Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energie aus Europas Untergrund

15.05.2007
European Geothermal Congress 2007, 30.05.-01.06.2007 Unterhaching

Das Gemeinsame an Europa sind seine Besonderheiten. Das gilt für (fast) alle Lebensbereiche, für Kultur und Natur, für Geographie und Geologie. Die Herausforderungen, denen sich unser Kontinent gegenübersieht, sind enorm.

Der Klimawandel gehört sicherlich zu den schwierigsten Szenarien. Innerhalb der Palette der Lösungsmöglichkeiten nehmen die Erneuerbaren Energien eine herausragende Stellung ein. Sie nutzen die Strahlung der Sonne, direkt oder über Umwege wie Wind, Biomasse, Wasserkraft. Auch der Planet selbst strahlt ständig Wärme ab. 99% seines Innern sind heißer als 1000 °C, und 99% des Rests immerhin noch wärmer als 100 °C - eine eigentlich dünne Schale, auf der wir leben. Und an manchen Stellen, in Island etwa, ist sie besonders dünn. Aber egal, wo man sich auf Europas fester Erde bewegt, überall im Untergrund ist Wärmeenergie zu finden. Man braucht nur die richtige Technologie, um sie nutzbar zu machen.

Auf unserem Kontinent geschieht das schon lange und für die unterschiedlichsten Zwecke. In Thermalbädern, Kraftwerken, Fernwärmenetzen, in Landwirtschaft und Gartenbau, zum Heizen und Klimatisieren von einzelnen Gebäuden, im Einfamilienhaus oder Industriebetrieb - Geothermie zeigt viele Talente. Der weltweit erste geothermische Strom ließ bereits 1904 in Italien die Möglichkeiten dieses Energieträgers aufleuchten. Heute sind rund um den Globus über 9000 Megawatt Kraftwerksleitung installiert. Bis 2010 werden einige Tausend MW hinzukommen. Mit fast 30 000 MW trägt die saubere Energie aus der Tiefe zu einer das Klima- und die Ressourcen schonenden Wärmeversorgung bei.

... mehr zu:
»Geothermal

Überall steigen die Preise für fossile Rohstoffe. Das schlägt sich in den Strompreisen und vor allem in den Heizkosten nieder. In etlichen europäischen Ländern, in der Schweiz, in Schweden oder Österreich zum Beispiel gehören oberflächennahe Erdwärmeanlagen längst zum Alltag. Frankreich und Deutschland sind dabei, kräftig aufzuholen. In anderen Ländern beginnt der Markt sich zu entwickeln.

Nicht nur Island oder Italien bauen jetzt geothermische Kraftwerke. Neue Technologien, die es ermöglichen, auch Temperaturen zwischen 100 - 200 °C für die Verstromung zu nutzen, haben die Brandbreite der Möglichkeiten beträchtlich erweitert. Österreich ist schon 2000 in die Stromliga aufgestiegen, die erste ungarische Anlage wird in zwei Jahren an das Netz gehen. Auch in anderen Ländern wird geplant und entwickelt. Die Geothermie wird in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur Entschärfung des Klimaproblems leisten können.

In Deutschland steht für 2007 die Fertigstellung von drei neuen kleinen Kraftwerken an. Sie sind die Speerspitze einer Entwicklung, die die Karten unter den Erneuerbaren Energieträgern im Lande neu mischen wird. Ein guter Grund, die zentrale Veranstaltung der europäischen Geothermie, den European Geothermal Congress EGC2007 in diesem Jahr nach hier zu holen. Eine dieser Anlagen entsteht gegenwärtig in Unterhaching bei München. Der Austragungsort wurde also mit Bedacht gewählt.

Träger der Kongresse ist die International Geothermal Association IGA. Ihr europäischer Zweig sowie der Bundesverband Geothermie GtV-BV, das European Geothermal Energy Council, die Geothermischen Vereinigungen der Schweiz, Serbiens und Mazedoniens bilden 2007 die Gruppe der Veranstalter. Die organisatorische Durchführung liegt beim GtV-BV.

In Unterhaching werden ca. 250 Teilnehmer aus allen Regionen Europas, aus Forschung, Entwicklung und Wirtschaft erwartet. Der Kongress wird durch eine Fachausstellung begleitet. 22 Stände von Unternehmen und Organisationen geben einen Einblick in das weite Spektrum der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Tagungsort des EGC2007 ist die Unterhachinger Generali-Sportarena am Utzweg.

Der Kongress beginnt am 30.05.2007 um 10:00 mit einer Eröffnungsveranstaltung. Das Bundesministerium ist durch seine Parlamentarische Staatssekretärin Astrid Klug vertreten, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt durch Staatssekretär Dr. Otmar Bernhard.

Für Medienvertreter:
Unmittelbar nach Schluss der Eröffnungsveranstaltung um ca. 12:30 Uhr findet eine Pressekonferenz statt. Anmeldungen per Email, Telefon oder Fax werden erbeten.

Weitere Informationen und das Kongressprogramm finden Sie hier: http://www.egc2007.de

Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie
Gartenstr. 36
49744 Geeste
Tel: +49 (0) 5907 - 545
Fax: +49 (0) 5907 - 7379
Email: geothermische-vereinigung@t-online.de
Mitglied werden online unter www.geothermie.de.
Zeitschrift Geothermische Energie. Infos und Abo: www.geothermie.de
Rechtsform: e.V.
Registergericht: Osnabrück
Vereinsregisternr: VR 120619
Präsidium:
Simone Probst, Prof. Dr. Horst Rüter, Dr. Horst Kreuter, Dr. Ralf Schramedei, Michael Würtele, Werner Bußmann

Werner Bussmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.egc2007.de

Weitere Berichte zu: Geothermal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur
21.07.2017 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien
21.07.2017 | Cofresco Forum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten