Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz: Biometrische Daten als neue Identifizierungssysteme

31.08.2007
Mathematiker erwarten Biometrie-Experten aus aller Welt in Göttingen

Fingerabdrücke oder Iris-Erkennung ersetzen oder ergänzen als Identifizierungssysteme zunehmend konventionelle Techniken wie die persönliche Unterschrift oder das Passfoto. Die technischen Aspekte der Nutzung biometrischer Daten ist das Thema einer internationalen Konferenz, die vom 6. bis zum 8. September 2007 an der Universität Göttingen stattfindet.

Zu der Tagung "Biometrical Feature Identification and Analysis" erwarten die Organisatoren führende Wissenschaftler und Entwickler aus aller Welt sowie Vertreter von Sicherheitsbehörden in Europa und den USA. Die Experten werden sich über die neuesten Verfahren der biometrischen Mustererkennung und Musteranalyse, deren Möglichkeiten, Grenzen und Risiken austauschen. Prof. Dr. Axel Munk vom Institut für Mathematische Stochastik und Prof. Dr. Preda Mihailescu vom Mathematischen Institut veranstalten die Konferenz gemeinsam mit dem DFG-Graduiertenkolleg "Identifikation in mathematischen Modellen: Synergie stochastischer und numerischer Methoden".

"Einkaufen per Fingerabdruck oder Grenzüberschreitung ohne Pass per Irisüberprüfung sind machbare Zukunftsszenarien. Gleichzeitig sind jedoch auch große Risiken mit diesen Technologien verbunden", erläutert Prof. Munk, der die Konferenz als erste ihrer Art in Deutschland durchführt.

Die Themen reichen von mathematischer Grundlagenforschung über statistische Analyseverfahren bis zur informatischen Umsetzung effizienter Algorithmen. Diebstahl und Missbrauch von biometrischen Merkmalen als aktuelles Problem des Datenschutzes wird als weiterer Schwerpunkt der Konferenz an der mathematischen Schnittstelle von Biometrie und Verschlüsselungstechnik liegen. "Für die akademische Forschung, industrielle Unternehmen und den wissenschaftlichen Nachwuchs bietet die Konferenz ein hervorragendes Forum für den wissenschaftlich-technologischen Transfer, vielleicht vergleichbar mit der Biometric Consortium Conference, die jährlich in den USA stattfindet", so Prof. Munk.

Die interdisziplinäre "Biometrie-Forschungsgruppe" um Prof. Munk arbeitet seit drei Jahren an dem hochaktuellen Thema. Ihre Arbeit wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die VolkswagenStiftung des Landes Niedersachsens unterstützt.

Veranstaltungsort der Tagung "Biometrical Feature Identification and Analysis" vom 6. bis 8. September 2007 ist das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Bunsenstraße 10, in Göttingen.

Das vollständige Programm ist im Internet unter http://www.stochastik.math.uni-goettingen.de/biometrics2007 abrufbar.

Pressegespräch:
Zu der Tagung "Biometrical Features Identification and Analysis" findet am Donnerstag, 6. September 2007 ein Pressegespräch in der Aula am Wilhelmsplatz, Akademiesaal, 1. Stock statt. Das Pressegespräch beginnt um 11 Uhr. Als Gesprächspartner stehen Ihnen Prof. Dr. Axel Munk, Prof. Dr. Preda Mihailescu und Thomas Hotz von der Universität Göttingen sowie zwei internationale Experten und Konferenzteilnehmer zur Verfügung.
Kontaktadresse:
Thomas Hotz
Georg-August-Universität Göttingen
Mathematische Fakultät
Institut für mathematische Stochastik
Maschmühlenweg 8-10, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-13517, Fax (0551) 39-13505
e-mail: hotz@math.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.stochastik.math.uni-goettingen.de/biometrics2007

Weitere Berichte zu: Analysis Biometrical Identifizierungssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 48V im Fokus!
21.05.2018 | Haus der Technik

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics