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Internationaler Kongress über Tierkrankheiten bringt Forschungselite nach Leipzig

11.07.2007
Spitzenvertreter der Grundlagenforschung in der Tiermedizin kommen in Leipzig zu einem internationalen Kongress über Krankheiten bei Nutztieren zusammen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen der "13th International Conference on Production Diseases in Farm Animals" (ICPD) stehen Erkrankungen des Stoffwechsels bei Tieren. "Solche Erkrankungen haben zu einer nahezu dramatischen Abnahme der Lebensdauer bei Rindern geführt", erläutert Prof. Dr. Manfred Fürll von der Medizinischen Tierklinik der Universität Leipzig, der den Kongress leitet.

Zeit: 29. Juli 2007 bis 04. August 2007
Ort:
Carl-Ludwig-Institut für Physiologie
Liebigstr. 27
04103 Leipzig
Wie Fürll weiter ausführt, ist es gelungen, "eine einzigartige Veranstaltung dieser Qualität" nach Leipzig zu holen. Wesentliche Bestandteile des Konferenzprogramms sind unter anderem die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie die Vermittlung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Praxis. Besonderes Augenmerk wird bei den insgesamt 19 Kongressthemen der Fruchtbarkeit von Rindern und der Förderung der Eutergesundheit durch die Stärkung natürlicher Abwehrkräfte gelegt.

Was sich zunächst sehr theoretisch anhören mag, hat laut Fürll durchaus praktische Bedeutung: "Gute Ernährung, gutes Herdenmanagement - dafür gibt die Forschung der Praxis Wege vor, wie sie zu guter Fruchtbarkeit der Tiere und damit auch zu einer guten Produktion kommt", umreißt der Wissenschaftler. Mehr gesündere Tiere, die ein längeres Leben haben, sind Voraussetzungen für eine gute Qualität der tierischen Produkte, die nicht zuletzt auch dem Verbraucher zugute kommt.

Mit der Konferenz will Fürll auch einen Brückenschlag nach Osteuropa schaffen. Dass dies schon vor Beginn des Kongresses als gelungen bezeichnet werden muss, zeigt ein Blick auf die Anmeldestatistik: Rund 30 Prozent der Tagungsbeiträge, die bisher eingegangen sind, wurden aus Osteuropa eingereicht, darunter aus Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn.

Insgesamt erwartet Fürll rund 250 Experten aus aller Welt zu einem "offenen, uneigennützigen Informationsaustausch" beim ICPD-Kongress, an dessen Finanzierung sich die Deutsche Forschungsgesellschaft und das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst beteiligten. "Sehr gute Referenten werden hier in Leipzig einen Blick in die Zukunft werfen und wir werden zum Beispiel beim Problem der Stoffwechselerkrankungen von Rindern der Lösung einen guten Schritt näher kommen", knüpft Fürll große Erwartungen an die Konferenz.

Er hofft, den Teilnehmern auch Leipzig als Kulturstadt ein Stück näher bringen zu können. Eine in dieser Zusammensetzung vermutlich einzigartige Gelegenheit: "Eine solche Konferenz werden wir hier für die nächsten 20 Jahre nicht mehr herbekommen", schätzt er ein.

Jörg Aberger

weitere Informationen:

Prof. Dr. habil. Manfred Fürll
Telefon: 0341 97 - 38322
E-Mail: mfuerll@rz.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~13icpd/

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