Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BioRiver Kongress 2007: Knowledge goes Business – Wissenstransfer in der Biotechnologie

23.05.2007
• Deutschland: gute Chancen für Biotechnologie
• BioRiver-Kongress bringt Experten zusammen
• Innovations-Minister Pinkwart stellt NRW-Strategie vor
Der Biotechnologiestandort Deutschland hat gute Chancen, im internationalen Wettbewerb eine wichtige Rolle zu spielen. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe rechnet bis 2020 mit einem erheblichen Beschäftigungszuwachs.

Bereits heute leistet die Biotechnologie einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaftsleistung, so das Ergebnis der aktuellen Fraunhofer-Studie. In der Chemieindustrie basieren vier bis sechs Prozent des Umsatzes auf Biotechnologie, in der pharmazeutischen Industrie 11 bis 18 Prozent und in der Umweltbiotechnik 13 bis 18 Prozent.

Bis zum Jahr 2020 rechnen die ISI-Experten mit einem Anstieg des Umsatzes, der durch Biotechnologie getrieben wird, von bis zu 200 Prozent. Zu den Standort-Stärken gehören unter anderem das hoch qualifizierte Personal, die ausdifferenzierte Forschungslandschaft, wettbewerbsfähige industrielle Anwenderbranchen, große inländische Absatzmärkte und ein guter Zugang zu den Exportmärkten.

Knowledge goes Business

Auf dem BioRiver Kongress 2007, zu dem das Unternehmensnetzwerk BioRiver – Life Science im Rheinland e.V. am 12. und 13. September 2007 einlädt, wird mit hochrangigen Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über Wissenstransfer in der Biotechnologie diskutiert. „Wer die Entwicklung treiben will, muss die Richtung kennen. Deshalb veranstalten wir diesen Kongress, um eine umfassende Bestandsaufnahme zum Thema Wissenstransfer zu präsentieren. Es versteht sich von selbst, dass wir uns hierbei nicht auf unsere eigene Region beschränken, sondern Grundlagen und Best Practices aus der globalen Liga zusammengestellt haben, in der wir als Region schon heute spielen“, so BioRiver-Vorstandschef Dr. Metin Colpan. Der Kongress findet unter Mitwirkung der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Industrie- und Handelskammern im Rheinland statt. Als Hauptsponsoren unterstützen sie die Initiative des innovativen Biotech-Netzwerkes.

Vom Wissen zum Profit

Der Wissenstransfer ist in der Biotechnologie die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg. Über Geschäftsmodelle zum Wissenstransfer spricht Prof. Siegfried Neumann (Merck KGaA) und stellt Kooperationen zwischen Grundlagenforschung und Profitcentern vor. Weiter geht er anhand einer Fallstudie „Asien“ auf Strategien für die Suche nach Technologiepartnern ein. Dr. Jörn Erselius, Geschäftsführer der Max-Planck Innovation GmbH, geht auf Angebot und Nachfrage im Wissensmarkt ein und stellt die Frage, wie groß der Einfluss der Abnehmer auf die Definition der Forschungsziele ist.

Über die Risikobewertung in der Biotechnologie spricht Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der NRW.Bank. Mit dem NRW.BANK.Seed Fonds stellt Schröder ein Beispiel für regionale Unterstützung von Wissenstransfer vor. Der NRW.BANK.Seed Fonds ist der 30 Millionen Euro starke Dachfonds der Förderbank Nordrhein-Westfalens, der in regionale Seed Fonds investiert. Insgesamt sind in Nordrhein-Westfalen sechs regionale Fonds umgesetzt bzw. geplant. Nun bündelt der NRW.BANK.Seed Fonds seine Kräfte mit dem bundesweit tätigen High-Tech Gründerfonds. Der High-Tech Gründerfonds ist eine gemeinsame Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums mit namhaften Industrieunternehmen und der KfW Mittelstandsbank. Wie der Aktienmarkt Wissensmanagement und -transfer bewertet und welchen Stellenwert Wissenstransfer für die Entwicklung einer Branche hat, erläutert Dr. Jan zu Hausen (Senior Vice President, Investment Banking, Sal. Oppenheim) in seinem Vortrag. Die Funktionen der Bio-Regionen als „Business Inkubator“ stellt Dr. Christian Schetter (Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, BioRiver) vor und geht dabei auf die infrastrukturelle Voraussetzungen für einen effektiven Transfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft ein.

NRW unterstützt Biotechnologie

Über die langfristige Strategie der Landesregierung zur Entwicklung des Biotech-Standortes NRW spricht Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie. „NRW bietet Biotech-Firmen hervorragende Standortbedingungen. NRW besitzt das Potenzial, durch Innovation Wachstum zu erzeugen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im Zuge der Innovationsoffensive BIO.NRW investiert die Landesregierung in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro zusätzlich in die Biotechnologie. Unser Ziel ist, NRW zu einer der wichtigsten europäischen Regionen dieser Zukunftsbranche zu machen", so Pinkwart anlässlich der Eröffnung eines neuen Produktions- und Logistikzentrums von Qiagen. Der BioRiver-Kongress richtet sich unter anderem an Vorstände, Geschäftsführer, Marketing- und Vertriebsleiter von BioTech-Unternehmen und Start-Ups, Leiter Unternehmensentwicklung, Forschungs- und Entwicklungsleiter, Hochschul- und Forschungsinstitute, Venture Capitalists, Investmentbanker, Finanzdienstleister, Juristen und Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Biotechnologie/Bioindustrie sowie Vertreter aus den entsprechenden Bundes- und Landesministerien, der öffentlichen Verwaltung, den Verbänden und Kammern.

Das Programm ist im Internet abrufbar:
www.konferenz.de/bioriver

Ihr Ansprechpartner
Claudia Büttner
Leiterin Presse/Internet
IBC EUROFORUM GmbH
Tel.: +49 (0) 211/96 86- 3380
Fax: +49 (0) 211/96 86- 4380
Mailto:presse@euroforum.com

BioRiver BioRiver ist das unternehmergetriebene Netzwerk der BioRegion Rheinland zur Förderung der Life Science Industrie und Wissenschaft mit seinen Kernstädten Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf. BioRiver bietet eine Plattform für intensiven Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und fördert die Vernetzung und Koordination der einzelnen Akteure im Rheinland. BioRiver fördert den Technologie Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ist Mittler zwischen Forschergruppen und –Projekten und der Industrie. Unter BioRiver Science haben sich die rheinischen Universitäten und Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um gemeinsam Spitzenforschung zu betreiben und zu präsentieren.

Julia Batzing | EUROFORUM Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com

Weitere Berichte zu: BioRiver Biotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie