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Europäische Bioethikgremien tagen in Berlin

21.05.2007
Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft empfängt der Nationale Ethikrat die Teilnehmer der 9. Europäischen Konferenz Nationaler Ethikkomitees (COMETH) und des 9. Forums Nationaler Ethikräte (NEC) sowie die Mitglieder der Europäischen Gruppe für Ethik (EGE) vom 23. bis 25. Mai 2007 in Berlin.

Vertreter von Ethikgremien aus Ländern, die dem Europarat angehören, versammeln sich zur 9. COMETH-Konferenz. Im Mittelpunkt ihrer Beratungen steht die Frage nach der Rolle der Ethikberatungsgremien in demokratischen Gesellschaften. Turnusmäßig ist außerdem die Wahl des neuen Vorsitzenden der COMETH vorgesehen.

Zum 9. NEC-Forum kommen jeweils die Vorsitzenden und Sekretäre der Ethikräte aus den EU-Mitgliedsstaaten zusammen. Sie tauschen sich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum, insbesondere unter den Bedingungen des 7.

EU-Forschungsrahmenprogramms aus. Im Mittelpunkt des größten
Vortrags- und Diskussionsblocks steht das Thema Governance and Ethics. Zum einen wird der Wissenschaftler in seiner Doppelrolle als Forscher und Unternehmer in den Blick genommen und zum anderen diskutieren die Teilnehmer über die Auswirkung unterschiedlicher nationaler Gesetzgebungen auf die Praxis der künstlichen Befruchtung.
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Gegenstand gemeinsamer Beratungen von COMETH und NEC sind Fragen der Hirnforschung und der Grenzen naturwissenschaftlicher Deutungen menschlichen Denkens und Handelns sowie die Grenzziehung zwischen medizinischen und sozialen Problemen.

EGE und NEC-Forum widmen sich gemeinsam Fragen der wissenschaftlichen Integrität und des wissenschaftlichen Publizierens. In bilateralen Gesprächen von EGE und Nationalem Ethikrat werden Fragen der Organtransplantation und des Organmangels sowie der Biobanken diskutiert. Das Programm der Tagung ist online abrufbar unter http://www.ethikrat.org/eu2007/Programm_COMETH_NEC_23-25_Mai_07.pdf.

Hintergrundinformationen

Die gemeinschaftliche Förderung von Forschung und technologischer Entwicklung ist eines der Hauptanliegen europäischer Forschungspolitik. Maßnahmen zur Forschungsförderung werden im "Gemeinschaftlichen Rahmenprogramm Forschung" fixiert. Ihr Ziel besteht darin, die EU-Länder in ihrer wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung sowie ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Forschung in Bereichen zu fördern, die von der EU als vordringlich angesehen werden. Die in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnenden rasanten Fortschritte insbesondere im Bereich der Lebenswissenschaften und die zunehmende Internationalisierung der Forschung machen es erforderlich, dass man sich nicht nur im Rahmen der nationalen Gesetzgebung, sondern auch länderübergreifend über ethische Standards der Forschung verständigt.

COMETH

Seit 1992 treffen sich in ein- bis zweijährlichem Rhythmus Vertreter Nationaler Ethikkomitees (oder vergleichbarer Gremien) aus Ländern, die dem Europarat angehören, zur European Conference of National Ethics Committees (COMETH). Das Ziel der Konferenz besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Ethikkomitees zu fördern, jenen Ländern, die ein Ethikgremium einrichten möchten, dabei behilflich zu sein und die öffentliche Debatte zu ethischen Fragen wissenschaftlicher Neuerungen in der Biologie, der Medizin und im öffentlichen Gesundheitswesen zu befördern. http://www.coe.int/T/E /Legal_Affairs/Legal_co-operation/Bioethics/COMETH/.

NEC-Forum

Das Forum of National Ethics Councils (NEC) ist eine unabhängige, informelle Plattform Nationaler Ethikräte für den Informations- und Erfahrungsaustausch zu wichtigen Fragen im Bereich von Wissenschaft und Ethik. Dem NEC-Forum, das seit 2003 halbjährlich zu Beratungen zusammentritt, gehören die Vorsitzenden und Sekretäre der Nationalen Ethikräte der Mitgliedsstaaten der EU an. Der Präsident des EGE und der COMETH nehmen ebenfalls an den Beratungen des NEC-Forums teil.

http://ec.europa.eu/research/science-society/page_en.cfm?id=3161.

EGE

Die European Group on Ethics in Sciences and New Technologies
(EGE) ist ein unabhängiges, multidisziplinär angelegtes Gremium, das
1997 als Nachfolgeorganisation der Group of Advisers on the Ethical Implications of Biotechnology (GAEIB 1991-1997) geschaffen wurde und die EU-Kommission in ethischen Fragen von Wissenschaft und neuen Technologien berät. Ihr gehören 15 Mitglieder an, die vom Präsidenten der EU-Kommission ernannt werden.

http://ec.europa.eu/european_group_ethics/index_en.htm.

Ulrike Florian | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ethikrat.org

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