Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Leben funktioniert

17.09.2007
Beim internationalen Meeting des Sonderforschungsbereichs 604 vom 20. bis 22. September an der Universität Jena diskutieren Forscher über die Medizin der Zukunft

Weglaufen, wenn Gefahr droht. Dem Duft von Essbarem folgen. Sich vor Hagel oder Sturm schützen - es ist die ureigene Fähigkeit aller Lebewesen, auf günstige oder schädliche Umwelteinflüsse zu reagieren. Doch wie gelangen die Signale aus der Umwelt in den Organismus von Mensch und Tier, Pflanze und Bakterium? Wie werden Umweltreize innerhalb ihrer Zellen verarbeitet und so die Lebensprozesse gesteuert?

Das ist das zentrale Thema, das Wissenschaftler aus Europa und den USA vom 20. bis 22. September an der Friedrich-Schiller-Universität Jena diskutieren wollen. Der Sonderforschungsbereich (SFB) 604 "Multifunktionelle Signalproteine" der Jenaer Universität lädt zum internationalen Meeting "Signaling Complexes" ein. "Unser Wissen über die Bausteine des Lebens ist in den letzten Jahren enorm gewachsen", macht Prof. Dr. Reinhard Wetzker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena deutlich und verweist z. B. auf die Aufklärung der genetischen Information in vielen Organismen einschließlich des Menschen. "Doch wie aus diesen molekularen Bausteinen komplexe lebensfähige Organismen entstehen, ist noch weitgehend unklar", fügt der Leiter des Instituts für Molekulare Zellbiologie hinzu.

Den Geheimnissen dieser molekularen Lebensprozesse sind die Forscher des Jenaer SFB 604 auf der Spur. Dabei untersuchen die Projektgruppen des SFB nicht nur gesunde Zellen und Organismen sondern analysieren auch die molekularen Mechanismen der Entstehung von Krankheiten. "Uns interessiert, wie sich das Wissen über molekulare Kommunikationsprozesse in Zellen und Organen nutzen lässt, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze für die Medizin zu entwickeln", so SFB-Sprecher Wetzker. Dies spiegelt sich auch in den Beiträgen des Jenaer Symposiums wider: Einer der Schwerpunkte der Tagung wird das Thema "Signalprozesse in der Molekularen Medizin" sein. Die Beiträge zu diesem Gegenstand gehen nicht nur auf molekulare Ursachen von Erkrankungen ein, sondern unterbreiten auch Vorschläge zur Entwicklung neuer Wirkstoffe, die eine effektive Behandlung der Krankheiten ermöglichen.

... mehr zu:
»Wetzker »Zellbiologie

Diese neuen Erkenntnisse werden heute schon mit Erfolg zur Therapie von Brustkrebs und bestimmten Leukämieformen angewendet. "Doch auch wenn wir erst am Anfang dieser Fortschritte stehen, sind in den kommenden Jahren wirkliche Durchbrüche zu erwarten - gerade in der Therapie der großen Volkskrankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen", ist sich Prof. Wetzker sicher. Das Meeting des SFB sieht er als eine Plattform für renommierte Fachleute und Nachwuchswissenschaftler, gemeinsam neue Ideen und Ansätze für dieses Forschungsgebiet auszutauschen und zu diskutieren.

Kontakt:
Prof. Dr. Reinhard Wetzker
Institut für Molekulare Zellbiologie, Zentrum für Molekulare Biomedizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Drackendorfer Straße 1, 07747 Jena
Tel.: 03641 / 9325650
E-Mail: Reinhard.Wetzker[at]uni-jena.de

Dr. Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.sfb604.uni-jena.de/Symposium2.html
http://www.uni-jena.de

Weitere Berichte zu: Wetzker Zellbiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
22.01.2018 | BusinessForum21

nachricht Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation
22.01.2018 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics