Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europa und der Mittelstand

01.06.2007
Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Über 90 Prozent aller europäischen Unternehmen zählen zu diesem Sektor, der insgesamt etwa zwei Drittel aller Arbeitsplätze stellt.

"Dennoch vernachlässigt die europäische Rechtspolitik allzu oft die berechtigten Wünsche und Forderungen des Mittelstandes", sagt Jura-Professor Christoph Teichmann von der Uni Würzburg: Zahlreiche Normen des Arbeits- und Wirtschaftsrechts seien spezifisch auf Großunternehmen zugeschnitten oder zumindest von diesen leichter zu verkraften als von den kleineren Unternehmen.

Die Würzburger Juristische Fakultät widmet sich daher mit ihren diesjährigen Europarechtstagen dem Thema "Europa und der Mittelstand". Renommierte Referenten aus Wissenschaft und Praxis werden am Freitag und Samstag, 15. und 16. Juni, in der Neubaukirche über das europäische Arbeits-, Bilanz-, Gesellschafts- und Kartellrecht aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen vortragen. Für Fragen und Diskussionsbeiträge der traditionell zahlreichen studentischen Zuhörer soll dabei ausreichend Zeit bleiben.

Über das europäische Kartellrecht referiert Professor Rainer Bechtold, Rechtsanwalt in Stuttgart und Honorarprofessor der Juristischen Fakultät Würzburg. Professor Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg, stellt aktuelle Entwicklungen im europäischen Bilanzrecht vor. Aus der Perspektive betroffener Unternehmen spricht Rechtsanwalt Jan Dannenbring vom Zentralverband des Deutschen Handwerkes (Berlin), der sich in seinem Vortrag mit den europäischen Herausforderungen an das Arbeitsrecht befasst.

... mehr zu:
»Europarechtstag

Der Frage, ob und inwieweit der Mittelstand im europäischen Arbeitsrecht eines besonderen Schutzes bedarf, geht dann Privatdozent Achim Seifert von der Universität Frankfurt nach. Die vom Mittelstand seit langem geforderte Rechtsform einer "Europa-GmbH" wird Notar Oliver Vossius aus München behandeln, der hierzu kürzlich einen viel beachteten Gesetzesvorschlag unterbreitet hat. Auch Rechtsanwalt Miroslaw Cejmer aus Krakau (Polen) widmet sich diesem Thema und erläutert, inwieweit sich gerade Unternehmen aus den Beitrittsstaaten Vorteile von einer "Europa-GmbH" versprechen.

Die Teilnahme an den Europarechtstagen ist kostenlos und steht Wissenschaftlern und Studierenden aller Fakultäten ebenso offen wie Rechtsberatern und Unternehmensjuristen. Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um eine Anmeldung. Anmeldeformular und weitere Tagungsinformationen finden sich auf der Website der Juristischen Fakultät: http://www.jura.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/teichmann/europarechtstage/europarechtstage_2007/

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.jura.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/teichmann/europarechtstage/europarechtstage_2007/

Weitere Berichte zu: Europarechtstag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen
25.05.2018 | Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung

nachricht Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien
24.05.2018 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics