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Weinkultur in China und Deutschland: Große Expertenrunde zur ersten Weinkultur-Konferenz

18.09.2007
Älteste Spuren von Traubenwein stammen aus China - FASK plant Einrichtung einer Forschungsstelle zur vergleichenden Weinkulturforschung

Der Arbeitsbereich Chinesisch des Fachbereiches Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim führt Anfang Oktober ein internationales und interdisziplinäres Symposium zur Weinkultur in China und Deutschland - auch als grundsätzlich öffentliche Veranstaltung mit Verdolmetschung - durch. Die Eröffnung findet am 4. Oktober 2007 um 9.00 Uhr im Audimax des FASK (Neubau) in Germersheim statt.

Gestaltet wird die viertägige Konferenz von 21 Referenten, von denen ein großer Teil zu den bedeutendsten Wissenschaftlern Chinas auf diesem Gebiet gehört. Aus den USA werden der weltweit renommierteste Weinarchäologe, Patrick McGovern, Verfasser des Buches "Ancient Wine", und Dr. Hsing-Tsung Huang, bekannter Experte für die Geschichte der Fermentation und Weinherstellung in China, anreisen. Der zurzeit in China als Berater tätige französische Weinwissenschaftler Gérard Colin (Universität Bordeaux) wird ebenfalls referieren. Nicht zuletzt werden aus Deutschland ausgewählte China- und Weinwissenschaftler teilnehmen, darunter Sinologen verschiedener Universitäten, Prof. Dr. Dieter Hoffmann (Forschungsanstalt Geisenheim) und ein in China aktiver Winzer aus Landau-Nußdorf.

Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) mit Sitz in Paris übernimmt die Schirmherrschaft über das Symposium und wird bei der Eröffnung durch ihren Vizepräsidenten, Prof. Dr. Wittkowski, vertreten sein.

Aufgabe und Ziel der in dieser Form weltweit erstmaligen Veranstaltung ist der internationale, interdisziplinäre und kulturvergleichende Austausch von Experten unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte, wie Archäologie, Naturwissenschaft, Technologie, Geschichte, Anthropologie, Literatur, Kulturwissenschaft und Weinmarketing, mit gemeinsamer Aufarbeitung bisheriger und aktueller Forschungsergebnisse. Ausgangsmotiv ist die neue Entdeckung der ältesten Traubenweinspuren der Menschheit in China von vor rund 9000 Jahren. Im Anschluss an die Konferenzveranstaltung ist die Einrichtung einer Forschungsstelle und eines ständigen internationalen Forums zur vergleichenden Weinkulturforschung am FASK geplant, dessen erste Aufgabe die Buchpublikation der Beiträge dieser Veranstaltung sein wird. Der Fokus der künftigen Forschungsarbeit wird auf der Gegenüberstellung der diesbezüglichen dramatischen Entwicklungen in China und der deutschen beziehungsweise europäischen Traditionen liegen sowie auf den Veränderungen aus globaler Perspektive. Das Projekt gründet sich damit auch auf eine künftig enge Vernetzung mit unserer regionalen Weinkultur.

Die Konferenz wird im Wesentlichen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Wissenschaftsministerium des Landes Rheinland-Pfalz und das Zentrum für Interkulturelle Studien der Universität Mainz (ZIS) gefördert. Zusätzliches Sponsoring ist sehr willkommen.

Kontakt und Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Peter Kupfer
Institut für Interkulturelle Kommunikation - Chinesisch
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. +49 7274 50835-371
Fax +49 7274 50835-474
E-Mail: kupferp@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.fask.uni-mainz.de

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