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Lebenswelten gestalten

15.05.2007
Initiativen im sozialkulturellen Raum zwischen subkulturellen Nischen und zivilgesellschaftlichem Engagement

Mittwoch, den 23.05.2007, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Fachhochschule München, Campus Pasing, Am Stadtpark 20

In modernen Leitbildern der Sozialen Arbeit wird überwiegend davon ausgegangen, dass die Förderung von Partizipation und zivilgesellschaftlichem Engagement im Zielkatalog oben an steht.

Damit verbunden ist die Vorstellung, dass der versorgende Sozialstaat als Modell nicht nur wegen finanzieller Engpässe ausgedient hat, sondern dass auch die mit ihm verbundene passive Erwartungshaltung an eine staatliche Versorgung nicht geeignet ist, zur Lösung bestehender und kommender sozialer Probleme beizutragen. Soziale Arbeit soll und muss sich daher zukünftig wesentlich mehr als Innovationsmotor verstehen, der Prozesse in Gang setzt und begleitet, in denen zivilgesellschaftliches Engagement und Partizipation stattfinden kann.

An der Fachhochschule München wurde dieser Anspruch in einer Reihe von Projekten zugrunde gelegt, die sich mit der Gestaltung von alltäglichen Lebenswelten auseinandersetzten. Dabei wurde ein Verständnis von Lebenswelten vertreten, das soziale Räume und Gelegenheiten bis hinein in gesellschaftliche Nischen umfasst, die in den gängigen Planungsverständnissen zunächst weniger beachtet werden: die Situation der „freien“ Kunst- und Musikszenen, Schule als Lebenswelt, Museen als Lernorte im Alltag, Wohlfahrtsverbände als Ort ehrenamtlichen Engagements, Lebenswelten älterer Menschen usw.

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Es wurde gefragt, welche Gestaltungspotenziale hier enthalten sind, die durch innovative Projektideen thematisiert und gefördert werden könnten, dies unter besonderer Berücksichtigung von Beteiligung und zivilgesellschaftlichem Engagement. Die Fachtagung wird diese Ansätze vorstellen und in Workshops zur Diskussion bringen. Angesprochen sind Fachkräfte aus der Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, aus Schule und Jugendhilfe, aus den Wohlfahrtsverbänden usw.

Durch Referenten und ein hochkarätig besetztes Podium wollen wir zudem den Dia-log zwischen der Fachöffentlichkeit, zwischen Politik, Kultur, Medien, Sponsoren und der Hochschule vertiefen, wie die sozialen Innovationsbedarfe jeweils eingeschätzt werden, bzw. welche Probleme und Lösungsmöglichkeiten gesehen werden. Zielsetzung ist es, bestehende Kontakte zu vertiefen und ggf. neue Kooperationen anzuregen.

Programm, Mittwoch, den 23.05.2007:

11.00 Uhr bis 11.15 Uhr:
Begrüßung Prof. Dr. Susanne Elsen (Dekanin FK 11)
11:15 Uhr bis 11:45 Uhr:
Einführung Prof. Dr. Peter Sprinkart/Prof. Dr. Burkhard Hill
„Innovation braucht Netzwerke“ – Zur Philosophie des Qualifizierungsbereiches „Bildung-Kultur-Medien“ an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften
11:45 Uhr bis 12:30 Uhr:
Prof. Dr. Ralf Oerter
Lebenswelten gestalten – zwischen subkulturellen Nischen und zivilgesellschaftlichem Engagement
12:30 Uhr bis 13:15 Uhr Mittag
(Verpflegungsmöglichkeit in der Cafeteria)
13:15 Uhr bis 14:00 Uhr Workshops I:
Vorstellung der Ergebnisse aus den studentischen Projek-ten in den Feldern Bildung, Kultur, Medien.
• Jugend-Populär-Musikkultur Muc
• Erwachsenen-Populär-Musikkultur Muc
• Aktives (Pop-)Musizieren in Jugendwohngruppen
• Museum für soziale Gerechtigkeit
• Unterstützungsmöglichkeiten in der Ganztagsbetreuung an Gymnasien
• Subkultur-Events und urbane Lebenswelten
• Kunstvermittlung – Museen als Lernorte im Alltag
• Die Bedeutung zwischengenutzter Immobilienbrachen für die „freie“ Kunstszene
• Ältere Menschen Gestaltung gestalten Lebenswelten: Seni-oren_WGs
• Systematische Förderung der Freiwilligenarbeit in sozialen Or-ganisationen
14:00 Uhr bis 14:45 Uhr Workshops II
Möglichkeit, einen zweiten Workshop zu besuchen
14:45 Uhr bis 15:15 Uhr Kaffeepause
15:15 Uhr bis 16.45 Uhr Podium
mit Vertretern/innen aus Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
Mit diesem Podium soll der Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen und Ebenen, die in sozial-kulturelle Innovationsprozesse involviert sind, angeregt werden. Die Veranstalter stellen die Frage, wie ein „Cultural Innovation Network“, ein Unterstützungssystem für sozial-kulturelle Innovationen, funktional und inhaltlich gestaltet sein könnte.
Prof. Dr. Ralf Oerter (Institut f. empirische Pädagogik und Psychologie, LMU)
NN (Kulturreferat, Abteilung Förderung) (angefragt)
Bud A. Willim (Sozialreferat LHM, Beauftragter Bürgerschaftliches Engagement)
Herr Lindemann (Verband der Bayerischen Wirtschaft, Abteilung Bildung)
Bernd Schweinar (Bayerischer Rockbeauftragter)
Nikolaus Gradl (SPD-Stadtrat, Mitglied im Kulturausschuss)
Ulrike Ebenbeck (BR2 Zündfunk-Chefin und Dozentin an der DJS) (angefragt)
Konstanze Carreras BMW-Projektförderung (angefragt)

Christina Kaufmann | FH München
Weitere Informationen:
http://www.fhm.edu

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