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Sauberes Trinkwasser mit einfachen Mitteln

01.06.2007
Uni Stuttgart bei der Woche der Umwelt in Berlin
Bundespräsident Horst Köhler lädt die besten Unternehmen und Institutionen zur Präsentation innovativer Umweltschutztechnologien und -projekte am 5. und 6. Juni 2007 in den Park von Schloss Bellevue nach Berlin. Unter weit über 400 Bewerbungen wurden 180 Aussteller ausgewählt, darunter auch ein Projekt zur Technologie der Wasseraufbereitung der Uni Stuttgart.

Woche der Umwelt in Berlin am 5. und 6. Juni im Park von Schloss Bellevue,
Standnummer 23

Präsentation des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart: "Entwicklung eines Verfahrens zur simultanen Elimination von organischen Schadstoffen und Nitrat aus dem Trinkwasser"

Belastungen von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln im Grundwasser sind weltweit ein Problem. Damit die Qualität des Trinkwassers gesundheitlichen Anforderungen entspricht, ist ein erheblicher technischer und finanzieller Aufwand erforderlich. Vor allem bei kleinen Wasseraufbereitungsanlagen im ländlichen Raum ist dies nicht im¬mer zu gewährleisten. Am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Uni Stuttgart forscht man deshalb nach Lösungen, diese Stoffe möglichst mit einer "Einfachtechnologie" aus dem Wasser zu entfernen. Den Ingenieuren des ISWA ist es nun gelungen, mit Hilfe biologisch abbaubarer, wasserunlöslicher Polymere Nitrat und Pflanzenschutzmittel gekoppelt aus dem Wasser zu entfernen. Die Wissenschaftler setzen für diesen Prozess Polymer-Granulate ein, die gleichzeitig als Substrat für nitratreduzierende Mikroorganismen dienen und Pflanzenschutzmittel binden. Bei der Woche der Umwelt präsentieren die Stuttgarter Wissenschaftler den aktuellen Stand ihrer Forschungen und stellen eine Modellanlage vor, bei der durch Nitratmessungen im Zu- und Ablauf der Erfolg der Methode gezeigt wird.

Nach weiteren Forschungen ist der Einsatz dieser Technologie zunächst bei Aquakulturen für Fischzuchten geplant. Zudem gibt es Kontakte zu chinesischen Forschern, die die Technologie für die Trinkwasserverbesserung einsetzen möchten.

Weitere Informationen bei Dr.-Ing. Wolf-Rüdiger Müller, Tel. 0711/685-65411 und -63708, e-mail: w-r.mueller@iswa.uni-stuttgart.de und bei Dr. Angela Boley, Tel. 0711/685-65441, e-mail: angela.boley@iswa.uni-stuttgart.de sowie unter .

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.wochederumwelt.de
http://www.iswa.uni-stuttgart.de/bio/index.htm

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