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Das Potenzial der Tiefengeothermie

30.08.2007
Fachtagung am 4.9. an der TU Darmstadt

Die Erschließung und Nutzung vorhandener Potenziale der Tiefengeothermie ist das Thema einer Fachtagung, die am Dienstag, den 4. September 2007, in der TU Darmstadt stattfindet.

Veranstalter dieses 2. Tiefengeothermie-Forum sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, das Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt und das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie.

Der Fokus des 2. Tiefengeothermie-Forums liegt auf der Darstellung der geothermischen Potenziale in Hessen, der Entwicklung im Bereich der bohrtechnischen Erschließung und der Kraftwerkstechniken sowie der Wirtschaftlichkeit von Tiefengeothermie-Vorhaben in Deutschland und in Hessen.

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Neben der Darstellung der positiven Entwicklung der Branche wird auf die Abschätzung des geologischen Risikos durch Geothermie-Bohrungen auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen beim Vorhaben in Basel und der damit zusammenhängenden öffentlichen Diskussion eingegangen.

Das Forum wird durch eine Fachausstellung begleitet und schafft so eine Plattform, die es erlaubt, neben den Fachvorträgen mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu diskutieren und sich einen Überblick über den Stand und den Ausblick zur Nutzung der Tiefengeothermie zu verschaffen. Es richtet sich an Verantwortliche in der Wirtschaft, kommunale Entscheidungsträger, technologieinteressierte Planer und Ingenieure, Projektentwickler sowie Interessenten aus der Wissenschaft.

Veranstaltungsort ist das Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt in der Schnittspahnstraße 9, die Tagung beginnt am 4.9. um 9.00 Uhr.

Die Tagung ist öffentlich, die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro. Das Tagungsprogramm ist im www unter www.iag.tu-darmstadt.de/fg/ingenieur/tiefengeo2007.tud zu finden. Anmeldung ist möglich bei der hessenENERGIE GmbH, Birgit Knott, Tel. 0611/746230, birgit.knott@hessenENERGIE.de

Wichtige Ressource für eine nachhaltige Energieversorgung

Geothermische Energie stellt eine wichtige Ressource für eine nachhaltige Energieversorgung auch in Deutschland dar. Als zuverlässige, stets verfügbare sowie vom Import fossiler Brennstoffe unabhängige Energiequelle, ist Geothermie nicht nur als Forschungsprojekt interessant, sondern auch auf dem Weg, einen Beitrag als Grundlastenergie zu einem ausgewogenen Energiemix zu leisten. Verschiedene Technologien stehen zur Verfügung, die die geothermische Stromerzeugung und andere Nutzungsformen auch in Hessen sehr viel versprechend erscheinen lassen.

Mit der Hot Dry Rock-Technologie sind insbesondere im Bereich des Hessischen Oberrheingrabens geothermische Kraftwerke möglich. Mehrere Hydrothermieprojekte sind hier in Vorbereitung. Hierbei wird natürlich vorhandenes, heißes Wasser aus Tiefen von 2500 bis 3500 m zur Verstromung gefördert und wieder reinjiziert.

Im Rhein-Main Gebiet kommen zu günstigen geologisch-geothermischen Vorraussetzungen noch die starke Besiedelung und Nutzung der Region durch Industrie und Gewerbe hinzu. Besonders der hessische Teil des Oberrheingrabens zeichnet sich durch eine günstige räumliche Nähe von geothermischen Ressourcen und Verbrauchern aus. Der Oberhreingraben selbst ist Teil einer weltumspannenden geothermischen Anomalie, die sich durch besonders hohe Wärmeflüsse auszeichnet.

Um die Erfolgsaussichten einzelner Vorhaben besser beurteilen zu können, sind noch viele Arbeiten zur Klärung der tieferen Untergrundstrukturen und der geothermischen Potenziale der örtlichen Gesteine erforderlich.

Tiefengeothermie-Vorhaben sind komplex und bergen typische Explorationsrisiken. Niedrigtemperatur-Kraftwerkstechnik, Tiefbohrtechnik und die Versicherung von Fündigkeitsrisiken sind wichtige Aufgabengebiete, die für jedes Einzelprojekt definiert und konzipiert werden müssen. Deshalb ist es ein vordringliches Ziel, die Technologien, die für eine geothermische Strom- und Wärmeerzeugung erforderlich sind, weiter zu verbessern, kostengünstiger zu gestalten und gleichzeitig die Markterschließung nicht aus dem Auge zu verlieren. Wenn dies gelingt, dann wird die Geothermie neben den anderen erneuerbaren Energien einen Beitrag zum Strommix in Deutschland leisten können.

Jörg Feuck, | idw
Weitere Informationen:
http://www.iag.tu-darmstadt.de/fg/ingenieur/tiefengeo2007.tud

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