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Kongress zu Zwangsstörungen von 20. bis 22. 09. 2007 in Osnabrück

10.09.2007
Unter dem Motto "Zwangsstörungen - Fragen und Antworten" findet vom 20. bis 22. September 2007 die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. (DGZ) in der Universität Osnabrück statt. Veranstalter sind neben der DGZ, das Institut für Psychologie der Universität Osnabrück und das Alelxianer Krankenhaus in Münster.

Anliegen des Kongresses ist es, die Herausforderungen der Zwangsstörung in ihrer gesellschaftlichen Dimension umfassend zu diskutieren. Es geht also nicht nur um neueste Erkenntnisse zur Therapie, sondern es werden z.B. auch Fragen der beruflichen Rehabilitation beantwortet.

Den Anfang macht am Freitag, 21. September, um 09.30 Uhr Prof. Dr. med. Michael Zaudig (Windach) vom wissenschaftlichen Beirat der DGZ. Er stellt die Behandlungsempfehlungen der DGZ für die Therapie der Zwangsstörung erstmals öffentlich vor. Diese Behandlungsempfehlungen wurden von den Mitgliedern des Beirats in den letzten 12 Monaten erarbeitet und werden als Grundlage für die Erstellung von verbindlichen Behandlungsleitlinien dienen.

Prof. Dr. Karl Heinz Wiedl vom Institut für Psychologie der Universität Osnabrück beschreibt in seinem anschließenden Vortrag Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten zur Frage, wie zwangserkrankte Menschen nach erfolgreicher Therapie wieder in das Berufsleben eingegliedert werden können.

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Der Ehrenvorsitzende der DGZ, Prof. Dr. med. Iver Hand (Hamburg) stellt neuere Entwicklungen und Erkenntnisse in der Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen vor. Hierbei wird auch der Frage nachgegangen, in wie weit das deutsche Gesundheitssystem eine erfolgreiche Psychotherapie ermöglicht bzw. verhindert.

Bildliche Einblicke in die Gehirnfunktionen von Zwangserkrankten gewährt Prof. Dr. Schiepek (Klagenfurt) in seinem Vortrag über die Neurobiologie der Zwangsstörung.

Zum Abschluss der Tagung wird Prof. Dr. med. Gunther Moll (Erlangen) am Samstag, 22. September, um 11.15 Uhr einen zusammenfassenden Überblick über Zwänge und deren Therapie geben.

Die Symposien und Workshops beleuchten den multimodalen Ansatz der Therapie. Hier werden z.B. neue Möglichkeiten der Befindlichkeitsmessung via SMS (Real-Time Monitoring), Therapiebausteine wie Kunst-, Körper und Sporttherapie, Pharmakotherapie sowie Besonderheiten der Therapie von Kindern und Jugendlichen vorgestellt.

Das Spektrum der Zwangsstörung ist ebenfalls Thema der Tagung, es werden Workshops zur Komorbiditäten allgemein und zur Trichotillomanie im besonderen angeboten.

Gute Tradition der von der DGZ veranstalteten Kongresse ist es auch, dass Betroffene zu Wort kommen und über ihre Erfahrungen in der Therapie und über ihr Leben mit der Zwangsstörung berichten.

Auf dem Kongress werden zwei Preise verliehen. Zum einen wird der Medienpreis der DGZ für hervorragende journalistische Berichterstattung über Zwangsstörungen vergeben. Zudem prämiert die DGZ in diesem Jahr mit einem Ehrenpreis herausragendes persönliches Engagement von Betroffenen. Die Preise sind mit je 500 Euro dotiert.

Das vollständige Programm und alle Informationen zum Kongress sind im Internet unter http://www.zwaenge.de abrufbar.

Um Fragen der Presse zu beantworten, findet am Freitag, 21. September, um 13.00 Uhr eine Pressekonferenz im Raum 111 des Erweiterungsgebäudes der Uni Osnabück, Seminarstraße 20, 49096 Osnabrück statt.

Antonia Peters | idw
Weitere Informationen:
http://www.zwaenge.de

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