Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU organisiert Konferenz zur unterirdischen Lagerung von Kohlendioxid

05.09.2007
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Deutschen haben den Klimaschutz zu ihrem Thema gemacht. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Reduzierung oder Speicherung von Kohlendioxid, damit es möglichst nicht zu einer globalen Erwärmung der Erde kommt.

Dieses Problem wird auf der chinesisch-deutschen Konferenz "Relevante Aspekte bei der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid und Erdgas" aufgegriffen, die vom 18. bis 20. September von der Technischen Universität Clausthal und der Sichuan University im niedersächsischen Goslar veranstaltet wird. Vertreter der Medien sind zur Eröffnung eingeladen.

Zwischen den beiden genannten Hochschulen besteht seit Jahren eine enge Zusammenarbeit. So haben ihre Präsidenten, die Professoren Edmund Brandt (Clausthal) und Heping Xie, im August 2006 in Sichuan ein gemeinsames Institut gegründet, das Chinesisch-Deutsche Energieforschungszentrum.

Zur Konferenz in Goslar werden mehr als 100 Teilnehmer erwartet, darunter 35 Wissenschaftler aus China, 40 aus Deutschland und 30 Studierende aus Clausthal. Auch Journalisten aus Asien haben sich angesagt. Professor Brandt wird den Workshop, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem chinesischen Pendant, der "National Natural Science Foundation of China" (NSFC), gefördert wird, eröffnen. Danach spricht der chinesische Botschafter, Canrong Ma, über Umweltschutzpolitik in seinem Land. "Ziel der Konferenz ist es auch, konkrete Kooperationsprojekte zwischen beiden Ländern zu erörtern", sagt Dr. Michael Z. Hou. Der Clausthaler Privatdozent vom Institut für Erdöl- und Erdgastechnik leitet die Veranstaltung.

... mehr zu:
»Sichuan

Der weltweit größte Verursacher von energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen sind die USA, gefolgt von China, Russland, Japan und Indien. Auf dem sechsten Platz steht Deutschland, das damit in Europa am meisten Treibhausgase produziert. Mittel- bis langfristig sollen hierzulande fossile Brennstoffe wie Öl, Gas und Steinkohle, die in der Stromerzeugung Kohlendioxid freisetzen, mehr und mehr durch alternative Energieträger ausgetauscht werden. Eine kurzfristigere Möglichkeit, das Kohlendioxid von der Atmosphäre fern zu halten, wäre, es nach der Verbrennung aufzufangen und im Untergrund einzulagern. Als Lagerstätten bieten sich leere Salzstollen, Öl- oder Gasreservoirs an.

Während auch in China erste Aktivitäten unterirdischer Speicherung anlaufen, hat in Ketzin bei Potsdam das europäische Forschungsprojekt "CO2SINK" begonnen. Rund 800 Meter unter der Erdoberfläche soll Kohlendioxid eingelagert werden. Im Anschluss an die dreitägige Konferenz in Goslar werden die Teilnehmer am 21. September zu einer Exkursion nach Ketzin und zum Erdgasspeicher in Reckrod bei Frankfurt am Main reisen.

Journalisten sind zur Eröffnung der Konferenz eingeladen:

18. September 2007, 14 Uhr
Hotel "Der Achtermann"
Rosentorstraße 20
38640 Goslar
Kontakt:
PD Dr.-Ing. habil. Michael Z. Hou
Telefon: 05323 - 72 2347
E-Mail: Hou@tu-clausthal.de

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.ite.tu-clausthal.de/fileadmin/user_upload/Dateien_ITE/Veranstaltungen/Flyer-co2gas.pdf

Weitere Berichte zu: Sichuan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz