Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Den Armen helfen, die Wirtschaft antreiben

29.05.2007
Nobelpreisträger bei Konferenz zu Grundeinkommen und Mikrokrediten
Mikrokredite und Grundeinkommen können bei der Bekämpfung der Armut in Schwellenländern helfen. Die Frage ist: Welche Impulse entstehen durch eine Verknüpfung dieser Instrumente? Offen ist zudem, welche Einsatzmöglichkeiten es für Mikrokredite und Grundeinkommen in den Industrienationen gibt. Um diese Themen kreist

die Konferenz „Initiative wecken – Zukunft unternehmen“
am Mittwoch, 6. Juni, 12 Uhr,
im AudiMax (Straße am Forum 1, Geb. 30.95).
Im Zentrum der Veranstaltung stehen Vorträge von drei Protagonisten, die sich für Grundeinkommen und Mikrokredit stark machen: Muhammad Yunus erhielt für seinen Einsatz bei der Vergabe von Kleinkrediten an „die Ärmsten der Armen“ den Friedensnobelpreis 2006. Der Ökonomie-Professor an der Universität Chittagong (Bangladesch) gründete die Grameen Bank (was so viel bedeutet wie Dorf- oder Volksbank), die eine Vergabe von Krediten an die Bedingung knüpft, dass die Kreditnehmer über keinerlei materielle Sicherheiten verfügen. Basis ist die Idee, dass die Kreditnehmer aufgrund ihrer Lebenserfahrung die Fähigkeit besitzen, sich trotz widrigster Umstände zu entwickeln und den Kredit zurückzuzahlen. Die Rückzahlungsquote der Kredite liegt bei 99 Prozent.

Eduardo Suplicy ist Senator in der Regierung von Präsident Lula da Silva und Ökonomie-Professor in Sao Paolo. Auf seine Initiative wurde das Grundeinkommen in Brasilien gesetzlich verankert. Zunächst bekamen die Armen ein Grundeinkommen. Heute erhalten etwa 44 Millionen Menschen in Brasilien – ein Viertel der Bevölkerung – ein Grundeinkommen, das fast vollständig aus einer Steuer auf Kapitaltransaktionen finanziert wird.

Götz Werner ist Vorsitzender der Geschäftsführung von dm Drogeriemarkt und Leiter des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship der Universität Karlsruhe. Er ist einer der wichtigsten Fürsprecher eines Grundeinkommens in Deutschland. Aus seiner Sicht ist ein Grundeinkommen für hochproduktive und -automatisierte Volkswirtschaften zeitgemäß, für eine Wirtschaft mit weitgehender Selbstversorgung (Agrarwirtschaft) hingegen nicht. In dieser müsste das Grundeinkommen durch Mikrokredite ergänzt werden, um Arbeitsteiligkeit zu fördern und dadurch die Produktivität zu erhöhen.

... mehr zu:
»Grundeinkommen »Mikrokredit

An die Vorträge schließt sich eine Diskussion an.

Das Interfakultative Institut für Entrepreneurship der Universität Karlsruhe veranstaltet die Konferenz in der Reihe „Globalisierung gestalten – in welcher Welt wollen wir leben?“, hinter der die Hochschulgruppen AIESEC und Global Marshall Plan stehen.

Nähere Information:
Klaus Rümmele
Presse und Kommunikation
Telefon 0721/608-8153
E-Mail ruemmele@verwaltung.uni-karlsruhe.de
Herausgegeben von Presse und Kommunikation
Dr. Elisabeth Zuber-Knost / Leiterin
Tel.: +49 721 608-2089, Fax: +49 721 608-3658
E-Mail: presse@verwaltung.uni-karlsruhe.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | Universität Karlsruhe
Weitere Informationen:
http://www.presse.uni-karlsruhe.de/

Weitere Berichte zu: Grundeinkommen Mikrokredit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren
21.11.2017 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen
21.11.2017 | FH Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie