Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IPRAS-Kongress: Forschung bei der Gewebezüchtung verstärken

22.06.2007
IPRAS 2007 Berlin
14. Weltkongress der Plastischen, Rekonstruktiven
und Ästhetischen Chirurgen
26. bis 30. Juni 2007, Berliner Congress Center, Berlin

Plastische Chirurgen verstärken Forschung bei der Gewebezüchtung

Die mikrochirurgische Transplantation von Geweben ermöglicht gute Ergebnisse bei der Rekonstruktion von der weiblichen Brust und des Gesichts. Obwohl diese Technik ständig verbessert wird, ist die Entnahme von Gewebe an gesunden Spenderstellen nicht ohne Risiko. Deshalb verstärken Plastische Chirurgen ihre Aktivitäten in der Biotechnologie und Transplantationsforschung. Auf dem 14. Weltkongress der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen äußeren sich zwei führende deutsche Experten zuversichtlich zu den Perspektiven des sogenannten "Tissue Engineering".

Tissue Engineering ist der Versuch, Gewebe im Labor zu züchten. Dies beschränkt sich nicht allein auf die Vermehrung einzelner Zellen, wie dies seit langem möglich ist. Eine Ansammlung von Zellen bildet noch kein funktionstüchtiges Gewebe. "Leider verlieren viele Zellen bei der Vermehrung im Labor ihre ursprünglichen Eigenschaften", berichtet Professor Dr. med. Raymund Horch, Leiter der Plastisch- und Handchirurgischen Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen. Dies gilt nicht nur für komplexe Organe wie Leber oder Niere, sondern auch für das vermeintlich einfacher aufgebaute Haut- und Unterhautfettgewebe, die wichtigsten "Arbeitsmaterialien" der Plastischen Chirurgen. Die bisher angewandte Technik, die Zellen in Kulturgefäßen zu vermehren, führt nach Ansicht von Professor Horch nicht zum Ziel. Der Mediziner setzt deshalb auf Stammzellen. Sie sollen auf künstlichen Trägerstrukturen zu Hautzellen reifen und sich zu den Strukturen verbinden, die bei der Hauttransplantation benötigt werden. Horch ist überzeugt, dass größere Gewebekomplexe, so der Fachausdruck der Forscher, nur gezüchtet werden können, wenn auch die Blutversorgung sichergestellt sei. Neben Haut und Fettgewebe müssen deshalb auch Blutgefäße gezüchtet werden.

... mehr zu:
»B03 »IPRAS-Kongress

Auch Professor Dr. med. Björn Stark, Direktor der Abteilung Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg betont die Notwendigkeit der Gefäßversorgung. Stark glaubt, dass die Züchtung eher im "Bioreaktor Mensch" gelingen werde als im Labor. Im Idealfall könnten dann Transplantate entstehen, die in Struktur und Aussehen der Haut im Gesicht und der Brust sehr ähnlich sehen. Ein ästhetischer Nachteil der heutigen Techniken sei es nämlich, dass man einer vom Chirurgen wohlgestalteten Brust die Herkunft von der Bauchhaut noch ansieht. Auch ein von der Leiste entnommener Gewebelappen habe selten den gleiche Hautbeschaffenheit und -kolorit wie seine neue Heimat im Gesichtsbereich.

TERMINHINWEISE:

Eröffnungs-Pressekonferenz
anlässlich des 14. Weltkongresses der
Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (IPRAS-Kongress)
Montag, 25. Juni 2007, 14.30 bis 15.30 Uhr
Raum Turmalin. Radisson SAS Hotel,
Karl-Liebknecht-Straße 5, 10178 Berlin
Abschluss-Pressekonferenz
anlässlich des 14. Weltkongresses der
Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (IPRAS-Kongress)
"Die Zukunft der Plastischen Chirurgie"
Freitag, 29. Juni 2007, 13.00 bis 14.00 Uhr
Raum B03, Ebene B, Berliner Congress Center (bcc), Alexanderstr. 11, 10178 Berlin
tägliche Pressegespräche anlässlich des 14. Weltkongresses der
Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (IPRAS-Kongress)
*am Dienstag, den 26. Juni 2007, 13.00 bis 14.00 Uhr
Raum B03 (Pressebüro), Ebene B, Berliner Congress Center (bcc)
* am Mittwoch, den 27. Juni 2007, 13.00 bis 14.00 Uhr
Raum B03 (Pressebüro), Ebene B, Berliner Congress Center (bcc)
* am Donnerstag, den 28. Juni 2007, 13.00 bis 14.00 Uhr
Raum B03 (Pressebüro), Ebene B, Berliner Congress Center (bcc)

| idw
Weitere Informationen:
http://www.awmf.org

Weitere Berichte zu: B03 IPRAS-Kongress

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie