Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Redoxsignal-Integration: Vom Reiz über Netzwerke zu den Genen

08.06.2007
ZiF-Tagung zur Reaktion von Zellen auf Gefahren aus der Umwelt

Wie nehmen Pflanzenzellen und humane Zellen gefährliche Veränderungen in der Umwelt wahr? Wie können sie darauf reagieren, um Schäden zu vermeiden oder zu reparieren? Diese und ähnliche Fragen sind Gegenstand einer Konferenz im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld, die vom 25. bis 27. Juni unter der Leitung des Bielefelder Biologen Karl-Josef Dietz stattfindet.

Mensch, Tier und Pflanze besitzen ein gemeinsames Erbe, das in den Zellstrukturen und im Stoffwechsel zu erkennen ist. In den letzten Jahren wurde die Erbinformation (Genome) von drei Pflan-zen, der Ackerschmalwand, der Pappel und des Reis, von Tieren und des Menschen entschlüsselt. Der Vergleich der genetischen Inventare und verfeinerte molekulare und zellbiologische Analytik zeigen, dass allen Organismen weitere grundlegende Eigenschaften gemein sind. So halten alle Zellen ihr chemisches Milieu in engen Normen konstant. Abweichungen von der Norm führen zu Schaden und Krankheit und beschleunigen Alterung und Tod. Um solche schädlichen Prozesse zu verhindern, müssen gefährliche Änderungen in der Umwelt wahrgenommen und geeignete genetische Reaktionen ausgelöst werden. So nutzen die Pflanzenzelle und die humane Zelle teils gleiche Mechanismen, um die Umwelt nach relevanten chemischen und physikalischen Änderungen zu scannen. Die gewonnene Information wird in der Zelle verrechnet und löst genetische Antworten aus, die den Schaden vermeiden oder reparieren.

Die beteiligten molekularen Mechanismen sind Gegenstand intensiver Forschung und stehen im Zentrum der Tagung. Die neuen Erkenntnisse sollen in der Zukunft beispielsweise in der Züchtung von Kulturpflanzen mit erhöhter Umweltstresstoleranz genutzt werden oder bei der Diagnostik und Gesundheitsvorsorge verwendet werden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn Biochemiker, Molekularbiologen, Mediziner, Chemiker, Physiker, Informatiker und theoretische Biologen zusammenarbeiten. Die Tagung wird ein Forum sein, um die notwendige interdisziplinäre Diskussion zu katalysieren.

Konferenzsprache ist Englisch.

Tagungszeiten:
25. Juni, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr
26. Juni, 9:00 Uhr - 19:00 Uhr
27. Juni, 9:00 Uhr - 15:00 Uhr
Bei Anfragen zur Tagungsorganisation:
Tagungsbüro des ZiF/Trixi Valentin, Tel.: 0521/106-2769; Fax: 0521/106-6024;
E-Mail: Trixi.Valentin@uni-bielefeld.de
Bei inhaltlichen Fragen:
Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Tel.: 0521/106-5589;
E-Mail: karl-josef.dietz@uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2007/06-25-Dietz.html

Weitere Berichte zu: Biologe Redoxsignal-Integration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung
26.09.2017 | Technische Universität Darmstadt

nachricht Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle
26.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie