Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Astrophysik in der Antarktis - Konferenz am AIP in Potsdam

14.09.2007
Vom 17. bis 21. September veranstaltet das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP) auf dem Telegrafenberg in Potsdam eine Konferenz zur Astrophysik in der Antarktis (ARENA). Auf der Konferenz treffen sich Astrophysiker aus aller Welt, die zukünftig von der Antarktis aus den Himmel erkunden wollen.

Die Antarktis ist für astronomische Beobachtungen sehr gut geeignet, denn sie bietet Beobachtungsbedingungen, die sonst nirgendwo auf der Erde zu finden sind und weit kostengünstiger als Beobachtungen im Weltall sind. Damit bietet sie qualitativ und finanziell den besten Kompromiss zwischen Beobachtungen auf der Erde und im Weltall.

Im antarktischen Winter gibt es eine 4 Monate dauernde, durchgehende Nacht mit einer einzigartigen Dunkelheit und ohne Störung durch Polarlichter. Es gibt saubere und extrem trockene Luft, kaum Wind, keine üblichen Tag- und Nacht-Zyklen mit der einhergehenden periodischen Lufterwärmung, und auch keine Luftverschmutzungen. Der Himmel ist extrem klar und daher gibt es exzellente Sichtbedingungen. Die großen, flachen Gebiete ermöglichen den Bau von großen Teleskopanlagen.

Zukünftiger Standort in der Antarktis ist die italienisch-französische CONCORDIA-Station auf dem Dome C in der Antarktis [siehe Bild 1]. Die CONCORDIA-Station arbeitet bereits seit 2005 durchgängig das ganze Jahr hindurch. Dies hat den Vorteil, dass es bereits einen erschlossenen Standort gibt, der außerdem vorteilhaft für astronomische Beobachtungen ist. Probebeobachtungen werden derzeit vor Ort durchgeführt [siehe Bild 2]. Es gibt eine Energieversorgung und die Station ist, zumindest nach antarktischen Maßstäben, relativ gut zu erreichen. Dome C wurde sorgfältig ausgewählt, hier gibt es keine tektonischen Plattenverschiebungen und keine Gefahr durch abtauendes Eis. Dies ist wichtig für die Planung großer Teleskopgebäude. Das Projekt ARENA und die Konferenz in Potsdam dienen der Planung eines Weltklasse-Observatoriums auf der Station auf Dome C.

... mehr zu:
»AIP »Astrophysik

Zunächst sollen mögliche Projekte, die mit Teleskopen in der Antarktis durchgeführt werden können, diskutiert und identifiziert werden. Geplante Projekte sind z.B. die Suche nach extrasolaren Planeten, d.h. Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die um sonnenähnliche Sterne kreisen sowie die Erforschung der inneren Struktur von Sternen und die Erstellung von Langzeitstudien zur Sternenaktivität. Doch auch Studien zu jungen Sternpopulationen in lokalen Galaxien, wie der Magellanischen Wolke, sind geplant und vom Dome C in der Antarktis ideal durchführbar. Außerdem sollen neue Experimente zur kosmischen Hintergrundstrahlung durchgeführt werden. Damit sollen wichtige astronomische Fragen geklärt werden: was ist die dunkle Materie und die dunkle Energie, wie haben sich die Galaxien geformt und wie ist unsere Milchstraße entstanden?

Für 2012 plant das Astrophysikalische Institut Potsdam ein Teleskop in der Antarktis. Das International Concordia Explorer Telescope (kurz ICE-T) sucht für das AIP und 6 weitere beteiligte Institute in Europa und Australien nach extrasolaren Planeten um sonnenähnliche Sterne, d.h. erdähnlichen Planeten. Gleichzeitig sammelt es für das Alfred Wegener-Institut Bremerhaven (AWI) auf der Erde atmosphärische Daten.

Interviewtermine mit den internationalen Wissenschaftlern können über Frau Bonatz (Tel. 0331-7499-469, E-Mail: presse@aip.de) vereinbart werden.

Shehan Bonatz | idw
Weitere Informationen:
http://www.aip.de/ARENA-2/"

Weitere Berichte zu: AIP Astrophysik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften