Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werbung im Web 2.0 ist Dialog unter Gleichen

12.09.2007
IBM-Experte zur Zukunft der Werbung

Die Zukunft der Werbung liegt im Dialog mit den Internetnutzern – das Fernsehen wird langfristig in seiner Bedeutung als Werbeträger abnehmen. Internet und TV werden von jungen Zielgruppen schon heute parallel konsumiert. Das Fernsehen wird zum „Nebenbeimedium“. So lautet die Einschätzung des Medienexperten Andreas Neus in einem Gespräch anlässlich des bevorstehenden IIR-Web 2.0-Kongresses in Berlin.

Das Web 2.0 wird den Wettbewerb unter den Werbetreibenden weiter verschär-fen, ist sich Andreas Neus, Strategieberater bei der Unternehmensberatung IBM Global Business Services und Medienexperte für den Think-Tank IBM Institute for Business Value, sicher: „Durch das Web 2.0 entwickeln sich bislang passive Mediennutzer zu aktiven Produzenten von Inhalten. Sie bloggen, stellen Videos ins Netz und geben Kaufempfehlungen in Online-Shops. Die damit ansteigende Informationsflut wird den Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten weiter anfeuern“, sagte Neus im Vorfeld des IIR-Web 2.0-Kongresses (9. und 10. Oktober 2007, Berlin), auf dem er zur Zukunft von Medien und Werbung im Web 2.0 sprechen wird.

Verlierer dieser Entwicklung sei auf längere Sicht das Fernsehen: Zwar sei dessen Nutzungsdauer in den letzten Jahren gestiegen, doch konsumierten gerade junge Menschen Internet und TV-Angebote zunehmend parallel. „Das Fernsehen gerät immer mehr zum „Nebenbeimedium“ – so wie einst das Radio“, meint Neus.

... mehr zu:
»Value

Laut einer Studie des Softwareanbieters Novomind lesen rund 75 Prozent der Internetnutzer regelmäßig Empfehlungen anderer Käufer. Jeder Siebte bringe zudem Produkt- und Verbesserungsvorschläge ein. Die Entwicklung stellt Wer-betreibende vor neue Herausforderungen: „Die Zukunft der Werbung liegt im Dialog, nicht in der klassischen Ein-Weg-Kommunikation“, so Neus. Werber sollten die für das Web 2.0 typischen persönlichen Netzwerke, die Empfehlungen der Konsumenten und den damit verbundenen Vertrauensvorschuss nutzen. „Es sind die so genannten Social Communities, die dem Konsumenten heute einen wichtigen Beitrag zum Filtern, Bewerten und Auffinden von Informationen lie-fern.“

Jedoch seien viele Werbetreibende und Agenturen für einen solchen vertrauensvollen Dialog unter Gleichen noch nicht aufgestellt. „Erste Versuche von Agenturen, verschleierte Werbung in Communities oder Blogs zu platzieren, sind aufgeflogen und haben dem Image des Auftraggebers vermutlich mehr geschadet als genützt.“

Sein Rat an die Werbeverantwortlichen: „Es gilt, eine neue Perspektive für den Dialog mit den Konsumenten zu finden und die dafür notwendigen neuen Fähig-keiten zu entwickeln. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau einer Reputation und eines Image, das sich nicht primär auf Kampagnen, sondern auf Erfahrung in Dialogen begründet.“

Über den Web 2.0-Kongress:

„Web 2.0 goes corporate“ – unter diesem Motto richtet IIR Deutschland am 9. und 10. Oktober 2007 in Berlin den dritten Web 2.0-Kongress aus. In über 30 Praxisberichten und Expertenvorträgen soll gezeigt werden, wie Unternehmen das Web 2.0 für sich nutzen können. Auf der Agenda stehen Themen wie Marketing und Media 2.0, Social Commerce, Semantic Web, Recht 2.0, Unternehmenskommunikation 2.0 sowie verschie-dene Web 2.0-Technologien.

Zu den Referenten zählen Experten von Henkel, Vogel Business Media, Smava, Hamburg Mannheimer, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Bild.T-Online, Nestlé, Vodafone, Deutsche Bank, IBM Institute for Business Value, Last.fm, Dealjaeger.de, GlaxoSmithKline Deutschland, Helvetia, MyHammer.de, Linkwerk, Mixxt, Exciting Commerce, Core Media, Force Sunrise, Detecon International, Supreme NewMedia, teclegal Habel Rechtsanwälte Partnerschaft, Iven & Hillmann, Die Zeit, Adobe und Kupferwerk.

Über IIR Deutschland

Die IIR Deutschland GmbH ist ein Veranstalter von Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte aller Wirtschaftsbereiche. 200 Mitarbeiter konzipieren jährlich etwa 2000 Kongresse und Seminare, die vornehm-lich in Deutschland, aber auch in Österreich, Frankreich, der Schweiz und den USA durchgeführt werden. Zu den behandelten Themen gehören unter anderem die Informationstechnik, Automobil, Finanzen, Immobilien und Industriemanagement. Das Unternehmen sitzt in Sulzbach/Ts. bei Frankfurt am Main.

Über IBM Global Business Services

Mit Beratungsexperten in über 160 Ländern ist IBM Global Business Services die größte Beratungsorganisa-tion der Welt. IBM Global Business Services bündelt Beratungs- und Geschäftsprozess-Expertise für unterschiedliche Branchenanforderungen der Kunden. Zu den Beratungsfeldern gehören Strategy & Change, Supply Chain Management, Customer Relationship Management, Financial Management, Human Capital Management sowie IT-Services (Integration und Management von Applikationen); damit deckt IBM Global Business Services die komplette unternehmerische Wertschöpfungskette ab. Unternehmen jeder Größenordnung erwartet ein umfassendes Angebot, angefangen von ersten strategischen Überlegungen über die Implementierung der passenden Lösungen bis hin zu deren Betrieb. Im Vordergrund stehen innovative Tranformationsleistungen, mit denen Kunden sich vom Wettbewerb differenzieren, Reserven für Wachstum freisetzen können sowie ihre Kosten senken, die Effizienz steigern und mehr Flexibilität erreichen können.

Romy König | IIR Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.ibm.com/iibv
http://www.web2.0-kongress.de

Weitere Berichte zu: Value

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

nachricht Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft
17.05.2018 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics