Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Natur- und Sozialwissenschaften für eine nachhaltige Entwicklung

05.06.2007
Ökologische Ökonomen Europas treffen sich in Leipzig

Zum ersten Mal findet die Internationale Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Ökologische Ökonomie (ESEE) in Deutschland statt. Die Konferenz wird am 5. Juni eröffnet, dem jährlich stattfindenden Tag der Umwelt, der an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm erinnert.

Bis zum 8. Juni treffen sich am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) über 450 WissenschaftlerInnen aus mehr als 50 Ländern, um Fragen der nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren. Dabei geht es unter anderem um den Verlust der Artenvielfalt, Wasserressourcen, Klimawandel, die nachhaltige Nutzung von Landschaften, Altlasten und andere Umweltprobleme. Ziel der Veranstaltung ist es, den Dialog zwischen Natur- und Sozialwissenschaften zu fördern, um Prozesse besser zu verstehen und globale Probleme interdisziplinär lösen zu können.

Die Ökologische Ökonomie verbindet Elemente der Ökonomie und Ökologie. Im Mittelpunkt stehen die Interaktionen zwischen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser wissenschaftliche Ansatz geht davon aus, dass alle ökonomischen Aktivitäten eingebettet in die Umwelt und abhängig von natürlichen Ressourcen sind. Damit wird das sozio-ökonomische System als Teil bzw. Subsystem des übergreifenden natürlichen Systems verstanden, von dessen Produktiv- und Wertschöpfungskraft alles menschliche Wirtschaften - auch in seinen sozialen und kulturellen Ausprägungen - lebt und auf das es sich auswirkt. Die Ökologische Ökonomie geht damit von einem integrativen Verständnis von natürlicher, sozio-ökonomischer und kultureller Entwicklung aus. Sie erforscht und entwickelt Konzepte und Handlungsansätze für ökologisch und sozial verträgliche, "nachhaltige" Wirtschafts- und Lebensweisen, die eine Koevolution von Wirtschaft und Gesellschaft im Einklang mit der Natur ermöglichen. 1987 wurde dazu die Internationale Gesellschaft für Ökologische Ökonomie (ISEE) und 1996 die Europäische Gesellschaft für Ökologische Ökonomie (ESEE) gegründet. Im deutschsprachigen Raum wird die Ökologische Ökonomie durch die Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) repräsentiert. Am UFZ hat die Kooperation zwischen Natur- und Sozialwissenschaften eine lange Tradition und so konnte hier das deutschlandweit größte Forscherteam Ökologischer ÖkonomInnen aufgebaut werden, das von Anfang an eng in die internationalen Netzwerke der Ökologischen Ökonomie eingebunden war. So konnte die ESEE-Konferenz nach Deutschland geholt werden, die vom UFZ in Kooperation mit der VÖÖ und VÖW organisiert wird. Der Theorie- und Forschungsansatz der Ökologischen Ökonomie hat sich mittlerweile vor allem im internationalen Rahmen etabliert und versteht sich seit seinen Anfängen als eine transdisziplinäre Wissenschaft der Nachhaltigkeit.

... mehr zu:
»ESEE »UFZ »Ökonomie
Inzwischen ist die Richtung auch in Deutschland anerkannt:
so gibt es eine Juniorprofessur für Ökologische Ökonomie an der Universität Oldenburg und seit kurzem einen Lehrstuhl für Nachhaltigkeitsökonomie an der Universität Lüneburg.
Veranstaltungsort:
Leipziger
Kubus im
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ Permoser Str. 15
04318 Leipzig
Programm:
ESEE 2007 - 7th International Conference of the European Society for Ecological Economics:

http://www.esee2007.ufz.de/

Links:
Europäische Gesellschaft für Ökologische Ökonomie (ESEE) http://www.euroecolecon.org/ Vereinigung für Ökologische Ökonomie http://www.voeoe.de Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung http://www.voew.de/
Weitere fachliche Informationen über:
Dr. Irene Ring
Department Ökonomie am Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ)
Telefon: 0341-235-2480
http://www.ufz.de/index.php?de=1661
sowie:
Doris Böhme/ Tilo Arnhold
UFZ-Pressestelle
Telefon: 0341-235-2278
Email: presse@ufz.de
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ wurde 1991 gegründet und beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle/S. und Magdeburg rund 800 Mitarbeiter. Es erforscht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt in genutzten und gestörten Landschaften, insbesondere dicht besiedelten städtischen und industriellen Ballungsräumen sowie naturnahen Landschaften. Die Wissenschaftler des UFZ entwickeln Konzepte und Verfahren, die helfen sollen, die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu sichern.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Tilo Arnhold | UFZ News
Weitere Informationen:
http://www.ufz.de

Weitere Berichte zu: ESEE UFZ Ökonomie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gemeinsam innovativ werden
23.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling
23.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics