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Neue Chancen für Patientinnen und Patienten durch individualisierte Arzneimitteltherapie

11.06.2007
Expertentagung diskutiert Möglichkeiten und Grenzen

Heute beginnt im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine internationale Expertenkonferenz zu „Pharmainnovation: Möglichkeiten und Grenzen der individualisierten Arzneimitteltherapie“. Die vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und der Europäischen Kommission gemeinsam veranstaltete zweitägige Konferenz wird von Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, eröffnet.

Dr. Klaus Theo Schröder: „Ziel der individualisierten Arzneimitteltherapie ist es, Arzneimittel für einzelne Patienten oder Patientengruppen zu etablieren und damit neue, bessere Therapiemöglichkeiten zu schaffen bzw. bestehende Therapiemöglichkeiten zu optimieren. Neben einer besseren Verträglichkeit soll die Wirksamkeit und Sicherheit der Arzneimitteltherapie erhöht und zugleich ein Beitrag zum effektiveren Einsatz der Mittel im Gesundheitswesen geleistet werden.“

Dr. Klaus Theo Schröder hob die Bedeutung der Pharmainnovation aus Sicht der Politik hervor. In erster Linie gehe es um Fortschritte für die Patientinnen und Patienten. Für viele Krankheiten gebe es immer noch keine oder zumindest keine kausale Therapie, z. B. für Altersdemenz oder HIV/AIDS. „Es genügt aber nicht, neue, innovative Arzneimittel zu entwickeln. Sie müssen für den Patienten auch praktisch verfügbar und zugänglich sein. Hier steht Deutschland im internationalen Vergleich gut da. Entsprechende Studien belegen, dass neue und innovative Arzneimittel in Deutschland den Versicherten so schnell wie in kaum einem anderen Land der Welt zur Verfügung stehen“, unterstrich der Staatssekretär.

Als weiteren Aspekt hob Dr. Klaus Theo Schröder die wirtschaftliche Bedeutung der Pharmainnovation hervor: „Die Verbesserung der Standortbedingungen, die Schaffung von Arbeitsplätzen sind nicht nur hohe allgemeinpolitische Ziele in Deutschland und Europa. Sie sind zugleich auch Voraussetzung für den Erhalt der Gesundheitsversorgung.“ In diesem Zusammenhang verwies er auf weitere politische Initiativen und Projekte, u. a. auf die europäische Initiative zu innovativen Arzneimitteln.

An der Pharmainnovationskonferenz nehmen heute und morgen 200 Experten aus den Gebieten der pharmazeutischen Forschung, Produktion, Zulassung und Kontrolle teil, darunter Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Beitrittskandidaten sowie der USA.

In gemeinsamen Einführungs- und Abschlussveranstaltungen sowie in Workshops werden die unterschiedlichen Problemstellungen und Herausforderungen angesichts der rasanten biotechnologischen Entwicklungen im Bereich der Medikamenten- und Gesundheitsversorgung für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik thematisiert und konkretisiert. Dabei werden Fragen der Pharmakogenomik anhand der Indikationsgebiete Herz-/Kreislauf-erkrankungen, Psychiatrie/Neurologie, Hämatologie/Onkologie, Stoffwechselerkrankungen und Viruserkrankungen/Immunologie sowie regulatorische Fragen und der Problembereich Nebenwirkungen/Toxikologie besprochen. In einer Schlussveranstaltung im Plenum werden Rolle und Funktion der Zulassungsbehörden behandelt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_1030704/DE/Themenschwerpunkte/

Internationales/EU-Ratspraesidentschaft/Konferenzen/bonn-11-7.html

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