Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Labore auf Computerchips

11.07.2007
Bioinformatiker aus aller Welt diskutieren neue Sichtweisen in die Lebensvorgänge und somit neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Krankheiten
Wie ist die Faltung der DNA im Zellkern zu verstehen?

Wie können neue Behandlungsmöglichkeiten z.B. gegen Krebs aussehen? Mehr als 2000 Bioinformatiker, Informatiker und Biologen werden auf einer gemeinsamen Konferenz 15th Annual International Conference on Intelligent Systems for Molecular Biology (ISMB) & 6th European Conference on Computational Biology (ECCB) in Wien erwartet und die neuesten Ergebnisse auf dem Gebiet der Grundlagenforschung in der Bioinformatik wie auch der angewandten Biologie vorstellen.

Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D. Vorsitzender der ISMB/ECCB und Direktor am Max-Planck Institut für Informatik in Saarbrücken, wird in einer Pressekonferenz gemeinsam mit den Vize-Vorsitzenden Prof. Dr. Burkhard Rost von der Columbia Universität New York und Prof. Dr. Peter Schuster von der Universität Wien neueste Erkenntnisse in der Bioinformatik in einer Pressekonferenz vorstellen.

15th Annual International Conference on Intelligent Systems for Molecular Biology (ISMB) & 6th European Conference on Computational Biology (ECCB)

... mehr zu:
»Bioinformatik »Biology »Computational »ECCB »ISCB »ISMB
PRESSEKONFERENZ
Sonntag, den 22. Juli 2007. 10.00 Uhr
Raum 02 A 350
Austria Center Wien
Bruno-Kreisky-Platz 1
A-1220 Wien
Wissenschafts- und Medizinjournalisten sind herzlich zu dieser Pressekonferenz eingeladen. Die Zusammenfassungen der wichtigsten medienrelevanten Ergebnisse werden auf der Konferenz erhältlich sein. Interviews mit den Forschern und/oder den wissenschaftlichen Organisatoren der Konferenz sind möglich. Hierzu senden Sie bitte Ihren Wunsch nach einem Interviewtermin bis zum 13. Juli 2007 an Dr. Christel Weins, +41 681 9325404, weins@mpi-inf.mpg.de
Bedeutung der ISMB/ECCB 2007
"Auf der diesjährigen Konferenz trifft die junge interdisziplinäre Wissenschaftsgemeinde der Bioinformatiker auf die Gruppe von Informatikern, die die computergestützten Methoden liefert, und von Biologen, die am Ende die Früchte dieser Forschung ernten wird", meint Lengauer. "Dabei kommen unsere Wissenschaftler nicht nur aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, sondern auch sowohl aus der akademischen Welt als auch der Wirtschaft. Deshalb experimentieren wir immer mit neuen Formen einer Konferenz, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmer zu berücksichtigten."

"Aus diesem Grund", so fährt er fort, "dürfte dieses gemeinsame Treffen von besonderem Interesse für Wissenschaftsjournalisten sein. Alle Veranstaltungen der Haupt- und Nebenprogrammschienen haben einen einleitenden Teil der sich an eine diverse Zuhörerschaft richtet. Der Fokus liegt auf Arbeiten, die von allgemeinem Interesse sind. Die Anwendung computergestützter Methoden kann bei der Lösung von Problemen helfen, die für die Biologie und die Menschheit von großer Bedeutung sind, so dass ein größtmöglicher Nutzen für die breite Öffentlichkeit besteht." Eine kurze Zusammenfassung der Vorträge der Hauptprogrammschiene sowie der Themen der parallel laufenden Veranstaltungen können unter http://www.mpi-inf.mpg.de/~weins/ISMB_ECCB/ heruntergeladen werden (auf englisch).

Die Konferenz

Zu diesem Treffen werden Wissenschaftler aus der ganzen Welt erwartet. Es ist das zweite Mal, dass zwei der wichtigsten Bioinformatik-Konferenzen gemeinsam stattfinden. Es handelt sich dabei um die 15. International Conference on Intelligent Systems for Molecular Biology (ISMB, das jährliche Treffen der International Society for Computational Biology), sowie um die 6. European Conference on Computational Biology (ECCB) im Austria Center in Wien, vom 19. bis zum 25. Juli. Die erste gemeinsame Konferenz mit mehr als 2000 Teilnehmern fand im Jahre 2004 in Glasgow statt. Zur ISMB/ECCB 2007 in Wien wird eine ähnliche Anzahl an Teilnehmern erwartet.

Die siebentägige Konferenz beginnt bereits am Donnerstag, dem 19. Juli mit einer zweitägigen Begleitveranstaltung, die sieben parallele Workshops über verschiedene Spezialthemen umfasst. Am 21. Juli werden insgesamt 14 halbtägige Tutorials (Fortbildungsveranstaltungen) stattfinden, gefolgt vom dem Eröffnungsempfang. Die Eröffnungsveranstaltung für die eigentliche Konferenz ist für Sonntagmorgen, dem 22. Juli 2007 vorgesehen. Neben den Plenarveranstaltungen werden mehrere parallele Vortragsreihen stattfinden.

Darunter sind eine Reihe halbtägiger Veranstaltungen zu Spezialthemen, Veranstaltungen der Industrie, eine "Highlights"-Reihe für kürzlich publizierte Arbeiten, die von besonders breitem Interesse sind, sowie eine Veranstaltungsreihe, die von PLoS Computational Biology organisiert wird, der offiziellen Zeitschrift der International Society for Computational Biology (ISCB), die von der Public Library of Science herausgegeben wird.

Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D .

Thomas Lengauer studierte bis 1975 an der Freien Universität Berlin Mathematik und promovierte 1976. Er ging anschließend an die Universität Stanford und erhielt 1977 den Master of Science in Informatik und promovierte 1979 ein zweites Mal, ebenfalls in Stanford. Von 1979 bis 1981 war er bei Bell Labs in Murray Hill, New Jersey, beschäftigt. Danach kam er zurück nach Deutschland und habilitierte an der Universität des Saarlandes. 1984 wurde er an der Universität Paderborn zum Professor ernannt. Von 1992 bis 2001 war er Professor an der Universität Bonn und im selben Zeitraum auch Direktor des Instituts für Algorithmisches und Wissenschaftliches Rechnen an der GMD -Forschungszentrum Informationstechnik in Sankt Augustin bei Bonn. Er ist seit 2001 Direktor am Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken, wo er die Abteilung "Computational Biology and Applied Algorithmics" leitet. Er hat Honorarprofessuren an der Universität des Saarlandes und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Herr Lengauer forscht seit Anfang der Neunziger Jahre in der Bioinformatik. Seine Interessen umfassen die computergestützte Analyse der Struktur und Funktion von Proteinen, Bioinformatikmethoden zum Entwurf von Medikamenten sowie Bioinformatikunterstützung für die Diagnose und Therapie von Krankheiten, darunter viralen Infektionen wie AIDS und Hepatitis C sowie Krebs.

Thomas Lengauer ist Preisträger des Karl-Heinz-Beckurts-Preis, 2003, Konrad-Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik, 2003, Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, 2003

Über die ISCB:

Die International Society for Computational Biology ist eine wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung des Verständnisses lebender Systeme durch den Einsatz von Computertechnologie. Gegründet im Jahre 1997, hat die ISCB heute eine internationale Mitgliederschaft bestehend aus über 1900 Forschern in mehr als 50 Ländern. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein größeres Verständnis für die Bedeutung der Bioinformatik in der akademischen Welt, aber auch bei Regierungen und in der Öffentlichkeit zu wecken. Mehr über die ISCB erfahren Sie unter: www.iscb.org

Über die ISMB Konferenzen

Die Konferenz für Intelligent Systems for Molecular Biology (ISMB) fand zum ersten Mal im Jahre 1993 statt und spielte eine tragende Rolle bei der Gründung der ISCB im Jahre 1997, welche die Organisation der Veranstaltungsreihe seither übernimmt. Die ISCB ist die einzige internationale Vereinigung für Bioinformatik und ihr Konferenz-Flaggschiff, die ISMB, hat sich zur größten jährlichen Konferenz für Bioinformatik weltweit entwickelt. Mehr über die vergangenen ISMB-Konferenzen erfahren Sie unter: www.iscb.org/conferences_past.shtml

Über die ECCB Konferenzen

Die European Conference on Computational Biology (ECCB) wird jährlich von einer Gruppe von Europäischer Bioinformatiker veranstaltet. Die Gründungskonferenz fand 2002 in Saarbrücken unter Mitorganisation von Prof. Lengauer statt. ECCB ist die einzige Gesamteuropäische Konferenzreihe auf diesem Gebiet. Im Jahre 2004 einigten sich die Leitungsgremien der ISCB und der ECCB darauf, eine gemeinsame Konferenz zu veranstalten, wann immer die ISMB in Europa stattfindet. Dies hat dazu beigetragen, die Kooperation zwischen beiden Organisationen zum Nutzen aller Konferenzteilnehmer zu stärken. Mehr über die ECCB erfahren Sie unter: http://bioinf.mpi-sb.mpg.de/conferences/eccb/eccb.htm

Nähere Informationen über die Konferenz:
http://www.iscb.org/ismbeccb2007
BJ Morrison McKay, +44 7725 793 034, bj@iscb.org

Dr. Christel Weins | idw
Weitere Informationen:
http://www.iscb.org/ismbeccb2007
http://www.mpi-inf.mpg.de/~weins/ISMB_ECCB/
http://www.iscb.org/conferences_past.shtml

Weitere Berichte zu: Bioinformatik Biology Computational ECCB ISCB ISMB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise