Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biotechnologie ist Schlüssel für die Fragen der Zukunft

30.05.2007
Fachkonferenz in Köln richtet Blick ins Jahr 2030 / Sieger des mit 60 Millionen Euro dotierten Wettbewerbs BioIndustrie2021 stehen fest

Eine Studie, die für die Biowissenschaften eine zukunftspolitische Schlüsselfunktion aufzeigt, und die Sieger eines mit 60 Millionen Euro dotierten Cluster-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums zur Weißen Biotechnologie standen heute im Mittelpunkt der Konferenz "Auf dem Weg zur wissensbasierten Bio-Ökonomie" in Köln.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Thomas Rachel und der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Dr. Joachim Wuermeling, eröffneten die Konferenz gemeinsam im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Auf der Veranstaltung präsentierten internationale Experten die "Kölner Erklärung" ("Cologne Paper") zur Zukunft der Biowissenschaften - darin wird der Biotechnologie im Verlauf der kommenden zwei Jahrzehnte eine herausragende Bedeutung für die europäische Wirtschaft zugesprochen. 51 unabhängige Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft haben dafür einen Blick in die Zukunft geworfen, Perspektiven einer wissensbasierten "Bio-Ökonomie" im Jahre 2030 diskutiert und Handlungsempfehlungen gegeben. Die Ergebnisse werden auf der Konfe-renz vorgestellt.

Thomas Rachel hob hervor: "Die großen vor uns stehenden Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, sowie die wachsende und alternde Bevölkerung zwingen uns zur Suche nach neuen, nachhaltigen Lösungen. Wir müssen schon heute die entscheidenden Weichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellen. Den Biowissenschaften kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Deshalb hat die Bundesregierung in ihrer Hightech-Strategie für Deutschland den Biowissenschaften und der Biotechnologie eine Schlüsselstellung eingeräumt."

Joachim Wuermeling unterstrich die Bedeutung der Bio-Tech-Wirtschaft im globalen Wettbewerb und betonte: "Je besser und effektiver uns die Verzahnung von Forschung und Wirtschaft gelingt, desto schneller sind Produkte auf dem Markt, die den Technologievorsprung Europas im globalen Wettbewerb sichern - ein wichtiges Signal, das von der Konferenz ausgeht, einem Joint-Venture von BMBF und BMWi gemeinsam mit der EU-Kommission im Rahmen der Ratspräsidentschaft."

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nimmt mit der Konferenz die Potenziale, den Stellenwert und die Perspektiven der Biowissenschaften in Wirtschaft und Gesellschaft in den Blick. Wie Thomas Rachel betonte: "Mit dieser Konferenz hat die deutsche Ratspräsidentschaft ein Zeichen gesetzt, um die Rolle der Biowissenschaften für die Zukunft aufzuzeigen. Die von unabhängigen europäischen Experten formulierte "Kölner Erklärung" untermauert den Ansatz der Bundesre-gierung, den Biowissenschaften einen prominenten Platz in der Hightech-Strategie einzuräumen. Wir werden auch in Zukunft alle Anstrengungen unternehmen, Deutschland zu einem der attraktivsten Standorte für Biowissenschaften weltweit auszubauen".

Thomas Rachel stellte im Rahmen der Konferenz in Köln die Sieger des BMBF-Wettbewerbs zur Weißen Biotechnologie vor. Die neu gestartete BMBF-Cluster-Initiative "BioIndustrie 2021" soll weitere erhebliche Investitionen - insbesondere von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - für die Forschung und Entwick-lung in der Weißen Biotechnologie mobilisieren. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Netzwerke aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen gebildet, die in der Lage sind, Ideen aus Hochschulen und Forschungsinstituten schnell als Produkte auf den Markt zu bringen. Hierfür stehen bis zu 60 Millionen Euro Projektfördermittel zur Verfügung - gemeinsam mit dem Beitrag aus der Industrie soll das Gesamtvolumen der Projekte rund 150 Millionen Euro betragen. Als Sie-ger des Cluster-Wettbewerbs "BioIndustrie 2021" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden am Mittwoch von der Jury folgende Cluster aus ursprünglich 19 Ideenskizzen ausgewählt:

Je 20 Millionen Euro gehen an:
Biokatalyse 2021 - Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen
CLIB 2021: Cluster Industrielle Biotechnologie
10 Millionen Euro gehen an:
Biopolymere / Biowerkstoffe
Je 5 Millionen Euro gehen an:
Industrielle Prozesse mit biogenen Building Blocks und Performance Proteinen (IBP)

Integrierte BioIndustrie: Umsetzungskonzept für den Aufbau eines Clusters der industriellen Biotechnologie

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Bioindustrie Biotechnologie Biowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie