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Strategien gegen altersbedingte Erkrankungen suchen

27.09.2007
Große internationale Beteiligung an der dritten Alterstagung in Halle

Bereits zum dritten Mal findet in Halle eine internationale Alterstagung statt.

Vom 28. bis 30. September 2007 treffen sich in der Saalestadt international renommierte Wissenschaftler und Ärzte, die auf diesem Gebiet forschen. Die hallesche Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie richtet gemeinsam mit der Universitätsklinik für Kardiologie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz-, und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) die Alterstagung mit dem Thema: „Tissue Ageing: Ffrom Molecular Biology To Clinical Perspectives“ aus.

Es werden etwa 140 Wissenschaftler aus zehn Ländern teilnehmen, darunter aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Dänemark, Kanada und Australien. Die Veranstaltung findet im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.

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In den vergangenen Jahrzehnten hat die Lebenserwartung in den Industriestaaten deutlich zugenommen – und damit auch die Zahl altersbedingter Erkrankungen, insbesondere des Herz-Kreislaufsystems. Altersforscher arbeiten an neuen Strategien, diese Erkrankungen hinauszuzögern und zu bekämpfen. "Wir wissen über das Altern zu wenig", beschreibt Dr. Andreas Simm, Organisator der Tagung und Forschungsleiter der Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, ein Anliegen der Veranstaltung. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung der Gerontologie (Alternsforschung) sollen mit den Erfordernissen aus der klinischen Praxis verbunden werden.

Diese Tagung findet bereits zum dritten Mal in Folge in Halle statt. Mit Professor Thomas Rando von der Stanford University ist es gelungen, wieder einen international renommierten Referenten zu gewinnen. Ein Team um den Neurologen hat im Mäuseversuch nachgewiesen, dass „frisches Blut“ von Jungtieren die Regenerationsfähigkeit von Organen erhöht. Anlässlich der Tagung erhält der Wissenschaftler den Karl-Ludwig Schober-Preis. Mit dem Schober-Preis werden renommierte Altersforscher geehrt. Professor Karl-Ludwig Schober war in den Jahren von 1966 bis 1972 der Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie in Halle. Er entwickelte 1961/62 die Herz-Lungen-Maschine in der ehemaligen DDR und brachte diese 1962 in der ersten Herz-OP in Halle zum Einsatz. Der Schober-Preis wird zum Auftakt der Tagung am Freitag, 28. September 2007, ab 18 Uhr vergeben. Die Laudatio hält mit Dr. George Martin (Seattle/USA) einer der weltweit bekanntesten Altersforscher.

Für diese Tagung wurden mehrere Schwerpunkte gesetzt: von den molekularbiologischen Konzepten und Grundlagen des Alterns über die Gewebeprotektion im Alter, der Alterung von unterschiedlichen Organen bis hin zur klinischen Bedeutung des Faktors Alter und potentielle präventive Interventionsmöglichkeiten gegen degenerative Alterserkrankungen.

Erstmals können Gymnasiasten aus Halle an der Tagung - die Kongress-Sprache ist Englisch – teilnehmen. Mehr als 40 haben ihr Kommen zur Eröffnungsveranstaltung zugesagt, zwölf aus Halle (Latina, Cantor) und Schulpforta besuchen alle drei Veranstaltungstage. „Sie können so ein neues Wissensgebiet kennen lernen, dass die Bereiche Biologie und Medizin abdeckt“, erklärt Dr. Simm. Dieser Einblick helfe ihnen bei der künftigen Berufsfindung. Die Schüler könnten Eindrücke aus unterschiedlichen Berufsgruppen – von der Grundlagenforschung, über die Arbeit in der Krankenversorgung bis hin zu Tätigkeiten in der Wirtschaft - gewinnen.

Informationen zu diesem Kongress sind unter: www1.medizin.uni-halle.de/ageing zu finden.

Jens Müller
Pressesprecher
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Medizinische Fakultät der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ernst-Grube-Str. 40
06097 Halle (Saale)
Tel: (0345) 557-1032
Fax: (0345) 557-5749

Jens Müller | Universitätsklinikum Halle (Saal
Weitere Informationen:
http://www1.medizin.uni-halle.de/ageing

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