Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tierernährung: Futtermittel und Lebensmittelqualität

14.09.2007
Kongress findet in Göttingen statt - Akademische Feier mit Ehrungen

Die Untersuchung und Bewertung von Futtermitteln als Grundlage für die Lebensmittelqualität ist Thema eines Kongresses, der vom 18. bis 21. September 2007 an der Universität Göttingen stattfindet.

Der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) lädt dazu in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierphysiologie und Tierernährung sowie dem Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Fakultät für Agrarwissenschaften ein. Die Futtermittelsicherheit und der rechtliche Rahmen stehen im Mittelpunkt der Plenartagung des Kongresses.

In Arbeitsgruppen und einem Workshop werden Themen wie Futtermittelanalytik für die Tierernährung, Düngung und Umwelt sowie Saatgut behandelt. Zu der Veranstaltung, die 150 Jahre nach Gründung der Versuchsstation Weende in Göttingen stattfindet, werden rund 500 Teilnehmer erwartet. Im Rahmen der Tagung findet auch eine Akademische Feier der Fakultät für Agrarwissenschaften statt. Dabei werden mit dem Henneberg-Lehmann-Preis und mit der Verleihung einer Ehrendoktorwürde herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Tierernährung ausgezeichnet.

Die Königlich Hannoversche Landwirtschafts-Gesellschaft siedelte 1857 in Weende in unmittelbarer Nähe zur Landesuniversität eine experimentelle Versuchsstation an, die von Dr. Wilhelm Henneberg bis zu seinem Tod 1890 geleitet worden ist. Hier wurde die naturwissenschaftlich fundierte Tierernährungslehre begründet. Bei der Ernährung von Nutztieren wurde erstmals die von den einzelnen Futterinhaltsstoffen ausgehende Wirkung im Tier untersucht und zudem die Grundlagen für noch heute aktuelle Analysenschemata der "Weender Methoden" erarbeitet. "Mit dem Kongress wird die herausragende historische Rolle der Versuchsstation Weende gewürdigt. Das Kongressthema spiegelt zugleich den Wandel der Fragestellungen wider: War Mitte des 19. Jahrhunderts die quantitative Ernährungssicherung der Menschen die Kardinalaufgabe agrarwissenschaftlicher Forschungen, stehen heute vor allem Fragen der Ernährungssicherheit und Qualität der Produkte im Mittelpunkt", erläutert Prof. Dr. Frank Liebert, Leiter des Instituts für Tierphysiologie und Tierernährung der Universität Göttingen.

Zu einer Akademischen Feier lädt die Fakultät für Agrarwissenschaften am Mittwoch, 19. September 2007, in die Universitäts-Aula am Wilhelmsplatz ein. Beginn ist um 17 Uhr. Prof. Liebert wird dabei über die Begründung der wissenschaftlichen Tierernährungslehre in Göttingen sprechen. Anschließend erfolgen die beiden Ehrungen. Der diesjährige Henneberg-Lehmann-Preis geht an Prof. Dr. Hans Schenkel (Universität Hohenheim). Er erhält die Auszeichnung für seine Verdienste bei Futtermittelbewertung, Bedarfsermittlung und Nährstoffbilanzierung von Nutztieren sowie bei der Risikoabschätzung für unerwünschte Transferprozesse in der Nahrungskette. Anerkannt werden mit dem Preis zudem seine Verdienste bei der Umsetzung wissenschaftlicher Grundlagen in das Futtermittelrecht. Die Laudatio hält Prof. Dr. Gerhard Flachowsky als Mitglied des Kuratoriums der Henneberg-Lehmann-Stiftung. Der Preisträger wird anschließend über "Unerwünschte Transferprozesse in der Nahrungskette - ein Beitrag zur Risikoabschätzung" sprechen.

Die Fakultät für Agrarwissenschaften verleiht zudem eine Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Ernst Pfeffer (Universität Bonn) für seine herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der tier- und leistungsgerechten Ernährung landwirtschaftlicher Nutztiere. Damit werden insbesondere seine grundlegenden Untersuchungen zu physiologischen Stoffumsetzungen, Nährstoffbedarf und Ableitung von Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung unter Beachtung ökologischer Zusammenhänge gewürdigt. Die Laudatio hält Prof. Dr. Hansjörg Abel vom Göttinger Institut für Tierphysiologie und Tierernährung. Einblicke in sein Arbeitsgebiet präsentiert Prof. Pfeffer in seinem Festvortrag mit dem Titel "Ernährungsphysiologische und ökologische Aspekte des Phosphatumsatzes verschiedener Nutztiere".

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Frank Liebert
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Institut für Tierphysiologie und Tierernährung
Kellnerweg 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3332, Fax (0551) 39-3343
e-mail: tierphys@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.VDLUFA.de
http://www.gwdg.de/~tierphys

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise