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Thoraxchirurgie: Hohes Alter kein Hinderungsgrund mehr für eine Operation

31.08.2007
Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT), der schweizerischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie und der österreichischen Gesellschaft für Thorax- und Cardiovasculäre Chirurgie, vom 4. bis 6. Oktober 2007 in Konstanz

Thoraxchirurgische Eingriffe auch im hohen Alter möglich

Ein hohes Alter allein ist heute kein Hinderungsgrund mehr für eine Operation im Bereich des Brustkorbs, also dem Thorax. Auch bei über 80-Jährigen kann ein Lungenkrebs noch entfernt werden. Einige Bedingungen stellen Thoraxchirurgen wie Dr. med. Thomas Kiefer, Tagungspräsident und Ärztlicher Leiter der Thoraxchirurgie am Ortenau-Klinikum Offenburg, jedoch: Dazu gehört, dass die letzte Zigarette mindestens vier Wochen zurückliegt. Und die Patienten müssen den Treppentest bestehen.

"Beim Treppentest muss der Patient beweisen, dass er in der Lage ist, drei Etagen ohne Unterbrechung hinauf zu gehen", erläutert Kiefer, im Vorfeld der ersten gemeinsamen Jahrestagung der deutschen, schweizerischen und österreichischen Fachgesellschaften für Thoraxchirurgie in Konstanz. Wer das nicht schaffe, setzt sich einem nicht zu verantwortendem Risiko aus, bei der Operation ernsthaften Schaden zu nehmen, gar zu versterben. Bei dieser wird häufig einer der insgesamt fünf Lungenlappen, des so genannten Lobus, entfernt. Die Thoraxchirurgen nennen diesen Eingriff Lobektomie.

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Ähnlich ist es mit dem Rauchen. "Jeder Tag vor einer thoraxchirurgischen Operation, an dem der Patient nicht raucht, verbessert seine Chancen, die Operation zu überstehen", sagt Kiefer. Bei Auswahl der geeigneten Patienten sind Todesfälle während oder nach der Operation selten, laut Kiefer ein wichtiger Fortschritt der letzten Jahre: Vor 30 Jahren starben noch 15 Prozent der älteren Menschen nach einer Lobektomie. Nur vor einer Pneumonektomie, der Entfernung einer der beiden Lungen, die bei jüngeren Menschen möglich ist, sehen die Thoraxchirurgen im Alter in der Regel ab.

Häufig stellt sich für Thoraxchirurgen jedoch die Frage, ob eine Operation bei einem älteren Menschen mit Lungenkrebs sinnvoll ist. Dazu Dr. med. Thomas Kiefer: "Letztendlich muss - genau wie beim jüngeren Menschen - immer im Einzelfall entschieden werden. Keinem - weder dem Arzt noch den Angehörigen - steht die Entscheidung zu, ab welcher Lebenserwartung es sich lohnt, eine Therapie durchzuführen." Doch wenn sich Arzt und Patient für die Operation entscheiden, hätten ältere Menschen heute die gleichen Chancen wie jüngere, die Krebserkrankung zu überleben, sagt Kiefer.

TERMINHINWEISE:

Kongress-Pressekonferenz
Freitag, 5. Oktober 2007, 11.00 bis 12.00 Uhr
Blauer Salon, Steigenberger Inselhotel, Auf der Insel 1, 78462 Konstanz
Sitzung
Thoraxchirurgie im Alter
Freitag, 5. Oktober 2007, 15.00 bis 17.00 Uhr
Konzilgebäude Oberer Saal, Konzil, Hafenstraße 2, 78462 Konstanz

| idw
Weitere Informationen:
http://www.tc2007.de

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