Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

400 Kinderzahnärzte tagen in der MHH

25.09.2007
Karies an Milchzähnen oft unterschätzt / Saugerflaschen bereiten Probleme

Trotz aller Prophylaxe ist Karies bei Kleinkinder noch immer ein Problem: "Viele Kleinkinder haben kariöse Zahnschäden, bevor sie mit drei Jahren oder noch später das erste Mal zahnärztlich untersucht werden", sagt Professor Dr. Ulrich Schiffner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK).

Dabei ist das Riskio in den Bevölkerungsgruppen ungleichmäßig verteilt. "Ein Viertel der Kinder hat drei Viertel der Löcher", ergänzt Tagungsleiter Dr. Reinhard Schilke von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie.

Das ist nur eines der Themen die etwa 400 Kinderzahnärztinnen und Kinderzahnärzte und ihr Assistenzpersonal vom 28. bis 29. September 2007 in der MHH während der 14. Jahrestagung der DKG diskutieren werden. Mehrere Tagungsbeiträge weisen darauf hin, dass die schlechte Situation im Milchgebiss unverändert mit dem Langzeitgebrauch von Saugerflaschen verbunden ist - insbesondere während der Nacht.

... mehr zu:
»DGK »MHH »Milchgebiss »Schilke

"Diese Fälle verursachen dann einen hohen Behandlungsaufwand, oft in Vollnarkose", sagt Professor Schiffner. Wie zudem das Risiko verringert werden kann, erläutert Dr. Schilke: "Schon Schwangere müssen ein saniertes Gebiss haben, damit später keine Keime auf die Kleinkinder übertragen werden." Vom ersten Zähneputzen an sollten die Kinder regelmäßig bei einem auf Milchgebisse spezialisierten Zahnarzt vorgestellt werden. "Außerdem sollten Kinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres von der Saugerflasche entwöhnt werden." Die DKG will während des Kongresses diese Konzepte vorstellen, um die Mundgesundheit langfristig zu verbessern. "Dazu gehört auch die konsequentere Umsetzung der wissenschaftlich als wirkungsvoll erwiesenen Maßnahmen der Fluoridanwendung direkt in der Mundhöhle", erläutert Professor Schiffner.

Die heutige kinderzahnärztliche Realität erfordert zu oft immer noch unterschiedlich invasive Behandlungsmaßnahmen. Internationale, renommierte Referenten werden eine Zusammenfassung klinisch und wissenschaftlich anerkannter Behandlungsweisen bei der Nervbehandlung in Milchzähnen geben. "Außerdem werden wir Vor- und Nachteile unterschiedlicher Füllungsmaterialien im Milchgebiss diskutieren", sagt Professor Schiffner. Welche Konsequenzen die Behandlung von Kindern mit Gerinnungsstörungen und Erkrankungen des Blut bildenden Systems für die kinderzahnärztliche Praxis nach sich zieht, wird Prossor Dr. Karl Welte, Direktor der MHH-Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, am Sonnabend erläutern.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Tagungsleiter Dr. Reinhard Schilke, schilke.reinhard@mh-hannover.de, Telefon (0511) 532-4818 oder beim Präsidenten der DGK, Professor Dr. Ulrich Schiffner, schiffner@uke.uni-hamburg.de, Telefon (040) 42803-2276.

Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie unter www.kinderzahnheilkunde-online.de.

Bereits für Donnerstag, 27. September, um 17 Uhr laden der Informationskreis Mundhygiene und die DGK zum einem Pressegespräch über Milchzahnkaries in den Hörsaal G (Klinisches Lehrgebäude I1) ein.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.kinderzahnheilkunde-online.de

Weitere Berichte zu: DGK MHH Milchgebiss Schilke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften