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EUROFORUM-Konferenz: Die Zukunft der Pflegeeinrichtung

17.09.2007
Pflegeeinrichtungen auf dem Prüfstand
Die Bundesregierung reagiert auf den jüngst erschienenen Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen-Spitzenverbände und will die teils skandalösen Missstände in der Pflege mit schärferen Kontrollen und einheitlichen Qualitätsstandards bekämpfen.

Im Interview mit dem Tagesspiegel (11.09.07) erklärte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Ich möchte im Gesetz festlegen, dass künftig für rund 80 bis 100 Pflegefälle ein professioneller Pflegebegleiter zuständig ist. Ideal dafür geeignet wären beispielsweise ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger mit sehr guten Kenntnissen des Sozialrechts. Die haben darauf zu achten, dass die Menschen ihre Leistungen erhalten. Sie sollen Rat geben, Qualität prüfen, Angehörigen helfen und die Rechte der Pflegebedürftigen durchsetzen.

Und wir werden Heimärzte im Gesetz verankern.“ Was Pflegeeinrichtungen in Zukunft leisten sollten, stellt aus politischer Sicht MinR Dr. Matthias von Schwanenflügel (Bundesministerium für Gesundheit) auf der EUROFORUM-Konferenz „Die Zukunft der Pflegeeinrichtung“ (20. und 21. November 2007, Köln) vor. Neben den Maßnahmen zur Verbesserung der Pflege geht von Schwanenflügel auf die Auswirkungen der geplanten Reform der Pflegeversicherung ein und erläutert die Chancen der Integrierten Versorgung.

Die AWO Nordhessen reagierte ebenfalls auf den MDK-Bericht und wehrt sich gegen eine Pauschalverurteilung. „Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl aller Pflegeheime und ambulanter Dienste sehr gute Pflege leistet“, kommentiert Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO Nordhessen den Bericht des Medizinischen Dienstes zur Pflege alter Menschen (AWO-Pressemitteilung, 31.08.2007). Auf der EUROFORUM-Konferenz wird Schmidt auf die Zukunft der Pflegeeinrichtung, die Auswirkungen der Reform sowie die Möglichkeiten der Integrierten Versorgung aus AWO-Sicht eingehen.

Aktuelle Situation der Altenhilfe

Eine Einschätzung der aktuellen Situation der Altenhilfe wird von Thomas Greiner (Kursana) sowie von Dieter Wopen (Vivantes Forum für Senioren) vorgenommen. Themen sind Marktanalysen und -trends, Stärken und Schwächen von Standorten sowie zukünftige Strategien für Betreiber. Über Zukunftsparameter für Investitionen in eine Pflegeeinrichtung referiert unter anderem Rolf Specht der Residenz-Gruppe Bremen. Er stellt mögliche Kooperationen zwischen ambulanten Diensten und Heimbetreibern vor, geht auf die Planung multifunktionaler Einrichtungen ein und spricht über Auslandsmärkte. Was kommunale Anbieter auszeichnet und wie sich künftig kommunale Häuser aufstellen, stellt Otto B. Ludorff (Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen) vor.

Bedeutung der Heimärzte

Das Diakonische Werk hat die Absicht der Bundesgesundheitsministerin begrüßt, bei der Pflegereform „Heimärzte“ im Gesetz zu verankern. Es sei notwendig, die medizinische Versorgung alter Menschen in den Heimen zu verbessern, sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik dem Berliner Tagesspiegel (11.09.2007). Am sinnvollsten wäre es nach Meinung des Diakonie-Präsidenten, wenn die Heime durch niedergelassene Ärzte versorgt werden könnten, was nicht überall in einer umfassend guten Weise geschehe. Hierfür müssten mehr Anreize geschaffen werden. Wie diakonische Träger ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen Tradition und Wirtschaftlichkeit umsetzen, erklärt auf der Konferenz Klaus Peter Stenzig (Leiter Zentrum Gesundheit und Rehabilitation und Pflege, Diakonisches Werk der EKD). Er stellte dazu fest: „Sofern Pflege, Betreuung und Versorgung durch andere Menschennotwendig wird, lässt sich die Diakonie auch in ferner Zukunft von dem Qualitätsprofil leiten. Zu den wichtigsten Merkmalen diakonischer Pflege gehört der menschenwürdige Umgang mit den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Ich möchte betonen: Menschenwürde im Alter hat nicht nur mit Geld zu tun. Menschenwürde im Alter hat mit anderen Menschen zu tun – das wollen wir in den Blickpunkt bringen.“ (www.diakonie.de, 16.01.2007)
Weitere Themen der EUROFORUM-Konferenz sind der Marketingprozess als Belegungsgarant, wichtige Investitionsstrategien, die Konzeption und Realisierung eines strukturierten Pflegefonds, neue Versorgungsstrukturen in der Pflege, veränderte Herausforderungen an Heimleiter, Gewinnsteigerungen durch Personalentwicklung in der Pflege, Kunden- und Serviceorientierung sowie die Besonderheiten der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation in der Pflegebranche.

Das vollständige Programm ist im Internet abrufbar unter:
www.euroforum.de/inno-pflege07

Weitere Informationen:
Claudia Büttner
Leiterin Presse/Internet
EUROFORUM Deutschland GmbH
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211/96 86- 3380
Fax: +49 (0) 211/96 86- 4380
Mailto:presse@euroforum.com


EUROFORUM Deutschland GmbH

EUROFORUM Deutschland GmbH, gegründet 1990, ist eines der führenden Unternehmen für Konferenzen, Seminare, Jahrestagungen und schriftliche Management-Lehrgänge. Seit 1993 ist EUROFORUM Deutschland GmbH Exklusiv-Partner für Handelsblatt-Veranstaltungen, seit 2003 ebenfalls Kooperationspartner für Konferenzen der WirtschaftsWoche. 2006 haben über 1000 Veranstaltungen in über 30 Themengebieten stattgefunden. Rund 45 000 Teilnehmer besuchten im vergangenen Jahr unsere Veranstaltungen. Der Umsatz lag 2006 bei circa 61 Millionen Euro.

Dr. Nadja Thomas | EUROFORUM Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com
http://www.euroforum.tv

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