Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsmanagement bedeutet eine neugierige Haltung zur Veränderung

18.09.2007
Die Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe "Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze" fand am 17. September auf dem Münchener Flughafen statt.

Zum dritten Mal in Folge wurde der Flughafen München bei den World Airport Awards nach einer weltweiten Befragung von 7,8 Millionen Fluggästen zum besten Europas gekürt. Mit ihm und der TU München - gekürt zur Spitzenuniversität in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder - hat Bayern gleich zwei Innovationsmotoren von beeindruckender Dynamik und Wirkung vorzuweisen.

Dass beide Einrichtungen sich derart als Innovationstreiber ausweisen, kommt nicht von ungefähr. Für die TU München bedeutet Innovation "eine Gemeinschaftsleistung aus Tradition". Das Credo des Flughafen München lautet: "Innovationsmanagement bedeutet eine neugierige Haltung zur Veränderung". Sei es in Bezug auf den Wandel in der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung oder bezogen auf die Marktentwicklung. Hand in Hand haben beide Innovationsmodelle mit Vorbildcharakter erarbeitet und umgesetzt und stehen mit diesen Ergebnissen beispielhaft für "Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zur Weltspitze".

Hierzu gehören zum Beispiel Prozessinnovationen am Flughafen München, wie Fuhrpark-Telematik und Ortungssystem, die integrierte Abfertigung durch die Zusammenlegung von Gepäcktransport sowie Gepäckinnendienst. Oder aber auch der Ideenwettbewerb zum Thema Mobilität, den die Flughafen München GmbH mit der UnternehmerTUM GmbH (das Zentrum für Unternehmertum an der TU München, welches unter anderem universitäre Innovations- und Gründerteams bei der Entwicklung ihrer Produkte und Unternehmen betreut), der BMW Group und der Deutsche Bahn AG ausgeschrieben hat. Dies sind dabei nur einige von vielen Beispielen.

Ziel der Veranstaltung ist es aufzuzeigen, dass sich in Deutschland mit Unterstützung des BMBF Dienstleistungsexzellenz in Wissenschaft und Wirtschaft etabliert hat. Die Veranstaltungsreihe im Rahmen des Programms "Innovationen mit Dienstleistungen" leistet hiermit auch einen Beitrag für die Hightech Strategie. Der Flughafen München und die TU München sind die besten Beispiele dafür.

Bei der Veranstaltung unter dem Titel "Sehnsucht nach Aufbruch und Abenteuer: Superior Service als Treiber innovativer Dienstleistungen" präsentierten Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens München und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München diese Dienstleistungspartnerschaft der beiden Einrichtungen. Rund 100 Interessenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nahmen daran teil.

Eröffnet wurde das Innovationsforum vom Projektleiter der Veranstaltungsreihe Prof. Dr. Ralf Reichwald, von der TU München. "Ziel der Foren ist es, anhand von exzellenten Beispielen die herausragenden Erfolge von Dienstleistungsforschung und -förderung in Deutschland sichtbar zu machen. Wir wollen aufzeigen, dass sich durch die Entwicklung in den letzten Jahren beeindruckende Chancen für die Umsetzung von Dienstleistungsideen ergeben haben", so Reichwald. "Das BMBF hat mit der 1995 gestarteten Initiative "Dienstleistungen für das 21. Jahrhundert" und dem Förderprogramm "Innovative Dienstleistungen" daran einen maßgeblichen Anteil."

In ihrem Grußwort zur Veranstaltung erklärte Kornelia Haugg (Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung: "Das BMBF will mit dem Programm "Innovationen mit Dienstleistungen" dazu beitragen, dass die deutsche Position im Dienstleistungsbereich die gleiche Exzellenz erreicht, die Deutschland im industriellen Produktionsbereich bereits auszeichnet. Dabei ist Deutschland für seine Dienstleistungsforschung bereits international anerkannt. So ist das Service Engineering, als die systematische "ingenieurmäßige" Entwicklung von Dienstleistungen, heute geradezu ein Exportschlager. Seinen Ursprung hat es in Deutschland. Auch in Fragen der Standards bei Dienstleistungen hat Deutschland eine Vorreiterrolle inne und beeinflusst damit die Arbeit auf EU-Ebene entscheidend mit. Das hat wesentliche Bedeutung für den Export von Dienstleistungen, bei denen gerade Fragen der Standardisierung eine große Rolle spielen."

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München betonte danach in seinem Vortrag "High Tech Standort München - Die TUM als Dienstleistungspartner in Wissenschaft und Wirtschaft", "dass zwölf Jahre Dienstleistungsforschung und Dienstleistungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland viel zu Wege gebracht haben. Sie haben das Bewusstsein über die Bedeutung von Dienstleistungen als Treiber von Innovationen erheblich geschärft. Die Förderprogramme des BMBF haben dabei Dienstleistungsexzellenz in Wissenschaft und Wirtschaft hervorgebracht. Dies ist für den Hightech-Standort Deutschland von zukunftsweisender Bedeutung". Er hob weiter hervor, "dass es dabei sehr konsequent ist, dass das neue Programm der Dienstleistungsförderung 'Innovationen mit Dienstleistungen' in die 'Hightech-Strategie für Deutschland' eingebettet wurde. Die Technische Universität München steht dabei als Institution in Forschung und Lehre im Dienste der Gesellschaft. Sie versteht sich als 'Entrepreneurial University' und damit auch als 'Dienstleistungsunternehmen' mit dem Anspruch von Exzellenz und Weltspitze", erklärte er.

Die Botschaft der Rede von Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen München GmbH unter dem Titel "Mehr als Fliegen - Innovative Dienstleistungen am Flughafen München" lautete: "Am Flughafen München verbinden sich Innovationskraft und Kundenorientierung zu einer Dienstleistungsqualität, die auch im internationalen Vergleich immer wieder Maßstäbe setzt. Welche enorme Wertschätzung der Münchner Flughafen aufgrund seines hohen Servicestandards genießt, wird durch die Erhebungen des renommierten Londoner Skytrax-Institutes deutlich: Hier wurden wir in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge zu Europas bestem Airport gewählt. Bei einem Votum von fast acht Millionen Befragten in aller Welt ist das schon eine tolle Sache", so Kerkloh.

Alles in allem wurde bei dieser Veranstaltung deutlich, dass sich in Deutschland mit Unterstützung des BMBF Dienstleistungsexzellenz in Wissenschaft und Wirtschaft etabliert hat.

Weitere Stationen der von der von der Handelshochschule Leipzig und dem CLIC - Center for Leading Innovation & Cooperation organisierten Veranstaltungsreihe sind übrigens unter anderem Aachen, Hamburg, Leipzig und Stuttgart.

Kontakt:
Antje Sauerland
Public Relations
Tel.: 0341/98 51 664
E-Mail: antje.sauerland@hhl.de

Volker Stößel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics