Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz über Forschungsinfrastrukturen

05.06.2007
Schavan: "Die besten Forscher für Europa gewinnen"

"Unser Ziel ist es, die bestmöglichen Bedingungen für exzellente Forschung in Europa zu schaffen." Mit diesen Worten eröffnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan gemeinsam mit EU-Forschungskommissar Janez Potocnik am Dienstag in Hamburg die 4. Europäische Konferenz zu Forschungsinfrastrukturen (ECRI2007). "Weltweit konkurrenzfähige Infrastrukturen sind für exzellente Wissenschaft von zentraler Bedeutung. Nur durch sie können wir Attraktivität und globale Wettbewerbsfähigkeit des Europäischen Forschungsraums steigern und die besten Forscher für Europa gewinnen."

Rund 450 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Industrie waren nach Hamburg gekommen, um über den Ausbau und die Weiterentwicklung von Forschungsinfrastrukturen auf europäischer Ebene zu diskutieren. Die Konferenz wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) ausgerichtet. Sie bietet ein Forum für die Diskussion wissenschaftspolitischer Fragestellungen rund um Planung, Bau und Betrieb von Forschungsinfrastrukturen in allen wissenschaftlichen Disziplinen. Das Spektrum ist groß: Es geht sowohl um klassische Großgeräte der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung wie Beschleuniger und Teleskope als auch um Bibliotheken und Datenbanken für die Lebens-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

Deutschland hat nach den Worten der Ministerin bei der Bereitstellung sowie der Nutzung von Forschungsinfrastrukturen in Europa eine führende Rolle. "Wir sind auch weiterhin bereit, uns der zunehmenden Internationalisierung zu stellen und unsere nationale Expertise und Erfahrung auf europäischer und auf globaler Ebene einzubringen", betonte Schavan. Wesentliches Ziel der zweitägigen Konferenz sei es, nach Wegen zu suchen, wie die Rahmenbedingungen für die Errichtung neuer Forschungsinfrastrukturen weiter verbessert werden können.

Dabei stellt sich die Frage nach geeigneten Rechtsformen ebenso wie die Frage der Strategieentwicklung auf europäischer Ebene. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die jüngst von ESFRI vorgelegte erste europäische Roadmap für Forschungsinfrastrukturen. Ministerin Schavan wies hier auf die Notwendigkeit hin, gemeinsame Entscheidungsprozesse und zukunftsfähige Finanzierungsstrategien zu etablieren, um so die Implementierung der ESFRI-Roadmap in Angriff nehmen zu können.

"Die zunehmende Internationalisierung von Forschungsinfrastrukturen verlangt nach neuen Strategien", sagte die Ministerin. Das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen, das sich aus Vertretern europäischer Staaten sowie der Europäischen Kommission zusammensetzt, ist nach ihren Worten eine geeignete Plattform, die informelle Gespräche und Diskussionen zur gemeinsamen Strategieentwicklung sowie zur Implementierung neuer Forschungsinfrastrukturvorhaben ermögliche.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auch im Internet unter http://www.ecri2007.de/. Weitere Informationen zur europäischen Forschungspolitik und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft gibt es unter http://www.bmbf.de/ und unter http://www.eu2007.de/.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.eu2007.de
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie