Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbeugender Hochwasserschutz - nachhaltiges Einzugsgebietsmanagement

17.08.2007
Das INTERREG III B Projekt "Wasserrückhalt durch angepasste Landnutzung" geht in den Endspurt: Schutzmassnahmen für kleinere und mittlere Flüsse.

Hochwasser an Mosel, Ruwer, Kyll, Sauer und vielen kleinen wie mittleren Flüssen Europas treten immer wieder auf. Welche Schutzmaßnahmen können hier getroffen werden? Internationale Wissenschaftler und Experten befassen sich mit dem Thema vorbeugender Hochwasserschutz und nachhaltiges Einzugsgebietsmanagement auf einer Tagung der Universität Trier vom 24.-26 September 2007 in den Räumen der katholischen Akademie Trier.

Dass technische Hochwasserschutzmaßnahmen alleine nicht mehr ausreichend sind, ist nicht neu. Genau an diesem Punkt setzt das EU-geförderte Projekt "Wasserrückhalt durch angepasste Landnutzung", kurz WaReLa, seit nunmehr über drei Jahren mit seiner Arbeit an. Allein die Hochwasserereignisse aus dem Jahr 2006, beispielsweise in Welschbillig, machten erneut deutlich, wie sehr auch in unserer Region erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Anwendung innovativer Maßnahmen und Bewertungsmaßstäbe für präventiven Hochwasserschutz und nachhaltiges Einzugsgebietsmanagement. Es sind die kleinen und mittleren Flüsse Europas, die in dem Projekt Berücksichtigung finden. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass die dortigen Überschwemmungen durchaus verheerend und damit einhergehende Folgen gravierend sind. Hochwasser an Mosel, Ruwer, Kyll und Sauer sind schließlich keine Seltenheit.

Mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen für Agrar- und Waldflächen sowie für Siedlungs- und Verkehrsflächen wird diesen negativen Entwicklungen frühzeitig entgegengewirkt.

Dabei hat die Einbeziehung aller beteiligten Akteure oberste Priorität. Von der lokalen bis hin zur transnationalen Ebene gilt es alle Interessen, Ideen sowie die unterschiedlichen Voraussetzungen miteinander in Einklang zu bringen. In das Projekt involviert sind 11 Partner aus den Ländern Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz. Diese haben es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam einen geeigneten Weg in Richtung auf nachhaltigen und präventiven Hochwasserschutz zu finden.

Wie sehr das Projekt einen wichtigen Beitrag zu dieser Thematik leistet, zeigte sich erneut Ende 2006. So beschloss das INTERREG III B-Gremium nach einem langwierigen Entscheidungsprozess, dass in WaReLa noch viel Potential steckt: So bekam das Projekt in einer einjährigen Verlängerung die Chance seine Arbeit weiterzuführen und darüber hinaus ein zukunftsorientiertes Konzept für ein kommendes Projekt zu entwickeln.

Seinen letzten Höhepunkt findet WaReLa nach vierjähriger Projektarbeit vom 24. bis 26. September 2007 in dieser Konferenz mit dem Titel "Integrated catchment management for hazard mitigation". Die dreitägige Wissenschaftstagung wird in den Räumlichkeiten der katholischen Akademie veranstaltet und soll als Kommunikations- und Austauschplattform für alle Interessierten dienen.

Besonders wichtig ist dem Projekt zum einen die lokalen und regionalen Beteiligten sowie zum anderen Fachleute auf dem Gebiet der Hochwasserprävention an einen Tisch zu bringen. Dabei stehen namenhafte Experten wie Prof. Dr. Joachim Hill (Universität Trier), Dr. Paul de Fraipont (Sertit, Univeristé Louis Pasteur de Strassbourg, F) und Prof. Dr. Ian Calder (Universität Newcastle, GB) Rede und Antwort. Das Themenspektrum ist weitgefächert und reicht von den grundlegenden Methoden der Datenerhebung und -modellierung sowie deren Umsetzung in der Praxis bis zu den notwendigen Strategien der räumlichen Planung und deren Anwendung in einem Entscheidungsunterstützungssystem (DSS).

Zum Ausklang der Veranstaltung wird am 26. September den Teilnehmern die Möglichkeit geboten anhand von Praxisbeispielen die Umsetzung der von WaReLa bearbeiteten Maßnahmen vor Ort zu begutachten und zu beurteilen.

Interessenten können sich unter folgender Adresse/auf der website www.warela.eu zur Tagung anmelden: http://fern39.uni-trier.de/warela/index.php3?cont=registration

Kontakt:
Stephan Seeling
Inga Gellweiler
Universität Trier
Abteilung Fernerkundung
E-Mail: warela@uni-trier.de

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://www.warela.eu
http://fern39.uni-trier.de/warela/index.php3?cont=registration

Weitere Berichte zu: Einzugsgebietsmanagement Hochwasserschutz WaReLa

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau
22.02.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Wunderwelt der Mikroben
22.02.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften