Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was leisten Dieselpartikelfilter wirklich?

25.06.2007
CTI-Forum „Dieselpartikelfilter“ im Juli in Frankfurt

Hochgelobt und doch umstritten: Für manche Experten sind Dieselpartikelfilter Allheilmittel gegen Feinstaub, andere zweifeln an ihrem Nutzen. Auf dem CTI-Forum „Dieselpartikelfilter“ (11. und 12. Juli 2007 in Frankfurt am Main) diskutieren Experten Marktaussichten und technische Entwicklungen dieser Systeme.

Wenn Dieselkraftstoff in Fahrzeugen verbrennt, bilden sich unterschiedliche Rückstände. Dieselpartikelfilter (DPF) sollen dabei helfen, Rußpartikel aus den Abgasen herauszufiltern. Im März reagierte die Bundesregierung auf die Diskussion um die Feinstaubbelastung durch den Verkehr und beschloss – rückwirkend zum 1. Januar 2006 – den sogenannten Öko-Bonus: einen einmaligen Steuernachlass von 330 Euro für den nachträglichen Einbau eines Rußpartikelfilters. Wer sein Dieselfahrzeug nicht mit einem Partikelfilter nachrüstet, muss seit dem 1. April dieses Jahres vier Jahre lang einen Aufschlag auf die Kfz-Steuer von jeweils 1,20 Euro auf 100 Kubikzentimeter Hubraum zahlen.

Doch Experten streiten darüber, ob der DPF das Feinstaubproblem lösen kann. Nach Meinung von Prof. Reinhard Zellner von der Universität Duisburg-Essen kommt der Rußfilter gegen die besonders gesundheitsschädlichen kleinsten Partikel nicht an.

Zulieferern bietet sich Studien zufolge dennoch ein erhebliches Marktpotenzial: Das Beratungsunternehmen A.T. Kearney zum Beispiel prognostiziert dem Markt für Abgasnachbehandlung bis 2020 ein Wachstum von 8 auf etwa 30 Milliarden Euro.

Über zu erwartende Abgasgrenzwerte und damit verbundene Anforderungen an Motor und Abgasnachbehandlungssysteme, Marktaussichten und verschiedene DPF-Systeme diskutieren internationale Automobilexperten auf dem CTI-Forum „Dieselpartikelfilter“ am 11. und 12. Juli 2007 in Frankfurt am Main. Die Referenten kommen aus Unternehmen wie unter anderem DaimlerChrysler, GM Europe, J. Eberspächer, Hyundai Motor Europe sowie Mann und Hummel.

Auf der Agenda stehen neben Konzepten, Materialien und Anwendungen von DPF auch integrierte Systeme und Kombinationsmöglichkeiten, 3D-Simulation von Rußbeladung und Regeneration sowie Erfahrungen aus dem Serieneinsatz von DPF.

In einer Fachausstellung präsentieren das CTI – Céramiques Techniques et Industrielles, Notox und DSi – Delta Services Industriels ihre Lösungen und Entwicklungen.

Romy König | IIR Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.car-training-institute.com/dpf

Weitere Berichte zu: CTI-Forum DPF Dieselpartikelfilter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz