Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller zur Innovation mit regionalen und industrienahen Forschungsclustern

04.09.2007
Innovationen sind der Stoff, der die Wirtschaft antreibt. Nur wer bei der Entwicklung neuer, attraktiver Produkte besser und schneller ist als die anderen, hat auf den internationalen Märkten Erfolg.

Unterstützung leistet die Fraunhofer-Gesellschaft: Sie führt Unternehmen und Forschungsinstitutionen in Innovationsclustern zusammen. Am 4. September 2007 präsentieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung die verschiedenen Cluster und ziehen eine erste Bilanz auf einer Tagung in Berlin.

Gemeinsam ist man stärker – das gilt auch für das Vorantreiben von Innovationen. »Deutsche Unternehmen werden nur dann von wesentlichen Wachstumsmärkten profitieren, wenn Forscher, Entwickler und Unternehmen zusammenarbeiten«, betont Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Mit den Innovationsclustern haben wir eine Plattform für einen solchen Austausch geschaffen: Relevante Kräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft kooperieren dabei in regionaler Nachbarschaft mit dem Ziel, erfolgreich in Märkten zu agieren und auf diesem Weg Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung zu sichern.« Von den neuen Forschungsinfrastrukturen sollen Impulse ausgehen, um die heimische Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Ausgangspunkt für die Förderung regionaler Innovationscluster durch die Fraunhofer-Gesellschaft sind die Beschlüsse der Bund-Länder-Kommission vom November 2004 und Juni 2005 zum »Pakt für Forschung und Innovation« und zur Exzellenzinitiative für die Hochschulen. Das Angebot widmet sich gezielt der Schnittstelle Wissenschaft-Wirtschaft und ergänzt ähnliche Initiativen anderer Forschungsorganisationen und Zuwendungsgeber zur Einrichtung wissenschaftlicher Exzellenzzentren.

... mehr zu:
»Innovationscluster »JOIN

Was hinter der Initiative Innovationscluster steckt, wird am 4. September 2007 in Berlin erläutert: Vertreter aus Politik, Forschung und Industrie präsentieren die existierenden und geplanten Cluster der Fraunhofer-Gesellschaft und der stärker grundlagenorientierten Forschungsorganisationen. Sie stellen sie zur Diskussion und erörtern ihre Bedeutung für Wissenschaft und Grundlagenforschung. Prof. Arthur J. Carty von der kanadischen Regierung präsentiert eine vergleichbare Clusterstruktur in Kanada mit 13 regionalen High-Tech-Clustern und analysiert die Erfolgsfaktoren.

Das Konzept der Innovationscluster hat sich bereits bewährt. Unter dem Motto »Erfolg durch Kooperation – Schneller von der Idee zum Produkt« hat die Fraunhofer-Gesellschaft bisher Cluster zu den Forschungsthemen Mechatronischer Maschinenbau (Chemnitz), Digitale Produktion (Stuttgart), Optische Technologien (Jena), »nano for production« (Dresden), »Personal Health« (Erlangen), »Digitale Nutzfahrzeugtechnologie« (Kaiserslautern) und »Automotive Quality Saar« (Saarbrücken) gegründet, weitere sind in Planung.

Wie die Innovationscluster arbeiten zeigt das Beispiel »Optische Technologien« in Jena – kurz JOIN, Jena Optical Innovations. Die Jenaer Region steht weltweit als Synonym für moderne Optik. Ziel des Innovationsclusters ist es, Exzellenz und Kompetenz in der Optik zu bündeln und damit Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte umzusetzen. An JOIN sind mehr als zehn Thüringer Unternehmen beteiligt, darunter die Traditionsfirmen Carl Zeiss Jena und Jenoptik sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftlichen Aufgaben übernehmen neben dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena die Friedrich Schiller Universität Jena, die Fachhochschule Jena und die TU Ilmenau. Ziel ist die Erarbeitung von spezifischen Lösungen unter anderem im Bereich der Miniaturisierung von optischen Komponenten, ihrer hochpräzisen inline Massenfertigung und der optischen Aufbau- und Verbindungstechnik. Basis der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Tradition im Bereich der optischen Technologien in der Region und die Wertschätzung der jeweiligen Kompetenz der Partner. Professor Andreas Tünnermann, Leiter des IOF und des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität, übernimmt die fachliche Koordination des Innovations-clusters. Auf der Tagung in Berlin wird er JOIN vorstellen.

Dr. Gunnar Brink | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Innovationscluster JOIN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

nachricht Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017
16.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten