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ISPA 2007, 27. - 28. September 2007 in Dresden, International Symposium on Piezocomposite Applications

24.09.2007
Industrieunternehmen und Fraunhofer im Dialog

Anknüpfend an das überaus erfolgreiche Symposium ISMA 2005 treffen in diesem Jahr erneut Ingenieure und Wissenschaftler mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft unter dem Dach der "Gläsernen Manufaktur" von Volkswagen in Dresden zusammen, um die vielfältigen Möglichkeiten der Kommerzialisierung von Piezokeramiken zu diskutieren.

Piezokomposite, d. h. Verbundwerkstoffe, welche die Funktionalität der Piezokeramik als Sensor- und Aktormaterial sowie als Ladungsgenerator und -speicher mit der Robustheit und mechanischen Stabilität eines Strukturmaterials in sich vereinen, sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

So werden diese herausragenden Eigenschaften der aktiven Verbunde längst in den Einspritzinjektoren von umweltschonenden Diesel- und Benzinmotoren mit hoher Laufruhe, in Fertigungsanlagen der Silicium-Technologie mit höchster mechanischer und optischer Präzision, aber auch in hochmodernen Werkzeugmaschinen und in zahlreichen medizintechnischen Geräten nutzbar gemacht.

Mehrere nationale und internationale Forschungsprojekte haben die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten piezoelektrischer Sensor-, Aktor- und Generatorbauteile bereits bewiesen, angefangen von Applikationen zur Positionierung, Schwingungs- und Geräuschminderung, zur Überwachung von Strukturschädigungen bis hin zur Energiegewinnung für verbrauchsarme Elektronik. Mit piezoelektrischen Sensorelementen können beispielsweise Schwingungen und eine mögliche Schallabstrahlung von Maschinen- oder Fahrzeugstrukturen ermittelt und über eine Regelungselektronik und Aktorelemente kompensiert werden. Auf diese Weise erreicht man eine reduzierte Schallabstrahlung und eine Steigerung der Fertigungsqualität von Werkzeugmaschinen.

Die Umsetzung in kosteneffektive, kommerzielle Massenanwendungen erfordert jedoch noch weitere Anstrengungen, insbesondere im Hinblick auf die Komplettierung der Systemkomponenten und Systementwicklungswerkzeuge. Dazu gehören neben einer angepassten Elektronik auch die entsprechende Steuersoftware und adaptierte Auslegungsprogramme. Die Umsetzung in echte Produkte erfordert vor allem die Entwicklung von Produktionstechnologien mit dem Potenzial einer Serienfertigung.

Technische Entwicklungen allein reichen allerdings nicht aus. Der Prozess der Industrialisierung in einem interdisziplinären Technologiefeld braucht gleichermaßen Austausch von Wissen, Vernetzung und Kooperation. Die Stadt Dresden bietet hierbei ein sehr gutes Umfeld als vielfältigste Wissenschaftslandschaft mit acht Hochschulen, drei Max-Planck-, vier Leibnitz- und seinen elf Fraunhofer-Instituten, zahlreichen Einrichtungen für Technologietransfer, wichtigen Netzwerken und Kompetenzzentren und Firmen, die sich mit Forschung und Entwicklung beschäftigen.

Die Darstellung des gegenwärtigen Entwicklungsstandes von Piezokompositen in kommerziellen Anwendungen sowie der Verfügbarkeit elektronischer Bauelemente und Software-Tools zu deren ingenieurtechnischen Erprobung ist das Anliegen der ISPA 2007, welches gemeinschaftlich, vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, IKTS Dresden, der Smart Material GmbH, der Volkswagen AG, der Autovision GmbH und dem NASA Langley Research Center getragen wird.

Mehr als 30 Vorträge von international renommierten Ingenieuren und Wissenschaftlern, eine begleitende Produktausstellung, offene Diskussionsrunden sowie Postersessions geben die Möglichkeit zum Wissensaustausch, zur Standortbestimmung und zur Vernetzung im Interesse einer raschen Kommerzialisierung aktiver Bauteile und Struktursysteme.

Erwartet werden ca. 120 Teilnehmer aus zehn Ländern, darunter USA, Schweden, Italien, Israel, Großbritannien und Japan.

Das Symposium ISPA findet in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden statt. Die damit verbundene Unterstützung verdeutlicht die hohe Wertschätzung, die Volkswagen dieser Veranstaltung entgegenbringt.

Ihr Ansprechpartner für das Symposium :

Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, IKTS Dresden
D-01277 Dresden, Winterbergstraße 28
Dr. Andreas Schönecker
Tel.: +49 0351 / 25 53 508
Fax: +49 0351 / 25 54 136
eMail: Andreas.Schoenecker@ikts.fraunhofer.de

Katrin Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.ikts.fhg.de/events/tagungen/ispa.html

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