Unter Leitung des RUB-Rechtswissenschaftlers Prof. Georg Borges (a-i3) diskutieren Vertreter vom Bundesjustizministerium, vom Bundeskriminalamt, vom Innenministerium NRW sowie Anwälte und Datenschützer die Ergebnisse der Tagung.

Die Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet

Unter anderem gegründet vom Juristen Prof. Dr. Georg Borges und dem IT-Sicherheitsexperten Prof. Dr. Jörg Schwenk (RUB) ist a-i3 eine fachübergreifende Arbeitsgruppe, die das Thema Identitätsschutz und -missbrauch im Internet umfassend angeht. Deutschlandweit bündelt a-i3 damit die größte Expertise zu Internet-Risiken, insbesondere im Online-Banking (Phishing und Pharming). Die Wissenschaftler erforschen und entwickeln Gegenmaßnahmen, zudem klären sie auch die Öffentlichkeit über Gefahren und Risiken auf.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Georg Borges, Bürgerliches Recht, deutsches und internationales Handels- und Wirtschaftsrecht, insbes. Recht der Medien und der Informationstechnologie der RUB, Arbeitsgruppe a-i3, Tel. 0234/32-25253, E-Mail: sekretariat@a-i3.org

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.a-i3.org

Weitere Berichte zu: Identitätsschutz RUB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise